Speiseröhren-OP ist 1.000. chirurgischer Eingriff mit Roboter-Technologie

| Datum: Donnerstag, den 02.04.2026 um 08:54 Uhr

Das Klinikum Chemnitz festigt seine Position als internationales Referenzzentrum in der roboterassistierten Chirurgie und hat vergangene Woche die Marke von 1.000 Operationen mit dem System Versius des Herstellers CMR Surgical überschritten. Bei dem Jubiläumseingriff wurde eine hochkomplexe robotische Ivor-Lewis-Ösophagektomie zur Behandlung von Speiseröhrenkrebs durchgeführt. Seit 2021 nutzt die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie – gemeinsam mit der Klinik für Thorax-, Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie – das Robotersystem Versius. Damit war das Klinikum damals die erste Einrichtung in Deutschland, die mit diesem modernen und technisch hochentwickelten System operierte. Im Gegensatz zu konventionellen Robotersystemen besteht Versius aus mobilen Einheiten und kann damit noch flexibler bei einer Vielzahl von chirurgischen Eingriffen zum Wohl der Patienten eingesetzt werden.

PD Dr. med. habil. Yusef Moulla, kommissarischer Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, hat das System für Ösophagusresektionen im Haus etabliert und gilt weltweit als einer der erfahrensten Operateure, die diesen spezifischen Eingriff mit der Versius-Plattform vornehmen. Bei der 1.000. Operation, einer robotischen Ivor-Lewis-Ösophagektomie, wurden etwa zwei Drittel der Speiseröhre sowie ein Drittel des Magens des Patienten entfernt. Aus dem verbleibenden Gewebe wurde ein Magenschlauch gebildet und mit dem Rest der Speiseröhre präzise vernäht. PD Dr. Moulla führte den fünfstündigen Eingriff durch, während Ihar Kustau, Arzt in Weiterbildung, die Instrumente einführte und assistierte. Diese komplexen Eingriffe sind primär bei Krebserkrankungen notwendig, wobei der Einsatz des Roboters die Präzision im engen Operationsfeld zwischen Brust- und Bauchraum massiv unterstützt. Das minimalinvasive Vorgehen reduziert die körperliche Belastung, den Blutverlust sowie das Risiko von Nervenschädigungen und ermöglicht den Patienten eine schnellere Genesung.

„Dass wir heute weltweit führend in der Anwendung des Versius-Systems bei Speiseröhrenresektionen sind, verdanken wir einer großartigen Teamleistung“, betont PD Dr. Moulla. „Die Marke von 1.000 robotischen Operationen am Klinikum ist für uns erst der Anfang. Die Zukunft liegt in der Symbiose aus menschlicher Erfahrung und technologischer Präzision. Als Referenzzentrum ist es unsere Aufgabe, dieses Wissen weiterzugeben und Chirurgen aus ganz Europa hier in Chemnitz auszubilden.“ Regelmäßig besuchen internationale Teams das Klinikum, um von der Chemnitzer Expertise zu profitieren. Unter der Leitung von PD Dr. Moulla und Dr. med. Sven Seifert, Chefarzt der Klinik für Thorax-, Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie, wird das Spektrum der robotischen Chirurgie kontinuierlich erweitert, um dem wachsenden Patientenbedürfnis nach schonenden, minimalinvasiven Eingriffen gerecht zu werden.

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