Hochmodernes Interventionszentrum am Institut für Radiologie und Neuroradiologie eingeweiht

Beispielgebend in der Region:
Hochmodernes Interventionszentrum am Institut für Radiologie und Neuroradiologie eingeweiht

Chemnitz – Das Institut für Radiologie und Neuroradiologie am Klinikum Chemnitz hat heute sein neues Interventionszentrum eingeweiht. Nach zwölfmonatiger Bauzeit sind am Standort Flemmingstraße die neuen Räumlichkeiten fertig gestellt und die Technik installiert worden. Das Besondere sind die zwei hochmodernen Angiographieanlagen, die das Interventionszentrum zum leistungsfähigsten seiner Art in der gesamten Region Südwestsachsen machen.

Die Bedeutung der Einweihung dieses Zentrums wird dadurch unterstrichen, dass Oberbürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Ludwig es sich nicht nehmen ließ, die Gäste zu begrüßen. Sie betont die Leistungsfähigkeit des Klinikums im Bereich der Notfallversorgung aller Fachrichtungen in der Region Chemnitz und den Sinn der Stärkung der Interventionen, insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Fallzahlen im Bereich von Schlaganfällen und fügt hinzu: „Ich freue mich, dass die Qualität des Klinikums durch das neue Interventionszentrum weiter steigt. Die ohnehin schon hervorragende medizinische Betreuung der Patienten kann dank hochmoderner Standards und dem neuesten Fachwissen optimiert werden. Das Klinikum erfährt dadurch regional und überregional Anerkennung, die sich auch auf die Stadt überträgt.“

Dipl.-Oec. Dirk Balster, Kaufmännischer Geschäftsführer, sagt in seinen begrüßenden Worten: „Am Klinikum Chemnitz haben wir die Voraussetzungen für das wachsende Feld der radiologischen und neuroradiologischen Intervention räumlich, medizintechnisch und personell neu aufgestellt. Im Umkreis von 80 Kilometern gibt es kein radiologisches Institut mit vergleichbarem Leistungsspektrum. Unsere Partner in den niedergelassenen Praxen, aber auch in den kooperierenden Krankenhäusern der Umgebung wissen daher ihre Patienten im Klinikum Chemnitz weiterhin in den besten Händen. Dies gilt für die neuroradiologische Notfallversorgung von Schlaganfällen und Hirnblutungen in gleichem Maße wie für hochspezielle onkologische Therapieangebote.“ Auch für die Mitarbeiter selbst und den künftigen ärztlichen Nachwuchs sei das neue Interventionszentrum sehr attraktiv, weil es eine räumliche und technische Ausstattung auf neuestem Stand biete. Besonders stolz ist Geschäftsführer Balster auf die neuartige Simulationsanlage, die es den Mitarbeitern ermöglicht, in einer realen Umgebung die hochkomplexen Eingriffe zu trainieren.

„Gefäßbedingte Erkrankungen haben in der Bevölkerung in den vergangenen Jahren stark zugenommen“, sagt Dr. med. Jörg Thalwitzer, Chefarzt des Instituts für Radiologie und Neuroradiologie. Damit einher gehe die Bedeutung minimalinvasiver Methoden bei der Behandlung solcher Erkrankungen. „Wir haben zwei parallel arbeitende Anlagen am Klinikum Chemnitz aufgebaut, um die Patientenversorgung in der Region als Maximalversorger auch bei Notfällen stets aufrecht zu erhalten“, so Thalwitzer weiter. Außerdem könnten so bereits geplante neue Behandlungsmethoden weiter entwickelt werden. Das Institut für Radiologie und Neuroradiologie hat zwei große Leistungsbereiche: Untersuchungen und Diagnostik mit bildgebenden Verfahren wie Röntgen, Magnetresonanztherapie (MRT) und Computertomographie (CT) sowie die Interventionen, also minimalinvasive Eingriffe in Gefäßen im Kopf sowie in allen übrigen Körperregionen zur Behandlung von Gefäß- und Tumorerkrankungen.

Gerade diese interventionellen Eingriffe gewinnen im Klinikum zunehmend an Bedeutung, sagt Dr. Thalwitzer. Als Beispiel führt er die Behandlung von Schlaganfall-Patienten an. So liegt die Zahl der Entfernung von Gerinnseln aus Hirngefäßen (Thrombektomie), die ursächlich für Schlaganfälle sind, am Klinikum bei rund 140 Fällen im Jahr. Damit zählt das Haus zu den großen Schlaganfall-Behandlungszentren in Deutschland. „Durch zwei Angiographie-Anlagen sind wir nun in der Lage, Schlaganfall-Patienten im Akutfall zu behandeln und zeitgleich geplante Eingriffe zu realisieren“, erklärt der Chefarzt den enormen Fortschritt durch das neue Interventionszentrum. „Dies spart Zeit und wird die Zahl der Interventionen an den Patienten deutlich erhöhen.“

Mit der hochauflösenden Technik der Bildverarbeitung der beiden neuen Hightech-Anlagen könnten auch kleinste anatomische Details dargestellt werden, so erläutert Dr. Thalwitzer weiter. Durch die simultane Aufnahme der Gefäße könne die Kontrastmittelmenge reduziert werden, denn es sei nun möglich, die Gefäße gleichzeitig in mehreren Ebenen darzustellen. Außerdem arbeite die neue Angiographie mit bis zu 70 Prozent reduzierter Strahlung im Vergleich zu früher. Der Chefarzt: „Zusammenfassend schafft diese modernste Technik im neuen Interventionszentrum eine erhöhte Sicherheit für die Patienten.“

In den Räumen ist erstmals auch ein moderner Simulator installiert. Mit seiner Hilfe können die Ärzte vor einem Eingriff die Gefäße virtuell operieren, ohne einen Hautschnitt setzen zu müssen. So erhöhen sie zusätzlich die Sicherheit des Eingriffs. Durch diese Hightech-Simulationstechnik steigert das Klinikum auch seine Bedeutung als Ausbildungskrankenhaus für künftige Ärzte und Medizinisch-technische Radiologieassistenten (MTRA) – dies spielt bei der Gewinnung hervorragender Mitarbeiter eine enorm wichtige Rolle.

Auf der Klinik-Website unter www.klinikumchemnitz.de/kliniken-bereiche/institute-abteilungen/institut-fuer-radiologie-und-neuroradiologie/ finden Sie alle Leistungsbereiche des Instituts, dessen Ausstattung sowie die Sprechstundenzeiten und viele weitere Informationen.

Am Samstag, 15. Juni 2019, wird von 10 bis 14 Uhr das neue Interventionszentrum bei einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ansprechpartner für Medien:
Dipl.-Ing. Arndt Hellmann
Leiter Konzernkommunikation & Marketing
Klinikum Chemnitz gGmbH
Flemmingstraße 2
09116 Chemnitz
Tel.: +49 (0) 371 333 32445
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