Mediterrane Lebensart auf dem Tablett: Klinik-Catering hat Speiseplan für Patienten umgestellt

| Datum: Donnerstag, den 13.08.2020 um 15:24 Uhr

Mehr Gemüse, mehr Abwechslung, besseres Fleisch: Die Klinik Catering Chemnitz GmbH (KCC) hat den Speiseplan für die Patienten des Klinikums Chemnitz komplett neu gestaltet. Seit 1. Juli gibt es in allen Kategorien bekannte Gerichte in neuer Zusammensetzung und neue Gerichte. „Wir haben insgesamt einen höheren Gemüseanteil und mehr Gerichte im mediterranen Stil“, erklärt KCC-Geschäftsführerin Dorett Sauer. Das Fleisch kommt jetzt von einem anderen Anbieter, der bessere Qualität liefert. Die Patienten werden auch künftig Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffeln, Schweineschnitzel mit Mischgemüse oder paniertes Fischfilet zur Auswahl haben. Daneben habe die KCC jetzt aber auch Couscous orientalisch, Ragout von Hokkaido und Okra mit Polentataler oder bunte vegetarische Eintöpfe im Angebot.

Mehrere Monate habe es gedauert von den ersten Ideen für einen neuen Speiseplan bis zum tatsächlichen Start im Juli. Neben dem laufenden Betrieb und in der Hochzeit der ersten Corona-Infektionswelle seien zahlreiche Tests nötig gewesen, bis das Essen optisch und geschmacklich den Qualitätsanforderungen der KCC entsprochen habe und die logistischen Abläufe eingetaktet sind, erklärt die KCC-Chefin. „Besonders beim Auberginen-Mus haben wir lange probiert. Es schmeckt mir persönlich sehr gut und ich wollte es unbedingt auf dem Speiseplan haben“, sagt sie. Doch die ersten Male sei es immer zu fest gewesen und habe nur mit hohem Kraftaufwand aus dem Behälter auf die Tabletts portioniert werden können. Die Mitarbeiter am Band hätten schon Schmerzen im Arm gehabt. Doch irgendwann sei der richtige Feuchtegrad erreicht gewesen, damit sich das Mus erst leicht portionieren lässt und später – nach dem Transport auf Station und der Aufbewahrung im Tablettwagen – auf dem Tisch im Patientenzimmer immer noch gut aussieht und vor allem schmeckt.

Der Patientenspeiseplan sei lange Zeit nicht verändert worden. Doch Essgewohnheiten ändern sich, eine gesunde Lebensweise sei vielen Menschen wichtig. Und als Krankenhaus habe man eine besondere Verantwortung für schmackhaftes, gesundes Essen. „Also sind wir dieses Projekt jetzt angegangen“, sagt Dorett Sauer. Mit vielen Tests, auch Rückschlägen, und großem Engagement während des laufenden Betriebs haben die Mitarbeiter die neuen Gerichte inklusive Einkauf und Vorbereitung sowie Transport auf Station in die Abläufe in Küche und Logistik integriert. Offenbar erfolgreich: Die ersten Rückmeldungen der Menüberater, die jeden Tag jeden Patienten im Haus aufsuchen und mit ihm gemeinsam – und gemäß seiner Kostform – Frühstück, Mittag und Abendbrot für den Folgetag zusammenstellen, seien durchweg positiv: „Unser neuer Speiseplan kommt bei den Patienten sehr gut an“, sagt Dorett Sauer.

Die Klinik Catering Chemnitz GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen des Klinikums Chemnitz. Die KCC produziert und verteilt das Patientenessen im Klinikum Chemnitz und betreibt Cafeterien fürs Klinikum, fürs Justizzentrum auf dem Kaßberg und die Landesdirektion in Altchemnitz. Täglich werden rund 1.800 Patienten mit drei bis vier Mahlzeiten versorgt sowie mehrere hundert Essensportionen in den Cafeterien aufgetischt.

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