Studien

In der Augenheilkunde werden verschiedene Erkrankungen zunehmend mit sehr gezielt wirkenden Medikamenten behandelt. Um deren Zulassung zur Behandlung in Europa und Deutschland zu erlangen, sind klinische Studien notwendig, die diese neuen Medikamente auf ihre Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit prüfen. Das Klinikum Chemnitz unterstützt diese Studien durch aktive Teilnahmen. Weiterhin betreut die Augenklinik zahlreiche eigeninitiierte Studien zur Entwicklung neuer Heilmittel und Therapieverfahren. Dies findet in enger Kooperation mit der Gesellschaft für Wissen und Technologietransfer (GWT) in Dresden statt.

Bei Interesse zur Teilnahme oder Fragen zur Koordination Sie sich bitten an unsere Studienschwester:

Jacqueline Hecker
Tel.:
0371 333-34159
Studienassistentin / Krankenschwester

aktuell laufende Studien

SB 11 - Samsung

Die Behandlung der Exsudativen oder auch „feuchten“ Makuladegeneration  hat sich in den letzten 12 Jahren durch den Einsatz insbesondere der Antikörper Ranibizumab und Aflibercept deutlich verbessert. Diese Medikamente werden als Injektion direkt in den Glaskörper appliziert. Mit dem SB11 wurde ein Antikörper- Biosimilar zu Ranibizumab entwickelt. Bei der Studie handelt es sich um eine doppelblind- randomisierte multizentrische Studie der Phase III. Im Falle einer Zulassung dieses Antikörpers kann dieses Medikament die Therapie der exsudativen AMD als weitere Option ergänzen. Aktuell ist die Rekrutierung der Patienten in unserer Klinik abgeschlossen. Die Studie läuft noch bis zum Ende des Jahres 2019. Die ersten Ergebnisse werden 2020 erwartet.

abgeschlossene Studien

SALT

Die Exsudative Makuladegeneration gehört mit zu den häufigsten Erblindungsursachen im Alter. Durch die Erkrankung kommt es infolge von Gefäßneubildung im Zentrum des Scharfen Sehens (Makula) zu Flüssigkeitseinlagerung und Ödembildung. Dies geht mit einer deutlichen Sehbeeinträchtigung einher. In den letzten Jahren wurden Medikamente entwickelt, welche durch Hemmung von Wachstumsfaktoren diese Gefäßneubildung unterdrücken. Zugelassen in Deutschland sind hierzu die Medikamente Ranibizumab und Aflibercept. Beide Medikamente müssen in zuvor festgelegten Intervallen mehrfach in den Augapfel appliziert werden. Die SALT-Studie untersucht bestimmte Spritzschemata dieser beiden Medikamente, um einen optimalen Spritz- und Behandlungsabstand für unsere Patienten zu entwickeln.

ARIES

ARIES ist eine Studie, welche ebenso wie die SALT-Studie die Behandlungsabstände von intravitrealen Injektionen zur Behandlung der exsudativen AMD untersucht. Die vorliegende Studie speziell analysiert hier das Outcome Sehschärfe und Patientenzufriedenheit unter dem Einsatz von Aflibercept bei verschiedenen vorgegebenen Spritzintervallen.

Recall

Viele Patienten erkranken im Alter am sogenannten "Alterszucker" oder Diabetes Typ 2. Infolge dieser Erkrankung zeigen sich in der Folge häufig auch Veränderungen am Augenhintergrund. Sehr häufig ist dabei auch das Sehzentrum (Makula) betroffen. Glücklicherweise steht uns mit den Medikamenten Aflibercept und Ranibizumab Mittel zur Verfügung, welche durch intravitreale Injektionen die Sehkraft wieder deutlich anheben können. Leider müssen diese Medikamente gerade am Anfang der Behandlung relativ häufig (zunächst monatlich) injiziert werden. In der Augenklinik steht uns als unterstützende Therapie der gepulste Diodenlaser (Softlasertherapie) zur Verfügung. Das Ziel dieser additiven Behandlung ist es, die Häufigkeit der Spritzbehandlungen zu reduzieren. Die RECALL- Studie betreut Patienten, welche neben der zugelassenen Spritztherapie zusätzlich eine Behandlung mit dem gepulsten Diodenlaser erhalten.

Qualität

Qualität steht bei uns an erster Stelle. Erfahren Sie mehr über unsere Qualitätsstandards.

Klinoskop

Lesen Sie online das Klinoskop, die Firmenzeitschrift des Klinikums Chemnitz.

Babygalerie

Wir sind in der Geburtshilfe des Klinikums Chemnitz zur Welt gekommen.