Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
weitere Informationen unter: bereitschaftspraxen.116117.de
Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
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Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
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Falsche Dosierung, unerwünschte Nebenwirkungen, gefährliche Interaktionen: Bei der Medikation kann viel schiefgehen. Laut Studien sind weltweit etwa 5 bis 10 Prozent aller Krankenhauseinweisungen auf Nebenwirkungen zurückzuführen. Auch in Deutschland sind Arzneimittelnebenwirkungen ein häufiger Grund für Krankenhausaufenthalte, zwischen 20 und 50 Prozent sind als vermeidbar einzustufen. [Quelle: Aktionsplan 2026−2029 des Bundesministeriums für Gesundheit zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland – Aktionsplan AMTS 2026–2029]
Um dem entgegenzuwirken, hat das Team unserer Zentralapotheke bereits vor vielen Jahren damit begonnen, die Medikation von Patienten regelhaft bei der Aufnahme zu überprüfen. Was 2007 als kleines Projekt begann, ab 2018 im Geriatriezentrum und 2019 auf die Klinik für Neurologie ausgeweitet wurde, ist mittlerweile fest im Haus implementiert. Aktuell gibt es die pharmazeutische Aufnahme als eigenständigen Teil des Aufnahmeprozesses in den Kliniken Allgemein- und Viszeralchirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, HNO, Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Augenheilkunde, Kardiologie, Thorax-, Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie, Nephrologie, Hämatologie und Psychiatrie, teilweise auch in der Frauenklinik, dem Zentrum für Palliativmedizin, der Radioonkologie und in der Notaufnahme.
In der pharmazeutischen Aufnahme erfassen Pharmazeutisch-technische Assistentinnen (PTA) im Gespräch mit den Patientinnen und Patienten die Hausmedikation und prüfen diese auf Aktualität und Vollständigkeit. Im Anschluss wird die Hausmedikation in der Akte dokumentiert, auf Klinikmedikation umgestellt und hinsichtlich Arzneimittelinteraktionen überprüft. Durch dieses Vorgehen wird das ärztliche Personal unterstützt und die Arzneimitteltherapiesicherheit von Beginn an erhöht.
Eine weitere Maßnahme, um die Patientensicherheit im Krankenhaus zu stärken, ist das pharmazeutische Konsil. Wenn Ärztinnen und Ärzte Fragen zu einzelnen Patienten, zum Beispiel in Bezug auf Wechselwirkungen, Dosisanpassungen und alternative Therapieoptionen haben, können sie im Krankenhaussystem einen klinischen Auftrag erstellen. Apothekerinnen und Apotheker geben dann zum individuellen Fall Auskunft. Anfang dieses Jahres ging dieser Service an den Start. Bislang wurde er schon über 100 Mal in Anspruch genommen.
Zuletzt wurde eine Neuerung zur sichereren Handhabung kritischer Wirkstoffe eingeführt. So stellt die Zentralapotheke applikationsfertige Perfusoren mit Kaliumchlorid 1 molar blaugefärbt zentral her. Damit werden auch die Pflegeteams auf Station entlastet. Bei der Rheuma-Therapie mit Methotrexat verpackt die Apotheke diese Tabletten einzeln für die wöchentliche Gabe. Dies soll das Risiko minimieren, dass die Tabletten täglich statt wöchentlich eingenommen werden.
„Unser Ziel ist es, den Patientinnen und Patienten in Sachen Arzneimittel und Medikation die größtmögliche Sicherheit zu geben“, sagt Dr. Maike Fedders, Chefapothekerin der Zentralapotheke. „Dafür optimieren und verfeinern wir unsere Prozesse kontinuierlich.“