Informationen zum Coronavirus

Informationen zum Coronavirus

Liebe Patientinnen und Patienten,
wenn Sie den Verdacht haben, am Corona-Virus erkrankt zu sein: Bitte betreten Sie nicht die Klinik oder Station, sondern rufen Sie an oder nutzen Sie die Außenklingel! Sollten Sie dagegen beschwerdefrei sein, waren aber in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet oder hatten Kontakt zu einem bestätigten Coronavirus-Fall, rufen Sie bitte das Gesundheitsamt von Chemnitz an unter Tel.: 0371 488-5302.

Aktuelle Informationen erhalten Sie auch über das Bürgertelefon der Stadt Chemnitz: 0371 488-5321.

Fragen und Antworten

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Wie bei der normalen Grippe und anderen Atemwegsinfektionen: Husten und Niesen Sie nur in Ihre Ellenbeuge, nicht in Ihre Hand. Waschen und desinfizieren Sie sich regelmäßig die Hände und halten Abstand zu Erkrankten (> 1,5 m). Da auch die Grippe derzeit in Deutschland um sich greift, sind diese Maßnahmen generell empfehlenswert.

Wie lange dauert es, bis die Krankheit ausbricht?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit 2 bis 14 Tage beträgt. Im Schnitt beträgt sie fünf bis sechs Tage.

Welche Symptome haben Erkrankte?

Die Symptome ähneln denen der gewöhnlichen Grippe, beginnen aber nicht schlagartig, sondern eher schleichend: Fieber, Schnupfen, trockener Husten, Halsschmerzen. Im weiteren Verlauf kann es bei einigen Patienten zu Kurzatmigkeit, Luftnot sowie einer Lungenentzündung kommen. In seltenen Fällen klagten Betroffene über Übelkeit und Durchfall.

Wie sollte man reagieren, wenn man Symptome bei sich oder seinen Mitmenschen feststellt?

Auf keinen Fall sollten Sie ohne vorherigen Anruf zum Hausarzt oder in ein Krankenhaus gehen – sonst besteht die Gefahr, dass Sie weitere Personen anstecken. Gerade in Krankenhäusern befinden sich viele immungeschwächte Menschen. Wenn Sie befürchten, sich mit dem Virus infiziert zu haben, können Sie sich über das Infotelefon beim Gesundheitsamt Chemnitz informieren (0371 488-5321). Bei begründetem Krankheitsverdacht rufen Sie bitte zunächst bei der Hotline des Gesundheitsamtes (0371 488 5302) an. Die Mitarbeiter dort werden Ihnen kompetent weiterhelfen. Bei stärkeren Symptomen wie Luftnot und hohem Fieber rufen Sie im Zweifelsfall den Notarzt.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Man geht bislang davon aus, dass die Ansteckung in erster Linie über den Respirationstakt, sprich über die Atemwege, passiert. Das bedeutet auch, dass eine korrekte Händehygiene (Händewaschen mit Wasser und Seife) wichtig ist: Viren, die auf Hände gelangen, können über das Berühren von Mund, Nase und Bindehäuten übertragen werden. Eine solche Händehygiene ist daher ein wichtiger Teil der Vorsichtsmaßnahme.

Kann man sich über importierte Waren aus Risikogebieten anstecken?

Das ist nach derzeitigem Stand sehr unwahrscheinlich: Coronaviren besitzen eine relativ geringe Umweltstabilität, d.h. die Viren überleben (außerhalb des Körpers) schwankende Umweltbedingungen nicht. (Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertungen)

Wer ist besonders gefährdet?

Es sind vor allem ältere Menschen, die schwer erkranken können. Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Diabetes mellitus werden auch zu denen mit erhöhtem Risiko gezählt. Das Ansteckungsrisiko ist für alle Personengruppen gleich! Schwangere und Kinder unter 10 Jahren haben kein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe.

Was sind Corona-Viren?

Corona-Viren sind bereits seit den 60er Jahren bekannt und können sowohl Menschen als auch Tiere infizieren (vor allem Säugetiere und Vögel). Neu sind Coronaviren also nicht – neu ist lediglich der Erregerstamm, der sich derzeit verbreitet. Die Viren können verschiedene Krankheiten verursachen, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlich oder tödlich verlaufenden Krankheiten (wie z.B. MERS).

Gibt es einen Impfstoff?

Bislang gibt es keinen Impfstoff.

Warum müssen Personen mit Verdacht auf Coronavirus 14 Tage in Quarantäne?

Eine weitere Ausbreitung soll so gut es geht verhindert werden. Die Inkubationszeit des Virus beträgt 14 Tage, weshalb der Gesundheitszustand über diesen Zeitraum beobachtet werden muss. Die sozialen Kontakte von Betroffenen müssen so lange auf ein Minimum reduziert werden.

Wenn ich nicht zum Hausarzt gehen soll, woher erhalte ich dann meine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?

Wenn Sie eine Corona-Infektion vermuten, bitten wir Sie, sich nicht in ein Wartezimmer zu setzen oder in die Warteschlange einzureihen. Bleiben Sie nach Möglichkeit Zuhause und rufen die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes an. Die Mitarbeiter werden Ihnen telefonisch mitteilen, ob Ihr Verdacht berechtigt ist und Sie auf die Krankheit getestet werden sollten. Falls Sie getestet werden, erhalten Sie von den Behörden unmittelbar nach dem Abstrich entsprechende Dokumente, die Sie wie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nutzen können.

Ich glaube, ich bin an dem Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankt, was mache ich?

Wenden Sie sich telefonisch an die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes Chemnitz (oder an das Klinikum Chemnitz) und lassen Sie sich fachkundig beraten. Vor allem: Bleiben Sie entspannt, bleiben Sie Zuhause, trinken Sie viel und kurieren Sie die Krankheit aus – so, wie Sie es bei einem grippalen Infekt tun würden. Bei schlimmer verlaufenden Symptomen, dauerhaft hohem Fieber und Luftnot sollten Sie selbstverständlich´den Notarzt verständigen.

Soll ich einen Mundschutz tragen?

Nein. Ein Mundschutz schützt den Ungeübten nicht vor Infektionen. Am besten schützt eine gute Händehygiene. Niesen und Husten Sie nur in Ihre Ellenbeuge, nicht in Ihre Hände. Wenn Sie bereits unter einer Infektion leiden, dann kann ein fachgerecht angelegter Mund-Nasen-Schutz dazu dienen, Ihre Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen. Allerdings verliert der Schutz seine Wirksamkeit bei Durchfeuchtung.

Warum gibt es eine 14-tägige Quarantäne?

Die Dauer der Quarantäne richtet sich bei Kontakten (sog. Ansteckungsverdächtigen) nach der maximalen Inkubationszeit (14 Tage), bei Erkrankten nach der Virusausscheidung, die man entsprechend kontrolliert und die in der Regel nicht länger als 12 - 14 Tage (sog. Zeitraum der Kontagiosität) anhält. Durch eine solche Quarantäne soll also vor allem die Ausbreitung des Virus verlangsamt bzw. verhindert werden.

Wo gibt es weitere Informationen?

Weiterführende Informationen findet Fachpersonal auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Weiterführende Informationen für Privatpersonen inkl. Hygienetipps stellen das Gesundheitsamt Chemnitz www.chemnitz.de/chemnitz/de/leben-in-chemnitz/gesundheit/gesundheitsschutz/coronavirus/index.html sowie das Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter www.infektionsschutz.de zur Verfügung.

 

Schwangerschaft und Coronavirus

- Wahrscheinlich, dass nicht über Mutterkuchen übertragbar

- Keine Daten, dass Schwangere schwerer erkranken

- Bei leichten Beschwerden nicht in Klinik kommen, da Risiko Ansteckung

- vor 22. Woche keine speziellen Maßnahmen, außer bei Blutungen und Abgang von Fruchtwasser

- ab 22. Woche bei schweren Beschwerden Kreissaal kontaktieren

 

Expertentipps aus der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin

- bei auftretenden Symptomen Vermeidung unnötiger Krankenhausbesuche

- vorher Gesundheitsamt anrufen, bei schwerwiegenden Fällen Rettungsdienst

- möglichst auf Patientenbesuche verzichten

- Anfragen beim Infotelefon des Gesundheitsamtes der Stadt Chemnitz: 0371 488-5321

- bei auftretenden Symptomen telefonisch Hausarzt oder Gesundheitsamt kontaktieren

- Niesen und Husten Sie nur in Ihre Ellenbeuge, in Einmal-Taschentücher oder auf den Fußboden

- Halten Sie Abstand zu Ihren Mitmenschen (mindesten 1,5 m)

- Fassen Sie sich möglichst nicht mit den Händen an Mund, Nase oder Augen, bevor sie gewaschen oder desinfiziert wurden

- Waschen Sie sich Ihre Hände so oft wie möglich mit Seife, Desinfektion ist auch ratsam

 - Verzichten Sie zur Begrüßung auf das Schütteln der Hände sowie Umarmungen

- Nutzen Sie die frische Luft: Lüften Sie regelmäßig und halten Sie sich im Freien auf. Wichtig: Das Tragen von Schutzmasken außerhalb von Krankenhäusern oder anderen medizinischen Versorgungseinrichtungen ist nicht notwendig.

Qualität

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