Neues Mammografie-Gerät mit Tomosynthese zur ergänzenden Brustkrebs-Diagnostik

Chemnitz – Mit rund 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Brustkrebs die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Rechtzeitig erkannt und behandelt, sind die meisten Erkrankungen jedoch heilbar. Voraussetzung dafür ist ein Netzwerk, in dem die Einheit von Diagnostik sowie prä- und postoperativer Therapie zusammen mit dem operativen Bereich gegeben ist, um eine individuelle Betreuung mit besten Ergebnissen für die Patientinnen zu gewährleisten. Dieses Netzwerk bietet das Brustzentrum Chemnitz im Verbund mit dem Onkologischen Centrum Chemnitz (OCC) seit seiner Erstzertifizierung im Juni 2004. Das bedeutet zertifizierte qualitativ hochwertige Arbeit seit 15 Jahren.

Im Brustzentrum Chemnitz erhält jede Patientin ihren individuell auf die unterschiedlichen Tumormerkmale, den Allgemeinzustand sowie die persönlichen Wünsche zugeschnittenen Behandlungsplan. Operativ möglich sind alle OP-Verfahren, von der brusterhaltenden OP bis hin zur subkutanen Mastektomie mit Brustaufbau mittels Prothesen oder Eigenmaterial. Dabei profitieren die Patienten auch von der Zusammenarbeit mit den plastischen Chirurgen unseres Hauses. Zur interdisziplinären Behandlung gehört das Angebot der Betreuung durch den Psychoonkologischen Dienst sowie die Beratung durch den Sozialdienst der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Außerdem wird den Patientinnen die Teilnahme an vielen nationalen und internationalen Studien ermöglicht, wodurch sie Zugang zu den neuesten auf dem Markt erhältlichen Medikamenten bekommen. Diese enge, interdisziplinäre Zusammenarbeit am Klinikum in direkter räumlicher Vernetzung hat zu einer überdurchschnittlichen Überlebensrate der Patientinnen, besonders in fortgeschrittenen Erkrankungsstadien geführt.

Voraussetzung für eine optimale Therapieplanung und Behandlung von Brustkrebs ist die exakte Diagnose. Dafür arbeitet das Brustkrebszentrum eng mit der Abteilung Gynäkologische Radiologie des Instituts für Radiologie und Neuroradiologie des Klinikums Chemnitz zusammen. Die Abteilung hat jetzt ein neues Mammografiegerät in Betrieb genommen, um Tumoren und andere Gewebeveränderungen in der Brust noch früher und besser zu erkennen. Das Gerät der Firma Siemens erzeugt mit der sogenannten Tomosynthese eine 3D-Darstellung des Brustgewebes. Damit können kleinste Gewebeveränderungen selbst bei dichtem Drüsengewebe sichtbar gemacht werden. Zudem ermöglicht dieses Bildgebungsverfahren, die Position von verändertem Gewebe in der Brust und zu benachbarten Strukturen zu bestimmen und damit schneller eine genauere Diagnose zu stellen. „Das neue Mammografiegerät ist die bestmögliche Kombination aus den Vorteilen von Mammografie und Ultraschall“, erklärt Dr. med. Walter Volkmar, Leiter der Abteilung Gynäkologische Radiologie.

Darüber hinaus arbeitet das Gerät im Vergleich zu Vorgängermodellen wesentlich körperschonender. Denn das Pressen der Brust im Gerät wird nicht mehr wie bisher durch die Medizinisch-technische Assistenz (MTA) gesteuert, sondern durch das Gerät selbst und damit viel komfortabler für die Patientin. Die Apparatur stoppt, sobald ein bestimmter Widerstand erreicht ist. Das ist deutlich früher der Fall als bei der externen Steuerung. „Für die Frauen, die zu uns kommen, ist das eine große Erleichterung“, so Dr. Volkmar weiter.

„In der Behandlung von Brustkrebs hat das Klinikum Chemnitz einen hervorragenden Ruf bei den Patientinnen in der Region“, sagt Prof. Dr. med. habil. Jens Oeken, Ärztlicher Direktor des Klinikums Chemnitz. Die Grundlage für diesen Erfolg schaffe das OCC, das in seinem Brustzentrum die Experten aus verschiedenen Fachdisziplinen zur engen Kooperation zusammenführe. Am Anfang stehe immer die schnelle und sichere Diagnose. Dieser Part werde durch das High-End-Mammografiegerät in der Gynäkologischen Radiologie nun auf ein neues Niveau gehoben. „Damit beweist das Klinikum Chemnitz einmal mehr seinen Status als Krankenhaus der Maximalversorgung, das in der Region Südwestsachsen für beste medizinische Versorgung steht“, so Prof. Oeken weiter.

Hinweise für Medienvertreter: Die der Pressemitteilung beigefügten Fotos zeigen Röntgenassistentin Christina Scheuermann am neuen Mammografie-Gerät von Siemens in der Abteilung Gynäkologische Radiologie des Instituts für Radiologie und Neuroradiologie am Klinikum Chemnitz sowie Leiter Dr. med. Walter Volkmar, Assistenzärztin Dr. medic. Maria-Cristina Peiu und Röntgenassistentin Christina Scheuermann bei der Einrichtung des Mammografiegerätes vor der Inbetriebnahme. Die Fotos können in Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung und dem Hinweis Klinikum Chemnitz honorarfrei verwendet werden.

Download der Pressemitteilung ( 54,67 KB, pdf )

Download Foto Röntgenassistentin Christina Scheuermann am neuen Mammografie-Gerät von Siemens ( 3,35 MB, jpg )

Download Foto Team bei der Einrichtung des Mammografiegerätes vor der Inbetriebnahme ( 1,20 MB, jpg )

Qualität

Qualität steht bei uns an erster Stelle. Erfahren Sie mehr über unsere Qualitätsstandards.

Klinoskop

Lesen Sie online das Klinoskop, die Firmenzeitschrift des Klinikums Chemnitz.

Babygalerie

Wir sind in der Geburtshilfe des Klinikums Chemnitz zur Welt gekommen.