Rezertifizierung und Umbau der Stroke Unit

Chemnitz – Die spezielle Schlaganfallstation der Klinik für Neurologie am Klinikum Chemnitz ist erneut zertifiziert worden. Die Auditoren der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft mit Sitz in Berlin waren nach dem aufwändigen Überprüfungsverfahren von der hohen Behandlungsqualität des Teams und dessen technischer Ausstattung abermals überzeugt und stellten der Stroke Unit das Zertifikat für weitere drei Jahre aus. In der Klinik werden rund 1.400 Schlaganfall-Patienten im Jahr behandelt.

Das Klinikum hatte bislang schon stets die aktuellsten Therapien angewandt und die neueste Technikausstattung zur Verfügung gestellt. Gerade in der jüngsten Vergangenheit aber hat die Komplexität der Schlaganfallbehandlung erheblich zugenommen. Außerdem konnten aus zahlreichen abgeschlossenen, wissenschaftlichen Studien neue Erkenntnisse gewonnen werden, die in die Therapie eingeflossen sind. So können heute wesentlich mehr Patienten von der neuen Schlaganfallversorgung profitieren. Das Klinikum Chemnitz hat entsprechend den anspruchsvollen Erweiterungen der Anforderungen Rechnung getragen und sein Therapie-Angebot vergrößert und technisch modernisiert. So stehen inzwischen 16 Betten für Schlaganfall-Patienten und modernste Technik für die bestmögliche Diagnostik zur Verfügung.

Dirk Balster, Kaufmännischer Geschäftsführer: „Das Klinikum als Maximalversorger ist immer ganz nah am Puls der Zeit geblieben und hat stets Spitzenmedizin vorgehalten. Die Erkenntnisse der Forschung sind enorm und dem folgen wir mit der adäquaten Ausstattung für höchste Anforderungen an die medizinische Versorgung. Seit dem vergangenen Jahr haben wir daher unsere Anstrengungen als Maximalversorger nochmals deutlich verstärkt. Unsere Stroke Unit steht heute zukunftssicher da und bietet die neuesten Therapiemöglichkeiten.“ Darüber hinaus seien am Klinikum die Wege kurz, so Balster. In der Schlaganfallbehandlung zähle jede Minute für den Patienten. Alle an der schnellen Behandlung beteiligten Fachklinika seien rasch zu erreichen, die Spezialisten schnell am Patienten. Dies zusammen stärke die Bedeutung des Maximalversorgers in der Region für eine heimatnahe Behandlung in Südwestsachsen auf absolutem Top-Niveau.

„Die Stroke Unit am Klinikum Chemnitz entstand als eine der ersten in Deutschland. Heute gewährleisten wir die Interventionsbereitschaft rund um die Uhr“, resümiert Prof. Dr. med. habil. Bernhard Rosengarten, Chefarzt der Klinik für Neurologie. Gegründet im Jahr 2000, sei sie bereits nahezu ebenso lang von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft zertifiziert. „Erweiterte Indikationen machen auch neue Techniken notwendig. Zukunftsweisend wenden wir beispielsweise neben der infusionsgestützten Lyse-Therapie auch die katheterbasierte Thrombektomie an und können so erheblich breitere Zeitfenster für eine erfolgsversprechende Schlaganfalltherapie abdecken.“ Bereits heute sei das Institut für Radiologie und Neuroradiologie am Klinikum Chemnitz in der interventionellen Schlaganfallbehandlung mit weit mehr als 150 behandelten Patienten im Jahr eines der größten Zentren seiner Art in Sachsen und habe weitreichende Erfahrung und Kompetenz, ergänzt Prof. Rosengarten. Das Klinikum sei also sehr gut gerüstet und die gesundheitsversorgende Bedeutung für den Raum Südwestsachsen werde weiter steigen.

Die Stroke Unit ist für die Akutphase der Erkrankung zuständig. Dort werden Patienten mit einem Schlaganfall aufgenommen, untersucht und behandelt. Während der sogenannten Akutphase des Schlaganfalls ist der Gesundheitszustand oft noch instabil und der Krankheitsverlauf durch intensive Überwachung und Behandlung gut zu beeinflussen. „Wir gewährleisten als eine der größten Stroke Units hierzulande die neurologische Betreuung rund um die Uhr, die weit über die Routineanforderungen hinausgeht“, sagt Dr. med. Jens Schwarze, Leiter der Stroke Unit und Oberarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Chemnitz.

Ziel für das medizinische Team der Stroke Unit ist es, von Beginn des Aufenthaltes an die Symptomatik zu verbessern und sekundäre Komplikationen, beispielsweise eine Lungenentzündung oder Beinvenenthrombosen, zu verhindern, denn „wissenschaftliche Untersuchungen haben belegt, dass die Folgeschäden geringer sind, wenn bei den Patienten bereits innerhalb von 24 Stunden nach dem Schlaganfall mit Logo-, Ergo- und Physiotherapie begonnen wird“, sagt Dr. Schwarze.

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