Neue Kardiologen beginnen ihre Tätigkeit zeitgleich mit der Eröffnung des neuen hochmodernen EPU-Labors

Zum 1. Juni haben die Spitzenmediziner der Kardiologie, PD Dr. med. habil. Karim Ibrahim und PD Dr. med. habil. Marian Christoph aus Dresden, ihre Tätigkeit im Leitungsteam der Klinik für Kardiologie des Klinikums Chemnitz begonnen. Zugleich ist pünktlich zu diesem Termin das neue Labor für Elektrophysiologische Untersuchungen (EPU) zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen in Betrieb gegangen. Damit erweitert die Herzklinik ihr Leistungsspektrum auf einen Schlag enorm und setzt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zum Kardiologischen Zentrum am Klinikum.

Chemnitz – Zeitgleich mit der Ankunft der beiden Experten für Herzmedizin, PD Dr. med. habil. Karim Ibrahim und PD Dr. med. habil. Marian Christoph, ist das neue EPU-Labor der Klinik für Kardiologie des Klinikums Chemnitz fertiggestellt worden und am 3. Juni in Betrieb gegangen. Dies bedeutet eine erhebliche Erweiterung des Leistungsspektrums der Klinik für Kardiologie.

PD Dr. Ibrahim, der mit seiner breiten internistischen und kardiologischen Ausbildung international als Spitzenmediziner gilt, hat sein Spezialgebiet neben den hochkomplexen Interventionen an Herzkranzgefäßen im Bereich der minimalinvasiven, katheterbasierten Herzklappeneingriffe. Darüber hinaus ist er europaweit führend im Einsatz sogenannter kardialer Assist-Systeme, als Systeme zur Herzunterstützung und -entlastung, die minimalinvasiv eingesetzt werden. PD Dr. Christoph, ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Rhythmologie, findet mit dem EPU-Labor beste Bedingungen zum Aufbau der neuen Abteilung zur Diagnostik und Behandlung von Herzrhythmusstörungen vor. Er hat zuletzt am Klinikum Pirna und am Klinikum Riesa eine elektrophysiologische Abteilung aufgebaut und mit geleitet.

Für das EPU-Labor wurden seit Anfang dieses Jahres Räume im Haus 5 am Standort Küchwald ertüchtigt sowie die Infrastruktur für Strom, medizinische Gase, Lüftung und Kühlung der Betriebstechnik errichtet. Nach Aufbau und Inbetriebnahme der modernen, strahlungsarmen Angiographie-Anlage Anfang Mai wurde Ende Mai der EPU-Messplatz installiert. Dieser besteht aus einem 3D-Mappingssystem mit Hochfrequenz-Stromgenerator, einem elektrophysiologischen Aufzeichnungssystem, einem Patientenmonitoring und weiterer spezieller Gerätetechnik. Insgesamt hat das Klinikum Chemnitz rund 2,6 Millionen Euro investiert.

In einem EPU-Labor werden Herzkatheteruntersuchungen bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen vorgenommen. Ziel ist es, Art und Mechanismus der Störung zu diagnostizieren und direkt zu behandeln. Neben der klassischen Untersuchungsmethode gibt es die Möglichkeit, mittels spezieller, computergestützter Systeme ein dreidimensionales Bild der Herzhöhle und des elektrischen Erregungsablaufes zu erzeugen. Der Vorteil dieser Methode für die Patienten ist, dass sie weniger Röntgenstrahlung ausgesetzt sind. Außerdem können komplexe Rhythmusstörungen, insbesondere bei voroperierten Herzen oder angeborenen Herzfehlern, vom behandelnden Arzt besser analysiert werden. Nach der Diagnose kann – bei Bedarf – in vielen Fällen in der gleichen Untersuchung eine Verödung des erkrankten Bereichs mit Hochfrequenzstrom erfolgen und damit können die Rhythmusstörungen erfolgreich behandelt werden.

„Die enorme Erweiterung des Leistungsspektrums und der damit verbundene strategische Umbau der Klinik für Kardiologie ist der nächste logische Schritt auf dem Weg zu einem der größten kardiologischen Zentren in Deutschland“, sagt Dirk Balster, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz. „Wir werden damit unserer Aufgabe als Krankenhaus der Maximalversorgung gerecht, die medizinische Versorgung für die Region Südwestsachsen dauerhaft zu sichern und auf einem Spitzenniveau anbieten zu können.“

Der Grundstein für ein kardiologisches Zentrum wurde im Juli 2018 mit der Übernahme der MVZ am Küchwald GmbH – Ambulantes Herzzentrum Chemnitz unter Leitung von Dr. med. Klaus Kleinertz gelegt. Dadurch ist ein breites Spektrum an Diagnostik und Therapie verschiedener Herzerkrankungen sowie eine sehr enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung möglich – aus einer Hand und mit kurzen Wegen am Klinikum-Standort Küchwald. Mit der Ankunft des Rhythmologen PD Dr. Christoph wird diese Verzahnung noch intensiviert. So bleibt am Klinikum Chemnitz der Herzrhythmus-Patient über die gesamte Dauer der Behandlung – von der Diagnose bis zur Nachbehandlung – ohne Unterbrechung in der Obhut eines anerkannten und erfahrenen Expertenteams.

Die Erreichbarkeit der Klinik für Innere Medizin I (Kardiologie, Angiologie, Intensivmedizin) und der Abteilung Rhythmologie ist am Standort Küchwald über die Casemanagerinnen Katrin Richter und Nadin Weißflog unter Telefon 0371 333-42300,  Fax 0371 333-42304 sowie E-Mail k.richter@skc.de verbindlich gewährleistet und organisiert.

Für Notfälle ist die 24-h-Kardio-Hotline über 0172 3772436 rund um die Uhr erreichbar.

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