Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
weitere Informationen unter: bereitschaftspraxen.116117.de
Dresdner Straße 178
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Lungenkrebs ist mit rund 57.200 Neuerkrankungen pro Jahr eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Mit knapp 45.000 Todesfällen pro Jahr ist es gleichzeitig die Krebserkrankung mit der höchsten Todesrate. Hauptursache für Lungenkrebs ist das Rauchen, auf das 80 bis 90 Prozent aller Fälle zurückgehen. Da der Tumorbefall im Frühstadium meist symptomlos bleibt, wird er oft erst spät erkannt – 74 Prozent aller Diagnosen erfolgen im fortgeschrittenen Stadium.
Neben dem Rauchstopp, dem Schutz vor Passivrauchen sowie einer gesunden Lebensweise zur Vorsorge bietet das Lungenkrebs-Screening für Risikogruppen eine gezielte Möglichkeit zur Früherkennung. Mittels einer Niedrigdosis-Computertomografie (NDCT) des Brustkorbs mit besonders geringer Strahlendosis können frühzeitig kleinste Gewebeveränderungen sichtbar gemacht werden – lange bevor Beschwerden auftreten. Gerade die Früherkennung und damit frühzeitige Therapie erhöht die Chancen, Lungenkrebs zu heilen.
Das Angebot richtet sich an Raucherinnen und Raucher (auch ehemalige) im Alter zwischen 50 und 70 Jahren, die gesetzlich krankenversichert sind. Weitere Voraussetzung ist ein vorangegangener oder aktueller Tabakkonsum von mindestens 15 Jahren mit durchschnittlich 20 Zigaretten pro Tag. Bei Ex-Rauchern darf ein Rauchstopp maximal 10 Jahre zurückliegen.
Der Weg ins Screening führt über eine Hausarztpraxis oder eine Praxis für Innere Medizin, Pneumologie oder Arbeitsmedizin. Dort werden die Voraussetzungen nochmals geprüft, das vorgeschriebene Aufklärungsgespräch geführt und — bei erfüllten Kriterien — die Überweisung ausgestellt. Ein nochmaliges Aufklärungsgespräch, die NDCT-Untersuchung und die Erstbefundung erfolgen dann in zertifizierten radiologischen Praxen, die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) als Screening-Einheiten anerkannt sind, unter anderem im Praxiszentrum für Radiologie in der Praxiswelt der Poliklinik Chemnitz.
Bei unklaren oder auffälligen Ergebnissen übernimmt das Institut für Radiologie und Neuroradiologie des Klinikums Chemnitz die Zweitbefundung. Im zertifizierten Lungenkrebszentrum des Onkologischen Centrums Chemnitz (OCC) werden die Befunde interdisziplinär diskutiert, im Bedarfsfall eine weiterführende Diagnostik veranlasst und therapeutische Vorschläge unterbreitet.
Da es für die Allgemeinbevölkerung ohne erhöhtes Risiko für Lungenkrebs kein flächendeckendes Screening gibt, bleibt das frühzeitige Reagieren auf Warnzeichen entscheidend. Eine ärztliche Abklärung ist vor allem bei Husten, der länger als drei bis vier Wochen anhält, Veränderungen des gewohnten Hustenmusters, Bluthusten sowie Atemnot oder Schmerzen im Brustkorb ratsam.
Weitere Informationen zum Screening gibt es hier: www.lungenkrebsscreening-sachsen.de
Details zum Lungenkrebszentrum stehen unter: https://www.klinikumchemnitz.de/kliniken-bereiche/behandlungszentren/onkologisches-centrum-chemnitz/organkrebszentren