Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
weitere Informationen unter: bereitschaftspraxen.116117.de
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Wenn ein Baby viel zu früh auf die Welt kommt, beginnt der Start ins Leben für die ganze Familie anders als geplant. Das hat auch Lena Rossa vor fünf Jahren erlebt, als ihre Tochter Elly vier Wochen lang auf unserer neonatologischen Intensivstation versorgt wurde. Aus eigener Erfahrung weiß sie, dass die kleinen Kämpfer in dieser Zeit nicht nur hochspezialisierte Medizin benötigen, sondern auch ganz viel Zuwendung und Geborgenheit. Deswegen hat sie der Station nun schon zum zweiten Mal liebevoll selbst gehäkelte Kraken und Quallen geschenkt.
Die Arme dieser kleinen Stoffoktopusse sollen die Neugeborenen an die vertraute Nabelschnur im Bauch der Mutter erinnern. In der Gebärmutter umgreifen Babys diese ganz automatisch. Das gibt ihnen Halt und Sicherheit. Nach der Geburt greifen Frühgeborene oft reflexartig nach den lebensnotwendigen Schläuchen oder Sonden. Das kann jedoch gefährlich werden. Der gehäkelte Oktopus bietet hier eine wunderbare Alternative.
„Die kleinen Häkelkraken sind eine wertvolle Ergänzung im Stationsalltag“, betont Katrin Höpner, Pflegebereichsleiterin Neonatologie. „Wenn sich die Frühchen an den Tentakeln festhalten, schenkt ihnen das ein bisschen Sicherheit. Wir beobachten oft, wie sich Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung stabilisieren und die Babys seltener nach ihren Sonden greifen.“
Eine dieser kleinen Kämpferinnen ist Emma. Sie kam in der Schwangerschaftswoche 26+1 und damit mehr als 14 Wochen zu früh zur Welt, mit gerade einmal 845 Gramm und 36 Zentimetern. Doch Emma bewies von der ersten Minute an, wie viel Lebenswillen in ihr steckt.
Heute, mehr als einen Monat später, hat sich Emma in der liebevollen Obhut der Frühgeborenenstation prächtig entwickelt. Neben den unendlich wertvollen Kuscheleinheiten mit ihren Eltern – dem sogenannten Känguruhen, bei dem Haut auf Haut gekuschelt wird – hat sie im Wärmebettchen stets ihren gehäkelten Begleiter an der Seite. Fleißig trinkt die kleine Maus ihre Milch und hält sich dabei mit ihren winzigen Fingerchen an den weichen Tentakeln fest. Der Häkelkrake ist ihr dabei eine kuschelige Stütze auf ihrem Weg ins Leben.