Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
weitere Informationen unter: bereitschaftspraxen.116117.de
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Bei der medizinischen Versorgung von Schlaganfällen zählt jede Minute, insbesondere wenn seltene Ursachen wie intrakranielle Stenosen – also Verengungen der Blutgefäße direkt im Gehirn – vorliegen. Bei diesen komplexen Krankheitsbildern steht die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der Klinik für Neurologie, der Abteilung für Neuroradiologie und der Klinik für Neurochirurgie im Mittelpunkt. Die nahtlose Verknüpfung von medikamentöser Medizin, schonenden Kathetereingriffen und hochspezialisierter Chirurgie sowie Forschung bietet den Patientinnen und Patienten in der Region eine Schlaganfallversorgung auf höchstem Niveau.
Um Betroffenen Therapiemethoden auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand bieten zu können, engagiert sich unser Haus in der internationalen klinischen Forschung und nimmt unter anderem an der ICARUS-Studie teil. Dies ist eine von der Universität Basel geleitete wissenschaftliche Vergleichsstudie, an der zahlreiche Krankenhäuser weltweit mitwirken. Sie untersucht, ob der frühzeitige Einsatz von Gefäßstützen (Stents) bei durch Gefäßverkalkungen verursachten Hirngefäßverschlüssen zu besseren Resultaten führt als die bisherige Standardtherapie. Bei uns am Klinikum konnten bereits zwei Patienten in die Studie aufgenommen werden.
Die Schlaganfall-Behandlung richtet sich individuell nach dem jeweiligen Befund. In den meisten Fällen kommt zunächst die sogenannte konservative Therapie zum Einsatz, bei der die Verengung rein medikamentös behandelt wird, um die Blutgefäße zu schützen und Verstopfungen vorzubeugen. Reicht die medikamentöse Behandlung nicht aus, bringen die Spezialisten der Neuroradiologie ihre Expertise ein. Über hochpräzise Gefäßaufnahmen (Angiografien) steuern sie winzige Stents an die verengte Stelle im Gehirn, um das Blut wieder ungehindert fließen zu lassen. In seltenen, sehr komplexen Fällen setzt die Neurochirurgie mit einer minimalinvasiven Operation auf höchste Präzision. Über einen sogenannten extra-intrakraniellen Bypass wird ein Blutgefäß von außerhalb des Schädels mit einem Gefäß im Gehirn verbunden, um eine Umleitung für das Blut zu schaffen.