Beste Bedingungen für Intensivpatienten: Intensivstation und IMC-Station unter einem Dach

Helle Räume, Einzel- und Doppelzimmer mit ausreichend Platz für die neuesten Behandlungsverfahren, modernste Technik und eine neue Stationsstruktur: 51 Jahre nach der Eröffnung der ersten chirurgischen Wachstation in Haus 5 des damaligen Küchwald-Krankenhauses im Jahre 1968 wurden die mittlerweile daraus entstandene Intensivstation (ITS) und die Intensivpflegestation (IMC) der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie auf einer Ebene in eine integrierte ITS-/IMC-Station mit 20 Betten zusammengefasst. Etwa 4,2 Millionen Euro hat das Klinikum Chemnitz investiert, um im Haus 6 am Standort Küchwald die gesamte erste Etage sowie die Flächen über dem Hybrid-OP umfassend um- und auszubauen, mit medizinischen Geräten und Kommunikationsmedien technisch auszustatten und neu zu möblieren. Besonders im Altbau wurden dafür umfangreiche Grundrissänderungen und technische Erneuerungen vorgenommen, die teils erheblich in die alte Bausubstanz eingegriffen haben. Eine große Herausforderung war dabei die Erfüllung aktueller Brandschutzanforderungen.

Ganz planmäßig und von den Pflegekräften und Stationsärzten exzellent organisiert, sind nach einer Bauphase von rund zehn Monaten im Juni die Pflegekräfte und die Anästhesisten der Stationen K050 (ITS) und K051 (IMC) mit ihren Patienten in die neue Station K061 gezogen. Statt auf zwei Stationen auf zwei Ebenen finden die Intensivmedizin und die Intensivpflege von Patienten ab sofort in einer Funktionseinheit mit je zehn Betten auf einer Ebene statt. Die Mitarbeiter nutzen gemeinsame Lager- und Funktionsräume sowie die gemeinsame Patientenüberwachungstechnik, die auf zusätzlichen Monitoren in den Gängen die wichtigsten Patientenwerte anonymisiert abbildet und damit die Patientensicherheit verbessert. Pro Jahr sollen auf der neuen Station rund 2.300 Patienten behandelt werden.

Die anästhesiologische ITS-/IMC-Station K061 übernimmt die perioperative Versorgung – also die Versorgung vor, während und nach chirurgischen Eingriffen – der schwerstkranken beziehungsweise Risikopatienten der Klinik für Thorax-, Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie sowie der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie. Bei Bedarf werden auch Patienten aus der Zentralen Notaufnahme oder internistische Patienten, zum Beispiel aus der Klinik für Innere Medizin V (Nieren- und Hochdruckerkrankungen) oder aus der Klinik für Innere Medizin III (Hämatologie/ Onkologie/Stammzelltransplantation) intensivmedizinisch versorgt.

Die neue Station bietet modernste Technik auf rund 1.000 Quadratmetern. Alle Zimmer, Flure und Nebenräume sind heller, freundlicher und größer. PD Dr. med. habil. Otto Eichelbrönner, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, sieht in der neuen integrierten ITS-/IMC-Station eine sehr positive Entwicklung: „Baulich und technisch ist die neue Station für uns ein Quantensprung. Durch die Zusammenlegung der beiden Stationen gibt es zahlreiche Vorteile für die Patienten und Mitarbeiter. Dazu gehören eine ärztliche Präsenz mit sofortiger Verfügbarkeit rund um die Uhr, eine hohe Flexibilität durch die bei Bedarf gegenseitige Unterstützung der Ärzte und Pflegekräfte zwischen ITS und IMC und eine ausgezeichnete Behandlungskontinuität im Übergang zwischen ITS und IMC.“ Außerdem seien die Wege zwischen ITS und IMC kürzer. Weiter gibt es ein gemeinsames Patientenüberwachungssystem sowie eine sofortige gegenseitige Unterstützung in kritischen Situationen oder bei Notfällen. Auch auf das Wohl der Mitarbeiter wurde geachtet. Der helle Pausenraum bietet nun ausreichend Platz für die Mitarbeiter und kann zusätzlich für die Stationsbesprechungen genutzt werden. Diese erheblich verbesserten Rahmenbedingungen erleichtern die tägliche ärztliche und pflegerische Arbeit und sind ein Gewinn für Patienten und Mitarbeiter.

„Mit der neuen Station haben wir uns auch für die Ausbildung von qualifizierten Fachkräften der Pflege für Anästhesiologie und Intensivmedizin und von Anästhesisten und Intensivmedizinern deutlich weiterentwickelt. Somit können wir den jungen Ärzten einen attraktiven Ausbildungsund Arbeitsplatz am Klinikum Chemnitz bieten, in Zeiten des Ärzte- und Pflegemangels ein außerordentlich wichtiger Aspekt“, so Chefarzt Dr. Eichelbrönner. Auch Dirk Balster, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums, sieht die Bedingungen für eine sichere und umfangreiche Behandlung von schwer- und schwerstkranken Patienten durch die Eröffnung der neuen Station deutlich verbessert: „Ich bin begeistert von der neuen Station, die ,obwohl nur Umbau, wie ein Neubau anmutet. Das Gesamtversorgungskonzept von IMC- und Intensivstation bietet beste Bedingungen für die Patienten und Mitarbeiter.“

Die zehn IMC- und zehn ITS-Betten der Station sind jeweils auf drei Doppelzimmer und vier Einzelzimmer aufgeteilt. Die Einzelzimmer im Bereich ITS sind mit einer vorgelagerten Schleuse versehen, um den hohen hygienischen Anforderungen bei Risikopatienten gerecht zu werden. Im Bedarfsfall können noch zwei der IMC-Bettenplätze als ITS-Betten genutzt werden, da sie vorsorglich mit der nötigen Technik ausgestattet wurden. Die Station ist rund um die Uhr durch einen Facharzt für Anästhesiologie mit der Zusatzausbildung Intensivmedizin und mindestens einer Fachpflegekraft pro Schichtteam besetzt und erfüllt damit die personellen, technischen und räumlichen Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Die neue Station K061 ist über einen Aufzug direkt mit dem darunterliegenden OP-Zentrum Küchwald verbunden.

Die neuen Räumlichkeiten verfügen über hochmoderne Technik. Dazu zählen neueste Beatmungsgeräte, ein Überwachungsmonitorsystem, vernetzte Infusionssysteme, Ultraschallgeräte, Herz-Kreislauf-Überwachungssysteme, Dialysegeräte und vieles mehr. Die Gesamtkosten für die Ergänzung der hochmodernen intensivmedizinischen Ausrüstung sowie weitere nichtmedizinische Ausstattung beliefen sich insgesamt auf rund 1,2 Millionen Euro. Eine besondere Investition war dabei das Patientenmonitoringsystem mit einem zentral angeordneten Überwachungsplatz sowie weiteren Monitoren in den Gängen. Sie gewährleisten eine vollumfängliche elektronische Überwachung der Patienten und bieten so ein hohes Maß an Sicherheit. Sobald ein Vitalwert von der Normgrenze abweicht, erfolgt eine Alarmmeldung direkt am Bett, an der Zentrale und in den Gängen.

Die Beatmungsgeräte der neuesten Generation ermöglichen den Ärzten eine differenzierte Beatmung der Patienten auch bei schwerem Lungenversagen. Bei einem kompletten Versagen der Lungen können diese Geräte mit sogenannten ECMO-Systemen (Extra Corporale Membran Oxygenierung) kombiniert werden, die das Blut in einer künstlichen Lunge mit Sauerstoff anreichern und das Kohlendioxid entfernen. Hierbei übernehmen Maschinen teilweise oder vollständig die Lungenfunktion und lassen dadurch dem Lungengewebe die nötige Zeit zur Erholung und zur Funktionswiederherstellung.

Auch Angehörige profitieren von der erneuerten Station. Für sie wurde ein angenehmer Warteraum vor dem Stationseingang geschaffen. Für die wichtigen und vertraulichen Gespräche zwischen den Stationsärzten und den Angehörigen der Patienten wurde ein Gesprächsraum als geschützter Bereich eingerichtet.

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