Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
weitere Informationen unter: bereitschaftspraxen.116117.de
Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
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Die Theorie sitzt. Doch wie fühlt es sich an, das erste Mal eine Nadel zu setzen oder im Notfall sekundenschnell zu entscheiden? Um genau diese Brücke zwischen Hörsaal und Krankenbett zu schlagen, gibt es das Medizinische Trainingszentrum MEDiCus (SkillsLab) am Klinikum Chemnitz. Als geschützter Praxisraum bietet es den Medizinstudierenden des Modellstudiengangs MEDiC der TU Dresden die perfekte Umgebung, um klinische Fähigkeiten zu trainieren. Hier lernen sie bereits ab dem zweiten Semester an realitätsnahen Modellen handwerkliche Griffe wie Blutabnahmen oder das richtige Reagieren in Akutsituationen – noch bevor der erste echte Patientenkontakt ansteht.
Eine wichtige Säule dieses Konzepts ist das neunköpfige Team aus Studentischen Hilfskräften (SHKs). Eine von ihnen ist die 24-jährige Clara Dombrowski. Seit April 2023 wechselt sie regelmäßig die Perspektive: Im SkillsLab ist sie nicht mehr nur Lernende im zehnten Fachsemester, sondern gibt ihr Wissen direkt an die jüngeren Jahrgänge weiter. Neben ihrem anspruchsvollen Studium investiert Clara monatlich 10 bis 20 Stunden im Trainingszentrum. Nach einer intensiven Hospitationsphase leitet sie heute auf ärztliche Anweisung verschiedene Trainingsstationen komplett eigenständig. Wenn jeden Mittwoch das freie Training ansteht, zeigt sie den jüngeren Studierenden zum Beispiel sterile Arbeitstechniken, das Vorbereiten von Infusionen oder das Legen von Blasenkathetern. „Wir kennen uns untereinander, das nimmt einfach die Hemmungen“, beschreibt Clara die Dynamik des Peer-to-Peer-Ansatzes. „Es fällt den Jüngeren viel leichter, uns simplere Fragen zu stellen, die man sich vor Dozierenden vielleicht nicht traut. Ich leite unheimlich gerne an und weiß aus eigener Erfahrung, wie viel wert es ist, eine Technik gut und geduldig erklärt zu bekommen.“
Dieses Engagement schafft eine klassische Win-win-Situation: Während das feste MEDiCus-Team tatkräftig unterstützt wird, profitieren die jüngeren Studierenden von einer entspannten Lernumgebung. Gleichzeitig ist die Lehrtätigkeit auch für die SHKs selbst eine enorme Bereicherung, da das Erklären das eigene Wissen festigt und Sicherheit für den Stationsalltag schenkt. Durch die intensive Betreuung in Kleingruppen entsteht ein geschützter Raum, der Fragen und Fehler als wichtigen Teil des Lernprozesses begreift. Das macht das SkillsLab zu einem unverzichtbaren Ort für modernen Wissenstransfer und eine gelebte, positive Fehlerkultur.
Anlässlich des fünfjährigen Bestehens lädt das Team des SkillsLab herzlich zum Tag der offenen Tür ein. Am Mittwoch, den 8. Juli, öffnet das Zentrum von 12 bis 16 Uhr in der Flemmingstraße 2 seine Türen. Besucherinnen und Besucher können die innovative Ausbildung an computergesteuerten Phantomen hautnah erleben, modernste Simulationsszenarien besichtigen und medizinische Handgriffe sogar selbst ausprobieren.