Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
weitere Informationen unter: bereitschaftspraxen.116117.de
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Ein leichtes Ziehen in der Leiste, eine kleine Vorwölbung am Bauch oder Beschwerden im Bereich einer Operationsnarbe: Dahinter kann eine Hernie stecken. Etwa jeder fünfte Mann entwickelt im Laufe seines Lebens einen Leistenbruch. Auch Frauen sind betroffen, wenn auch seltener. Nach einer Bauchoperation kann zudem ein Narbenbruch entstehen.
Hernien sind Lücken oder Schwachstellen im Gewebe, durch die sich beispielsweise Fettgewebe oder Teile des Darms vorwölben können. Sie treten unter anderem an der Leiste, am Nabel, an Operationsnarben oder am Zwerchfell auf. Ein solcher Bruch bildet sich in der Regel nicht von selbst zurück. Ob und wann eine Operation erforderlich ist, hängt von der Art der Hernie, den Beschwerden und der individuellen Situation ab.
Im Zuge der Neustrukturierung der Gesundheitsversorgung in unserer Region bündeln wir unsere Expertise in einem leistungsstarken, standortübergreifenden Hernienzentrum. Oberarzt Semen Ilgeldiev, Standortleiter Dr. med. Firas Safadi und Department-Leiter PD Dr. med. Yusef Moulla stehen gemeinsam mit ihren Teams für eine erfahrene und kompetente Versorgung. Die enge Zusammenarbeit von Klinikum Chemnitz und DIAKOMED – Diakoniekrankenhaus Chemnitzer Land in Hartmannsdorf ermöglicht abgestimmte Behandlungsabläufe und erleichtert eine zeitnahe Terminvergabe.
Unser Spektrum reicht von Leisten- und Nabelbrüchen über Zwerchfell-, Narben- und parastomale Brüche bis hin zu komplexen Bauchwandrekonstruktionen. Dabei stimmen wir die Behandlung auf die persönliche Situation jeder Patientin und jedes Patienten ab. An beiden Standorten führen wir zusammen jährlich mehr als 500 Leistenbruchoperationen und mehr als 150 Eingriffe zur Versorgung von Narbenbrüchen durch. Hinzu kommt eine vergleichbar hohe Zahl an Operationen bei Nabel- und weiteren Bauchwandbrüchen. Diese Erfahrung bildet eine wichtige Grundlage für eine verlässliche Versorgung.
Kleine Zugänge können große Vorteile bieten: Bei vielen Hernien kommen minimalinvasive Verfahren zum Einsatz, darunter die laparoskopische und die robotisch assistierte Chirurgie. Welche Methode geeignet ist, entscheiden wir anhand des Befundes und der individuellen Voraussetzungen. Auch bei komplexen Zwerchfellbrüchen nutzen wir moderne Operationstechniken: Am Klinikum Chemnitz wurden im vergangenen Jahr mehr als 20 von insgesamt 60 dieser Eingriffe robotisch assistiert durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen eine sichere und nachhaltige Versorgung, eine möglichst geringe Belastung des Gewebes und eine rasche Rückkehr in den Alltag.
Viele Hernienoperationen können ambulant erfolgen. Wenn die medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind und die Betreuung zu Hause gesichert ist, können Patientinnen und Patienten die Klinik bereits am Operationstag wieder verlassen und sich in ihrer vertrauten Umgebung erholen. Ob eine ambulante oder stationäre Behandlung sinnvoll ist, besprechen wir gemeinsam im Vorfeld.
Der 3. November ist der Tag der Hernie. Der Verein Hernien-Selbsthilfe Deutschland hat ihn 2018 angerufen. Mit diesem Tag soll das Wissen über Hernien verbreitet werden. Der Aktionstag findet anlässlich des Todestages des Künstlers Henri Matisse statt, der selber unter Hernien gelitten hat.
Alle Informationen zur Hernienchirurgie am DIAKOMED Hartmannsdorf finden Sie hier, am Klinikum Chemnitz hier.