Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
weitere Informationen unter: bereitschaftspraxen.116117.de
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Zum 1. Juli eröffnet das Klinikum Chemnitz die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie unter der Leitung von Chefärztin Dr. med. Dr. med. dent. Maria Lenk. Mit der Neugründung erweitert der Maximalversorger sein Behandlungsangebot und reagiert auf eine erhebliche Versorgungslücke in Chemnitz und Umland, wo Psychosomatische Medizin und Psychotherapie bislang nur punktuell vertreten ist. Als Fachgebiet an der Schnittstelle von körperlicher und psychischer Gesundheit wird die neue Klinik eng mit den somatischen und psychiatrischen Fachbereichen des Klinikums zusammenarbeiten und damit die interdisziplinäre Behandlung komplexer Krankheitsbilder stärken.
„Psychosomatische Medizin versteht sich als Brücke zwischen Körper, Psyche und Lebenssituation. Gerade in einer Zeit hochspezialisierter und organbezogener Medizin fällt es manchen Patientinnen und Patienten schwer, diese Ebenen zu einem ganzheitlichen Verständnis ihrer Erkrankung und ihrer eigenen Einflussmöglichkeiten zusammenzuführen“, sagt die neue Chefärztin Dr. Lenk. Die psychosomatische Medizin unterstütze Menschen mit primär psychischen Erkrankungen ebenso wie Menschen, die infolge körperlicher Erkrankungen oder belastender Lebensveränderungen in Krisen geraten sind. Dabei verstehe sie sich auch als eine Beziehungsmedizin, die schwere Lebenssituationen gemeinsam trägt und Menschen dabei unterstützt, neue Perspektiven, Handlungsmöglichkeiten und Freiheit in der Gestaltung ihres Lebens zurückzugewinnen.
„Der enge, komplexe Zusammenhang zwischen Körper und Psyche sowie deren gegenseitige positive wie negative Beeinflussung sind lange bekannt und Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Da ist es für uns als Krankenhaus der Maximalversorgung nur folgerichtig, die psychosomatische Medizin nun auch als eigene Abteilung in unserem Leistungsspektrum zu verankern und damit die Möglichkeiten dieser Schnittstellen-Disziplin einem größeren Patientenkreis zugänglich zu machen“, sagt Prof. Dr. Martin Wolz, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz. „Mit Frau Dr. Lenk konnten wir eine hervorragende Medizinerin und Wissenschaftlerin mit umfassender und breit gefächerter Expertise als Chefärztin für unsere neue Klinik am Klinikum Chemnitz gewinnen. Wir freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit und neue Impulse in der Diagnostik und Therapie psychosomatischer Erkrankungen.“
Behandelt wird in der neuen Klinik für Psychosomatische Medizin ein breites Spektrum psychosomatischer und psychischer Erkrankungen – beispielsweise von Angst-, Zwangs- und depressiven Störungen bis hin zu körperbezogenen Beschwerden psychosomatischer oder somatopsychischer Genese. Das Behandlungsangebot wird schrittweise aufgebaut und umfasst zunächst ambulante und tagesklinische Therapieangebote. Im weiteren Verlauf folgen stationäre Versorgungsstrukturen.
Die neue Klinik will nicht nur die Versorgung von heute stärken, sondern auch den ärztlich-psychosomatischen Nachwuchs von morgen fördern und damit ein bislang in der Region kaum vertretenes Fachgebiet nachhaltig in Chemnitz etablieren. Für Studierende des Modellstudiengangs Humanmedizin MEDiC eröffnet sie künftig Möglichkeiten für Lehre, Famulaturen, Facharztausbildung sowie Promotions- und Forschungsvorhaben vor Ort. Damit entsteht eine wichtige Grundlage für die langfristige Stärkung der regionalen stationären und ambulanten psychosomatischen Versorgung.
Dr. med. Dr. med. dent. Maria Lenk ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Zahnärztin und kehrt nach mehr als zehn Jahren klinischer, wissenschaftlicher und lehrender Tätigkeit in der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum Dresden in ihre Heimatstadt Chemnitz zurück. Zuletzt leitete sie die Tagesklinik für Somatoforme Störungen sowie den Forschungs- und Behandlungsbereich „Psychosomatische Erkrankungen in der Zahnmedizin“. Mit ihrer Doppelqualifikation als Ärztin und Zahnärztin verbindet sie psychosomatische, medizinische und zahnmedizinische Perspektiven in Versorgung, Forschung und Ausbildung. Die langjährige Verbundenheit mit der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik sowie der UniversitätsZahnMedizin Dresden soll bei gemeinsamen Forschungs- und Lehrprojekten fortgeführt werden.