Klinikum Chemnitz als Ausbildungsstätte für Spezielle Rhythmologie zertifiziert

| Datum: Mittwoch, den 11.12.2019 um 11:26 Uhr

Die Klinik für Innere Medizin I (Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin) ist als Ausbildungsstätte der „Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie“ zertifiziert. Diese Anerkennung zur eigenen Ausbildung von Kardiologen an der Klinik hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK) ausgesprochen und das Zertifikat dem Team um PD Dr. med. habil. Marian Christoph, Oberarzt der Klinik und Leiter der Abteilung Rhythmologie und Elektrophysiologie übergeben. Das Klinikum Chemnitz ist damit eine der wenigen zertifizierten Ausbildungsstätten dieser Art in Sachsen und einzigartig in Südwestsachsen. Die curriculare Anerkennung gilt stets für sieben Jahre.

Innerhalb der Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie vermitteln die Chemnitzer Kardiologen künftig allgemeine Grundlagen in der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen. Aus dem enormen Wissenszuwachs im Verständnis der Arrhythmieentstehung, der elektrophysiologischen Diagnostik und Therapie ebenso wie aus dem stetigen technischen Fortschritt auf diesem Fachgebiet ergab sich die individuelle Subspezialisierung innerhalb der Kardiologie. Von dieser Zertifizierung profitieren nicht nur Kardiologen, die diese Zusatzqualifikation in Chemnitz erlangen möchten, sondern auch die Patienten, die an Herzrhythmusstörungen leiden.

Zu dem speziellen Fachwissen gehören neben der Diagnostik von Herzrhythmusstörungen die Indikationsstellung und die regelmäßige Durchführung von Herzschrittmacher- und Defibrillator-Implantationen inklusive der kardialen Resynchronisationstherapie. Ein weiteres großes Betätigungsfeld der speziellen Rhythmologie stellt die invasive Diagnostik und Ablation von schnellen Herzrhythmusstörungen aus den Herzvorhöfen und den Herzhauptkammern, wie zum Beispiel die Ablation von Vorhofflimmern oder ventrikulären Tachykardien, dar.

Neues hochmodernes Labor für Elektrophysiologische Untersuchung

Im Juni dieses Jahres hat das Klinikum an der Kardiologie ein hochmodernes Labor für Elektrophysiologische Untersuchungen (EPU) zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eröffnet. Zudem wurde ein bestehendes Koronarangiographie-Labor zu einem Implantationssaal eigens für Implantationen von Herzschrittmachern und Defibrillatoren hochgerüstet. Die Patienten werden rund um ihren rhythmologischen Eingriff auf einer spezialisierten Herzrhythmusstation (23 Betten) und in verschiedenen Herzrhythmusambulanzen durch speziell geschultes Pflegepersonal und Rhythmologen betreut.

Im EPU-Labor nimmt das Team Untersuchung per Herzkatheter bei den Patienten mit Herzrhythmusstörungen vor. Ziel ist es, Art und Mechanismus der Störung zu diagnostizieren und direkt zu behandeln. Neben der klassischen Untersuchungsmethode gibt es die Möglichkeit, mittels spezieller, computergestützter Systeme ein dreidimensionales Bild der Herzhöhle und des elektrischen Erregungsablaufs zu erzeugen. Der Vorteil dieser Methode für die Patienten ist, dass sie weniger Röntgenstrahlung ausgesetzt sind. Außerdem können komplexe Rhythmusstörungen, insbesondere bei voroperierten Herzen oder angeborenen Herzfehlern, vom behandelnden Arzt besser analysiert werden. Nach der Diagnose kann – bei Bedarf – in vielen Fällen in der gleichen Untersuchung eine Verödung des erkrankten Bereichs mit Hochfrequenzstrom erfolgen und damit können die Rhythmusstörungen erfolgreich behandelt werden.

Das gute und ausgefeilte Versorgungskonzept sowie der Nachweis der hochqualitativen und hochfrequenten Durchführung von Herzschrittmacher- und Defibrillator-Implantationen und Ablationen haben zu dem Erfolg der Zertifizierung geführt. Durch das zertifizierte Vorhalten der modernsten Technologien, die stetige Präsens von DGK-zertifizierten Herzrhythmusexperten und die interdisziplinäre Besprechung jedes einzelnen Patienten innerhalb dieses Curriculums gewährleistet der Maximalversorger Klinikum Chemnitz die Behandlungen von Herzrhythmusstörungen auf höchstem medizinischem Niveau.

Kardiologie am Klinikum Chemnitz auf Spitzenniveau

Als anerkannte Ausbildungsstätte erweitert die Herzklinik somit abermals ihr Leistungsspektrum und macht einen wichtigen weiteren Schritt auf dem Weg zum Kardiologischen Zentrum am Klinikum Chemnitz. Das Klinikum ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Dresden und Leipzig. Die Planungen zur Schaffung des Modellstudiengangs Medizin gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden gehen weit darüber hinaus. Die akademischen Teams der beiden Maximalversorger erarbeiten engagiert ein Curriculum. Der praktische Teil der Ausbildung soll dann am Klinikum Chemnitz erfolgen.

Die jetzt erlangte Zusatzqualifikation „Spezielle Rhythmologie“ zur Ausbildung eigener Rhythmologen erhöht nicht nur die Attraktivität der kardiologischen Klinik in Chemnitz sondern zeigt einmal mehr, dass am Klinikum Chemnitz Spitzenmedizin auch in der Ausbildung geboten wird.

Zur Klinik für Kardiologie (Innere Medizin I) – bundesweit eine der größten ihrer Art – gehören insgesamt acht Stationen mit etwa 140 Betten, davon elf Intensivbetten. Die Ein- bis Drei-Bett-Zimmer auf den Stationen verfügen über Sanitärzellen (WC, Dusche), Radio-, TV- sowie Telefonanschluss.
Für Notfälle ist die Kardio-Hotline rund um die Uhr erreichbar: T: 0172 3772436

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