Starke Partner besiegeln Kooperation für eine selbstbestimmte Transformation Südwestsachsens

| Datum: Donnerstag, den 05.11.2026 um 11:29 Uhr

Am 2. November 2026 wurde in Chemnitz die One-Health-Erklärung unterzeichnet. Darin erklären die Beteiligten ihre Bereitschaft, künftig durch enge interdisziplinäre Kooperation den Wissenstransfer zwischen grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung und Technologieentwicklung bis hin zu Transferleistungen in der Gesundheitsbranche und weiteren One-Health-Anwendungen zu stärken. Damit soll eine Ausnahmestellung für Sachsen aus Südwestsachsen und Chemnitz heraus erarbeitet und der Strukturwandel gezielt unterstützt werden. Unterzeichner der One-Health-Erklärung sind das Klinikum Chemnitz mit der Gesundheitsregion Südwestsachsen, die Technische Universität Chemnitz mit dem Gesundheitscampus Chemnitz, das Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS, das Zentrum für zukunftsfähige Tierhaltung, der Verein biosaxony und die leap:up GmbH, das WIR! DIANA Bündnis und der Verein DIANA - Point-of-Care-Technologien Mitteldeutschland e. V. sowie Matthias Lißke, Projektmanager für den Masterplan Chemnitz/Südwestsachsen. Weitere wichtige Partner und Unterstützer dieser Erklärung sind die Medizinische Fakultät der Technischen Universität Dresden über den Modellstudiengang MEDiC, die Universität Leipzig, das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU sowie die MITCenter – Zentrum für medizinische Innovation und Technologie gGmbH.

One Health ist ein Denk- und Forschungsansatz, der die Gesundheit von Mensch und Tier sowie den Zustand der Umwelt als ein eng miteinander verbundenes System betrachtet und behandelt. Er umfasst Schwerpunkte aus verschiedenen Bereichen und Disziplinen, darunter Human- und Veterinärmedizin, Umwelt- und Agrarwissenschaften sowie Lebensmitteltechnologie. In all diesen Bereichen spielen interdisziplinäre, technologische Entwicklungen für die Gesundheitsvorsorge und -versorgung eine immer wichtigere Rolle – wie beispielsweise intelligente Systeme zur Analyse von Krankheitserregern, zur Erfassung wichtiger Daten oder zur Überwachung von Lebensbedingungen. Auch für Prävention, schnelle Diagnose kritischer Zustände sowie Einleitung von Gegenmaßnahmen sind neue Technologien unerlässlich. Ziel des One-Health-Ansatzes ist es, die Gesundheit von Mensch und Tier im Zusammenspiel von Ökosystemen genauer zu verstehen, diese zu erhalten und zu verbessern. Auch politisch hat er hohe Priorität und wird bereits durch mehrere Bundesministerien mit einer „Forschungsvereinbarung One Health“ unterstützt.

Die Unterzeichnung der One-Health-Erklärung ist ein weiterer Baustein für den C:HUB im Masterplan Südwestsachsen. Dazu gehören bereits zahlreiche Partner, Initiativen und Entwicklungen, um Industrie und Wirtschaft in der Region zukunftsfähig aufzustellen. Hintergrund ist der massive Umbruch, der sich aus der jahrelangen, erfolgreichen Fokussierung auf die Automobilherstellung ergibt, die nun an ihre Grenzen gelangt ist. Parallel zu den politischen Bemühungen für die Region arbeiten Kommunen mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft bereits seit längerem an diesem Masterplan Südwestsachsen, um selbstbestimmt die Transformation zu gestalten.

Mit der Erklärung einigen sich die Partner unter anderem darauf, bei künftigen Vorhaben nach einer gemeinsamen Leitlinie zu arbeiten, Technologien gemeinsam mit späteren Anwenderinnen und Anwendern zu entwickeln und zu erproben und dabei immer im Blick zu haben, wie sich gesundheitlicher Nutzen, sichere Anwendung und ökologische Verantwortung zusammenbringen lassen. Gesellschaftliche Perspektiven und praktische Bedarfe sollen stets frühzeitig einbezogen werden. Träger der gemeinsamen Initiative ist das C:HUB One-Health-Cluster. Es wird im Jahr 2027 gezielte Formate und Kooperationen ausbauen, um die überregionale Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Versorgung weiter zu stärken. Bei den „One-Health-Tagen Sachsen“ am 19. und 20. April 2027 in Chemnitz kann man sich davon einen ersten Eindruck verschaffen.

Das dieser Pressemitteilung beigefügte Bild zeigt (von links) Prof. Dr. Dr. h. c. Alexander Starke (Direktor der Klinik für Klauentiere der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig & Vorsitzender des Zentrums für zukunftsfähige Tierhaltung e.V.), Michel Kaiser (Regulatory Affairs Manager leap:up GmbH), Dr.-Ing. Mario Baum (Abteilungsleiter Health Systems, Geschäftsbereich Smart Systems, Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme), Matthias Lißke (Projektmanager Masterplan Region Chemnitz/Südwestsachsen), Henriette Auerswald (Leiterin Regionalentwicklung Gesundheitsregion Südwestsachsen | Koordinatorin C:HUB), Prof. Dr. Martin Wolz (Medizinischer Geschäftsführer Klinikum Chemnitz), Aline Lohse (Koordinatorin C:HUB), Prof. Dr. med. Ingo Bechmann (Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig), Udo Eckert (Bündnisleitung WIR! DIANA & Vorstandsmitglied DIANA e. V. / Gruppenleiter Mikrosystemfertigung Fraunhofer IWU) und Prof. Dr. Thomas Neumuth (Geschäftsführer MITCenter – Zentrum für medizinische Innovation und Technologie gGmbH). Das Foto kann mit dem Bildhinweis Foto: Klinikum Chemnitz und im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung kostenfrei verwendet werden.

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