Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
weitere Informationen unter: bereitschaftspraxen.116117.de
Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
weitere Informationen unter: bereitschaftspraxen.116117.de
Wusstet ihr, dass die Dosierung vieler Medikamente jahrzehntelang überwiegend anhand von männlichen Probanden ermittelt wurde? Dass Frauen mit Herzinfarkt zwar ebenso häufig über Brustschmerzen berichten wie Männer, bei ihnen aber ganz oft andere Beschwerden wie Übelkeit, Rücken- oder Kieferschmerzen im Vordergrund stehen? Dass bei Frauen daher der Herzinfarkt häufig nicht erkannt wird und sie im Mittel zwei bis drei Stunden später in der Klinik ankommen? Und dass Männer nach einem Bruch bei geringem Trauma weit seltener auf eine Osteoporose untersucht werden als Frauen? Die Geschlechtersensible Medizin erforscht, wie biologische, psychische und soziokulturelle Faktoren Krankheitsentstehung, Diagnosen und Therapien beeinflussen. Sie stellt den historischen Standard des männlichen Referenzpatienten infrage und ermöglicht so eine präzisere, individuellere und gerechtere Versorgung für alle Menschen.
Um dieses Thema sowohl in der Wissenschaft als auch in der Aus- und Weiterbildung zu verankern, setzt das Klinikum Chemnitz auf die Arbeitsgemeinschaft (AG) Geschlechtersensible Medizin. Seit 2025 sorgt das siebenköpfige interdisziplinäre Kernteam dafür, dass geschlechtersensible Inhalte in den Vorlesungen, Kursen und Praktika aller medizinischen Fachrichtungen des Modellstudiengangs Humanmedizin MEDiC ankommen. Diesen führt die Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden in Kooperation mit dem Klinikum Chemnitz am Medizincampus Chemnitz durch. Auch die Prüfungsformate und Lernzielkataloge werden angepasst. Darüber hinaus wird die strategische Forschungsausrichtung um geschlechtersensible Fragestellungen erweitert und studentische Projekte in diesem Bereich werden gefördert. Damit geschlechtersensible Standards in Lehre, Sprache und Prüfungen einheitlich umgesetzt werden, qualifiziert die AG auch die Lehrenden durch gezielte Fortbildungen, didaktische Schulungen sowie praxisnahe Leitfäden und Checklisten. Für die wissenschaftliche Arbeit sind weitere Fachpublikationen und eigene Forschungsprojekte der AG in Vorbereitung.
Der AG gehören Dr. Maike Fedders (Leiterin der Zentralapotheke), Dr. Paul Warncke (Wissenschaftlicher Leiter des Zentrums Klinische Studien), Carolin Alexandra Boldt (Apothekerin der Zentralapotheke), Prof. Dr. Dieter Fedders (Chefarzt der diagnostischen und interventionellen Radiologie) und Prof. Dr. Korinna Jöhrens (Chefärztin des Instituts für Pathologie) an – auf dem Foto von links nach rechts zu sehen. Ebenfalls Teil des Teams sind Prof. Dr. Katrin Engelmann (ehemalige Chefärztin der Klinik für Augenheilkunde) und Dr. Anica Kilper (Oberärztin der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie), die auf dem Bild fehlen.