Erstmals urkundlich erwähnt wird das Klinikum Chemnitz im Jahre 1350. Damals trug es noch den Namen Hospital Sankt Georg, das durch ständige Um- und Zubauten nach und nach ersetzt wurde. Vor allem von der erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Chemnitz zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts profitierte das Klinikum durch ständige Bautätigkeiten. So eröffnete im Jahre 1905 das neue Klinikgebäude (Haus 40). In diesem Gebäude war Platz für 70 Betten. Darunter mehrere 12-Bett Zimmer, sowie Operationsräume, Tagesräume, Bäder und Wirtschaftsräume. Auch ein Labor und eine Infektionsabteilung waren vorhanden.
Doch der Beschluss zur Errichtung einer Städtischen Klinik für Augenheilkunde fiel erst am 16. September 1946. Das Haus 40 wurde umgebaut und am 1. September 1947 konnten die ersten Patienten aufgenommen werden. Offiziell eröffnet wurde die Klinik für Augenheilkunde allerdings erst einen Monat später am 1. Oktober. In der neuen Klinik für Augenheilkunde standen damals 50 Betten und ein Operationsraum zur Verfügung. Dokumentiert sind Eingriffe wie Staroperationen (bei Linsentrübung), Hornhautverpflanzungen, Operationen wegen Netzhautablösung, Versorgung von Verletzungen, Schieloperationen und Lidplastiken, die dort durchgeführt wurden.
Am 26. April 1948 beschloß die fünfzigste Ratssitzung die Erweiterung der Klinik für Augenheilkunde um eine Innere Abteilung. Diese wurde in den Jahren 1949/1950 mit 70 Betten im Haus 27 eröffnet und trug die damals übliche Bezeichnung "Abteilung für Augentuberkulose". Bis zum Jahr 1956 wuchs der Bestand an Betten auf 127 an. Das Personal umfasste zehn Ärzte, sechs Schwestern, einen Operationspfleger und 21 Hilfsschwestern, die rund 2000 Operationen im Jahr durchführten.
In den frühen siebziger Jahren wurde die Fluroeszenz-Angiographie an der Klinik für Augenheilkunde eingeführt. Dies ist ein spezielles Verfahren, das zur Darstellung von Teilen der Blutgefässe am Auge verwendet wird. Zudem wird auch über die Lichtkoagulation berichtet, eine heute gängige Behandlungsmethode bei Netzhautablösungen.
Im Februar 1982 wurde die Klinik für Augenheilkunde in das neue Krankenhausgebäude in der Flemmingstraße 2 verlegt, wo es sich noch heute befindet. Das alte Haus 40 war noch bis zum Jahr 2003 ein Pflegeheim und steht seitdem leer. Das Haus 27 wurde im Jahr 1982 zu einem Dauerheim für blinde Kleinstkinder und steht zum Teil noch Auszubildenden zur Verfügung.
Kontakt
Klinikum Chemnitz gGmbH
Klinik für Augenheilkunde
Flemmingstraße 2
09116 Chemnitz
Anfahrtsskizze (PDF)Chefärztin
Prof. Dr. med. habil. Katrin Engelmann
Chefarztsekretariat
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