Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
weitere Informationen unter: bereitschaftspraxen.116117.de
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„Ich möchte gern mit Menschen arbeiten und ihnen helfen. Einen Bürojob kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Gina Jans. Die 24-Jährige ist seit fast fünf Jahren gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Da sie sich schon während ihrer Ausbildung im DIAKOMED-Krankenhaus Hartmannsdorf für die Intensivmedizin interessierte, wechselte sie vor zwei Jahren über eine Stellenausschreibung ans Klinikum Chemnitz auf die interdisziplinäre Intensivstation K061.
Der Schritt weg von der Normalstation war bewusst gewählt: „Dort hat mir die Herausforderung gefehlt. Ich musste viele Patienten zeitgleich betreuen und hatte kaum Zeit für den Einzelnen. In der Intensivpflege versorge ich nur zwei bis drei Patienten und kann viel gewissenhafter arbeiten.“ Besonders spannend findet sie heute die hochtechnisierte Patientenüberwachung und Therapieverfahren wie Beatmung, Dialyse und ECMO. Die fordernde Arbeit mache ihr großen Spaß, auch wegen der spürbaren Dankbarkeit: „Mich motiviert, dass wir viele Erfolgserlebnisse haben und viel zurückbekommen. Die Patienten sprechen uns ihr Lob aus oder schreiben Karten aus der Reha.“
Am meisten schätzt sie die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen: „Das Miteinander zwischen Ärzten und Pflegekräften ist super. Wir sind ein junges Team, verstehen uns privat sehr gut und machen regelmäßig Ausflüge.“
Das starke Umfeld hilft auch bei den emotionalen Herausforderungen des Stationsalltags: „Man begleitet Menschen in den schwersten Phasen ihrer Krankheit. Wenn Patienten aus dem Koma aufwachen, muss man sie behutsam aufklären. Aber auch die Angehörigen haben viele Fragen.“ Dass anfangs kein direkter Dialog mit den Patienten möglich war, bedeutete für Gina Jans zunächst eine Umstellung. Dennoch wird am Bett gesprochen: Man wisse nie, was die Betroffenen unterbewusst wahrnehmen.
Wie wichtig das Verarbeiten im Team ist, zeigt der Fall eines jungen Patienten, der trotz ECMO-Therapie und bester Versorgung nicht überlebte. „Bei jungen Patienten ist es besonders schlimm. Solche Geschichten nimmt man mit nach Hause“, gesteht die 24-Jährige. „Wichtig ist es dann, mit Kollegen oder Bezugspersonen zu reden, um das Erlebte nicht in sich hineinzufressen.“
Wer in der Intensivpflege arbeiten möchte, braucht laut Gina Jans Flexibilität, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Lernbereitschaft. Eigenschaften, die sie auch selbst mitbringt: Nächstes Jahr möchte sie die Weiterbildung zur Wundexpertin absolvieren, später soll die Fachweiterbildung für Intensivpflege folgen.
Die Station K061 am Standort Küchwald vereint Intensivstation (ITS), Intermediate Care (IMC) und ECMO-Kapazitäten (Extrakorporale Membranoxygenierung). Während die IMC das Bindeglied zwischen Normal- und Intensivstation ist sowie der intensiven Überwachung von Risikopatienten dient, ist die ECMO ein hochkomplexes Verfahren bei schwerstem Herz- oder Lungenversagen. Das Blut wird außerhalb des Körpers mit Sauerstoff angereichert und von Kohlendioxid befreit. Auf der K061 werden Patienten nach schweren Unfällen, großen Operationen oder mit gravierenden Vorerkrankungen rund um die Uhr auf höchstem Niveau behandelt.
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