Covid-19: Allmähliche Wiederaufnahme des Krankenhausbetriebes

| Datum: Dienstag, den 21.04.2020 um 15:18 Uhr

Das Klinikum Chemnitz als Maximalversorger und Koordinationsstelle der Anstrengungen im Landesdirektionsbezirk Chemnitz zur Eindämmung und Behandlung der Corona-Infektionen ist weiterhin vorbereitet auf eine große Zahl von Patienten, die schwer an Covid-19 erkrankt sind und stationär behandelt werden müssen. Entnehmen Sie unserem Statistik-Teil die aktuellen Zahlen der stationär behandelten mit SARS-CoV-2 Infizierten mit der Zahl der beatmeten Patienten sowie der Verdachtsfälle. Im nachrichtlichen Teil geht es heute um den Start einer schrittweisen Wiederaufnahme des normalen Krankenhausbetriebs.

Statistik vom 21. April (immer Stand 9 Uhr des jeweiligen Tages)
Belegungszahlen KW 16/17 (KC)
Datum // Covid-19 // davon beatmet // Verdachtsfälle
14. April // 22 // 1 // 12
15. April // 22 // 1 // 14
16. April // 23 // 2 // 21
17. April // 19 // 1 // 22
18. April // 14 // 1 // 22
19. April // 14 // 1 // 20
20. April // 11 // 1 // 16
21. April // 11 // 1 // 13

29 Covid-19-Patienten konnten bislang geheilt entlassen werden, darunter eine
91-Jährige ins häusliche Umfeld und eine 93-Jährige in die Rehabilitation. Der erste bekannt gewordene Fall einer schwangeren deutschen Patientin nahm ebenfalls einen guten Verlauf. Die gesunde Mutter hat in der vergangenen Woche ihr gesundes Kind im Klinikum Chemnitz zur Welt gebracht.
Die aus Italien übernommenen Patienten wurden heute Vormittag vom Kaufmännischen Geschäftsführer Dirk Balster, Chefarzt Prof. Dr. med. Stefan Hammerschmidt und dem Team der Station entlassen und Richtung Flughafen Halle/Leipzig verabschiedet. „Wir sind sehr froh, dass wir die beiden Patienten, die gemeinsam zur Behandlung zu uns gekommen sind, auch gemeinsam wieder entlassen konnten“, sagte Prof. Hammerschmidt, Chefarzt der Klinik für Pneumologie.
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Wiederaufnahme des regulären Krankenhausbetriebs schrittweise und vorsichtig

Noch vor dem Anstieg der Zahlen von Covid-19-Patienten hat das Klinikum Chemnitz den regulären Krankenhausbetrieb so angepasst, dass genügend Kapazitäten für die stationäre Behandlung schwererkrankter Infizierter vorhanden sind. Geplante Operationen und Behandlungen, die medizinisch nicht dringlich waren, wurden verschoben. Die Zahl der Intensivbetten mit Beatmungstechnik wurde aufgestockt. Um mit SARS-CoV-2 Infizierte und Verdachtsfälle zu isolieren, wurden Häuser und Stationen speziell für diese Patientengruppe vorbereitet. Betrachtet man nun die Belegung seit dem 1. März, zeigt sich, dass mindestens 600 der 1.775 Planbetten derzeit leer stehen. Zugleich ist die Zahl der stationär aufgenommenen Covid-19-Patienten recht konstant, aber niedriger als erwartet.

„Diese Entwicklung ist aus unserer Sicht grundsätzlich positiv und gibt uns die Aufgabe auf, so wie es am Freitag auch der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn formuliert hat, schrittweise in einen Regelbetrieb zurückzukehren“, sagt Dirk Balster, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums. Damit soll diese Woche begonnen werden. Darauf haben sich Dirk Balster und die beiden anderen Koordinatoren für die Erfassung und Steuerung von Krankenhausbelegungen mit Covid-19-Patienten für Sachsen an den Universitätskliniken in Dresden und Leipzig verständigt. Vorrang in der Behandlung hätten nach wie vor die medizinisch dringlichen Fälle, so wie es in der Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen formuliert sei. Die Strategie des Klinikums Chemnitz zur Wiederaufnahme des Regelbetriebes ist so konzipiert, dass der Maximalversorger jederzeit unverzüglich auf eine wieder steigende Zahl von Covid-19-Patienten reagieren kann. „Wie die Zahlen sich aufgrund der seit Montag gelockerten Alltagsbeschränkungen entwickeln, kann niemand sicher vorhersagen“, sagt Dirk Balster. Vor diesem Hintergrund kann das Hochfahren, zum Beispiel beim OP-Betrieb in verschiedenen Kliniken, nur schrittweise und vorsichtig geschehen.

Zudem gelten folgende Voraussetzungen, damit der Schritt medizinisch erfolgreich wird: Das Besuchsverbot bleibt bestehen. Die Mitarbeiter halten die strengen Vorgaben der Abteilung Krankenhaus- und Umwelthygiene ein. Das standardmäßige Testen bei den Mitarbeitern hat eingesetzt – differenziert nach Einsatzbereichen. Wir beginnen damit in den sogenannten kritischen Bereichen wie Notaufnahme und Intensivstationen. Zudem muss die Ausstattung an Verbrauchs- und Arzneimitteln ausreichend sein. Die jetzige Reichweite des Lagerbestandes ermöglicht diesen Schritt zur regulären Patientenversorgung.

 

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