Leistungsbereiche

Robotische und minimalinvasive Chirurgie

Robotische und minimalinvasive Chirurgie

Robotische Chirurgie:

Als erstes Krankenhaus in Deutschland hat das Klinikum Chemnitz im Februar 2021 den innovativen Operationsroboter Versisus in Betrieb genommen. Bis zur Jahreshälfte 2024 wurden bereits über 800 Operationen mit dem Robotersystem durchgeführt. Das chirurgische Spektrum wurde dabei kontinuierlich erweitert.

Zur Verbesserung der Qualität werden die Eingriffe wissenschaftlich begleitet. Eine erste Veröffentlichung ist im nachfolgenden Link zu finden: https://link.springer.com/article/10.1007/s00464-022-09526-x

 

Minimalinvasive Chirurgie:

Die minimalinvasive Chirurgie ist eine schonende Form der Chirurgie. Über wenige kleine Schnitte können auch komplexe Eingriffe sicher durchgeführt werden. 

Dadurch ist im Vergleich zu offenen Methoden der Heilungsverlauf begünstigt: weniger Schmerzen, weniger Wundheilungsstörungen und Narbenbrüche.

Auch bei onkologischen Eingriffen ist die Gleichwertigkeit der laparoskopischen Technik gesichert, so dass sie auch bei ausgewählten Tumoren durchgeführt wird.

Bei den folgenden Krankheitsbildern kommen in unserer Klinik minimalinvasive Verfahren zum Einsatz:

  • Gallenblasenoperationen (Cholecystektomie)
  • Bauchhöhlenspiegelung zur Diagnostik
  • Bauchhöhlenverwachsungen (Adhäsiolyse)
  • Blinddarmentfernung
  • Eingriffe bei bestimmten Mastdarmtumoren (TEM)
  • Eingriffe am Dickdarm und Mastdarm
  • Bruchoperationen (Leistenbrüche, Nabel-, Narben, Zwerchfellbrüche und Bauchwandbrüche)
  • Eingriffe an den Nebennieren (Adrenalektomie)
  • Eingriffe am Magen
  • Eingriffe am Dünndarm
  • Anti-Reflux-Chirurgie (Fundoplikatio)
  • Tumoreingriffe an der Leber

Die Abteilung verfügt über eine hochmoderne 3D-Laparoskopie-Einheit und eine laparoskopische Ultraschall-Sonde für die intraoperative Anwendung.

Ob und in welchem Umfang ein minimal-invasives Vorgehen möglich und sinnvoll ist, wird in Abhängigkeit vom Krankheitsbild sowie den vorliegenden Nebenerkrankungen gemeinsam mit dem Patienten entschieden.

 

Nebennieren-, Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie (endokrine Chirurgie)

Die endokrine Chirurgie umfasst Eingriffe an Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Halslymphknoten, Nebenniere und neuroendokrinen Tumoren.

Zum Spektrum der Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie gehören folgende Krankheitsbilder:

  • Knotenstruma (auch Überfunktionsstruma)
  • Mb. Basedow
  • alle Karzinome der Schilddrüse und Nebenschilddrüse mit Lymphknotenentfernungen am Hals
  • Zweiteingriffe an der Schilddrüse (Rezidivstruma)
  • Strumen im Brustkorb
  • Entzündliche Schilddrüsenerkrankungen
  • Nebenschilddrüsenadenome

Durch den Einsatz des intraoperativen Neuromonitorings (bei jedem Eingriff!) und die Verwendung einer Lupenbrille ist die Gefahr der Verletzung des Stimmbandnervens sehr gering.
Alle Operationen an Nebenschilddrüsen erfolgen mit intraoperativer Parathormonbestimmung.
Im Bedarfsfall sind jederzeit intraoperative Schnellschnittuntersuchungen möglich.
 
Nebennierentumore und Tumoren des neuroendokrinen Systems werden durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Klinik für Innere Medizin II (Endokrinologie, Gastroenterologie) und der Klinik für Nuklearmedizin diagnostiziert und zur OP vorbereitet. Ebenso geschieht die postoperative Betreuung und Kontrolle in genannter Kooperation. Standdardmäßig werden Nebennieren in minimalinvasiver Technik operiert (retroperitoneoskopisch oder laparoskopisch).
 
Anhand klinischer Studien werden die laufenden Therapiekonzepte überprüft und angepasst.
 

Chirurgie des oberen Verdauungstraktes (Speiseröhre, Magen und Zwerchfellbrüche)

Chirurgie der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Am Klinikum Chemnitz haben sich alle an der Behandlung von bösartigen Tumorerkrankungen der Bauchspeicheldrüse beteiligten Fachdisziplinen unter Beteiligung von Kooperationspartnern aus verschiedenen Bereichen zum Pankreaskarzinomzentrum zusammengeschlossen. Seit 2017 ist das Pankreaskarzinomzentrum als Teil des Viszeralonkologischen Zentrums zertifiziert und erfüllt damit die hohen Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. für die Qualität der Behandlung. Auf den folgenden Seiten erhalten Sie weitere Informationen über das Pankreaskarzinom, das Behandlungsspektrum sowie die Ansprechpartner des Pankreaskarzinomzentrums.

Website des Viszeralonkologischen Zentrums Chemnitz/Pankreaskarzinomzentrums

Chirurgie der Leber und der Gallenwege (hepatobiliär)

In unserer Abteilung wird nahezu das gesamte Spektrum von Eingriffen an Leber und Gallenwegen, durchgeführt. Dazu gehören:
 

  • Gut- und bösartige Lebertumore einschließlich Metastasen
  • Tumore der Gallenblase und Gallenwege


Für alle diese Tumore gilt, dass die radikale operative Entfernung angestrebt werden sollte, wenn dies technisch möglich ist und der Zustand des Patienten eine Operation zulässt.
Die oben genannten Erkrankungen werden heute in multimodalen Therapiekonzepten behandelt. Das heißt, die Therapie ist auf das jeweilige Erkrankungsstadium und den Patienten zugeschnitten. Eventuelle Vor- und Nachbehandlungen mit Chemotherapie und Bestrahlung sind dabei inbegriffen.

Eine definitive Heilung kann jedoch nur durch eine Operation erreicht werden. Um die Operationsfähigkeit einschätzen zu können, stehen verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung. Operationen in diesem Bereich sind häufig komplexe bauchchirurgische Eingriffe, die wir in unserer Klinik mit hoher Expertise durchführen können.

Die Ausdehnung der Eingriffe an der Leber erstreckt sich über Entfernung einzelner Metastasen bis hin zur Entfernung einer Leberhälfte.
Bei operativer Nichtentfernbarkeit stehen Verfahren der sogenannten Mikrowellen- oder Thermoablation zur Verfügung, wo in Vollnarkose eine Hitzeverödung der Tumore erfolgen kann. Auch die Verfahren der direkten Chemotherapie (TACE) über die Leberblutgefäße sind möglich.

Ob im Einzelfall ein minimalinvasives Operationsverfahren angewendet werden kann, wird bei Aufnahme zusammen mit dem Patienten entschieden.

Alle hierfür nötigen Informationen erhält der Patient über eine unserer Sprechstunden und bei der Aufnahme.

Darm- und Enddarmchirurgie (Kolorektal) sowie Chronisch-Entzündliche-Darmerkrankungen (CED)

Im Darmkrebszentrum am Klinikum Chemnitz sind alle an der Behandlung von Darmkrebs beteiligten Fachdisziplinen vertreten. Seit 2011 ist das Darmkrebszentrum nach den Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. zertifiziert. Im Jahr 2017 erfolgte die Erweiterung zum Viszeralonkologischen Zentrum. Über den folgenden Link erhalten Sie weitere Informationen zum Thema Darmkrebs sowie zum Behandlungsspektrum und den Partnern des Darmkrebszentrums am Klinikum Chemnitz.

Informationen des Viszeralonkologischen Zentrums Chemnitz/Darmkrebszentrums

Patientengeschichte Darmkrebs: „Ich motiviere alle meine Freunde, regelmäßig zur Darmkrebsvorsorge zu gehen“

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Chirurgie von bösartigen Weichteiltumoren (Sarkome)

Chirurgie von bösartigen Weichteiltumoren (Sarkome)

HIPAC/PIPAC

HIPEC und PIPAC – Spezialisierte Therapien bei Bauchfellkrebs am Klinikum Chemnitz

Das Klinikum Chemnitz bietet mit HIPEC und PIPAC zwei hochspezialisierte Verfahren zur Behandlung von Peritonealkarzinose (Bauchfellkrebs) an. Diese innovativen Therapien sind fester Bestandteil unseres onkologischen Behandlungsspektrums und bieten Patientinnen und Patienten mit Tumorbefall des Bauchfells wichtige Behandlungsperspektiven.​

 


HIPEC – Hypertherme Intraperitoneale Chemotherapie

Die HIPEC ist ein umfassendes Verfahren, das bei bestimmten Krebsarten mit Bauchfellbefall das Ziel hat, eine Heilung (kurativer Ansatz) zu erreichen (Beckert, 2013). Bei ausgewählten Tumoren kann dieses Verfahren sehr hohe Langzeit-Überlebensraten ermöglichen (Eftimie, 2023).

Wie funktioniert die HIPEC?

  1. Operation (Zytoreduktive Chirurgie): Zuerst werden alle sichtbaren Tumore und befallenen Teile des Bauchfells so vollständig wie möglich entfernt.
  2. Warme Chemotherapie: Unmittelbar danach wird der Bauchraum mit einer erwärmten Chemotherapie-Lösung gespült. Die HIPEC kombiniert somit die chirurgische Entfernung mit einer hyperthermen (erwärmten) Chemotherapie (Beckert, 2013).

Was sind die Vorteile?

  • Doppelte Wirkung: Die erhöhte Temperatur schädigt Krebszellen und verbessert die Wirksamkeit der Chemotherapie.
  • Hohe lokale Konzentration: Die Verabreichung der Chemotherapeutika direkt in die Bauchhöhle ermöglicht eine hohe lokale Wirkstoffkonzentration (Osminin, 2023).
  • Geringere Belastung: Durch die lokale Anwendung können schwere systemische Nebenwirkungen vermieden werden (Osminin, 2023).

Die HIPEC wird bei primären peritonealen Tumoren (z. B. Peritoneales Mesotheliom, Pseudomyxoma peritonei) sowie bei metastatischem Befall durch Tumoren des Dickdarms, des Magens oder des Eierstocks eingesetzt (Beckert, 2013) (Eftimie, 2023).

 

PIPAC – Pressurized Intraperitoneal Aerosol Chemotherapy

Die PIPAC ist ein minimal-invasives Verfahren, das vorwiegend als palliativer Ansatz eingesetzt wird, um Symptome zu kontrollieren und die Lebensqualität von Patienten mit fortgeschrittenem Bauchfellkrebs zu erhalten (Jansen-Winkeln, 2022) (Eftimie, 2023). Es eignet sich auch für Patienten, die aufgrund einer hohen Krankheitslast keine Kandidaten für eine HIPEC-Operation sind (Daniel, 2023).

Wie funktioniert die PIPAC?

  1. Schlüsselloch-Technik: Die Methode wird minimal-invasiv mittels Laparoskopie (Schlüsselloch-Technik) durchgeführt (Solass, 2013) (Hübner, 2015).
  2. Chemotherapie als Nebel: Das Chemotherapeutikum wird als feines Aerosol (Nebel) unter Druck in die Bauchhöhle eingebracht (Hübner, 2015).

Was sind die Vorteile?

  • Gleichmäßige Verteilung: Die Anwendung als Aerosol unter Druck optimiert die Homogenität der Wirkstoffverteilung im gesamten Bauchraum (Nadiradze, 2019).
  • Tiefe Wirkung: Die Verteilung und Gewebepenetration der Chemotherapie durch PIPAC sind im Vergleich zur HIPEC überlegen (Hübner, 2015) (Nadiradze, 2019).
  • Sehr geringe Dosis: Es wird nur etwa 10 % einer üblichen systemischen Dosis verwendet (Solass, 2013). Dies führt zu einer geringen systemischen Exposition und wenigen systemischen Nebenwirkungen (Eveno, 2017) (Solass, 2013).
  • Schonend und wiederholbar: Das Verfahren ist sehr schonend, ermöglicht eine frühe Entlassung (z. B. nach 2 bis 5 Tagen) (Solass, 2013) und kann wiederholt angewendet werden (Nadiradze, 2015) (Solass, 2013). Es kann auch als neoadjuvante Therapie eingesetzt werden, um Patienten für eine nachfolgende CRS und HIPEC zu selektieren (Girshally, 2016).

 

Warum sind Sie bei uns in guten Händen?

Am Klinikum Chemnitz verfügen wir über langjährige Erfahrung in der Durchführung dieser hochkomplexen Therapieverfahren. Alle Patientinnen und Patienten werden in unserem interdisziplinären Tumorboard ausführlich besprochen, wo Expertinnen und Experten aus Chirurgie, Onkologie, Anästhesie, Radiologie und Pathologie gemeinsam die optimale Behandlungsstrategie festlegen.​

Unsere spezialisierten Chirurgen verfügen über umfassende Expertise in der onkologischen Chirurgie und regionalen Chemotherapie, die durch zahlreiche erfolgreich durchgeführte Behandlungen kontinuierlich erweitert wurde. Durch die Konzentration aller relevanten Fachdisziplinen am Standort und die Einbindung in das Onkologische Centrum Chemnitz (OCC) profitieren unsere Patientinnen und Patienten von kurzen Wegen, etablierten Behandlungsabläufen und einer optimalen Rundum-Betreuung vor, während und nach der Behandlung.

Bei Fragen zu HIPEC und PIPAC steht Ihnen unser onkologisches Team jederzeit gerne zur Verfügung. Vereinbaren Sie bei Interesse einen Termin in unserer Sprechstunde. Die Kontaktdaten finden Sie unten.

 

  • (Beckert, 2013) Beckert, S et al. (2013). Chirurgische Therapie der peritonealen Metastasierung in Abhängigkeit von Tumorentität, -stadium und -charakteristik(a) Zentralblatt für Chirurgie, 141, 415 - 420. https://doi.org/10.1055/s-0033-1350857
  • (Eftimie, 2023) Eftimie, M et al. (2023). Surgical Options for Peritoneal Surface Metastases from Digestive Malignancies—A Comprehensive Review. Medicina, 59. https://doi.org/10.3390/medicina59020255
  • (Osminin, 2023) Osminin, S et al. (2023). HIPEC and PIPAC for gastric cancer: technique and comparison of efficacy. Literature review. Malignant tumours. https://doi.org/10.18027/2224-5057-2023-13-3-37-45
  • (Jansen-Winkeln, 2022) Jansen-Winkeln, B et al. (2022). Pressurized intraperitoneal aerosol chemotherapy (PIPAC) in patients with peritoneal surface malignancies (PSM): a prospective single-center registry study. Journal of Cancer Research and Clinical Oncology, 149, 1331 - 1341. https://doi.org/10.1007/s00432-022-04517-w
  • (Daniel, 2023) Daniel, S K et al. (2023). PIPAC for Gastrointestinal Malignancies. Journal of Clinical Medicine, 12. https://doi.org/10.3390/jcm12216799
  • (Solass, 2013) Solass, W et al. (2013). Intraperitoneal Chemotherapy of Peritoneal Carcinomatosis Using Pressurized Aerosol as an Alternative to Liquid Solution: First Evidence for Efficacy. Annals of Surgical Oncology, 21, 553 - 559. https://doi.org/10.1245/s10434-013-3213-1
  • (Hübner, 2015) Hübner, M et al. (2015). [PIPAC--Pressurized intraperitoneal aerosol chemotherapy. A novel treatment for peritoneal carcinomatosis]. Revue medicale suisse, 11(479), 1325-30. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26255492
  • (Nadiradze, 2019) Nadiradze, G et al. (2019). Overcoming Drug Resistance by Taking Advantage of Physical Principles: Pressurized Intraperitoneal Aerosol Chemotherapy (PIPAC) Cancers, 12. https://doi.org/10.3390/cancers12010034
  • (Eveno, 2017) Eveno, C et al. (2017). Experimental pharmacokinetics evaluation of chemotherapy delivery by PIPAC for colon cancer: first evidence for efficacy. Pleura and Peritoneum, 2, 103 - 109. https://doi.org/10.1515/pp-2017-0015
  • (Nadiradze, 2015) Nadiradze, G et al. (2015). Pressurized Intraperitoneal Aerosol Chemotherapy (PIPAC) with Low-Dose Cisplatin and Doxorubicin in Gastric Peritoneal Metastasis. Journal of Gastrointestinal Surgery, 20, 367 - 373. https://doi.org/10.1007/s11605-015-2995-9
  • (Girshally, 2016) Girshally, R et al. (2016). Pressurized intraperitoneal aerosol chemotherapy (PIPAC) as a neoadjuvant therapy before cytoreductive surgery and hyperthermic intraperitoneal chemotherapy. World Journal of Surgical Oncology, 14. https://doi.org/10.1186/s12957-016-1008-0
Dr. med. Till Schönherr
Oberarzt, Facharzt für Viszeralchirurgie

Sprechstunde

Flemmingstr. 2, Haus 3, Eingangsebene (-1)
mittwochs  09:00 – 15:00 Uhr

Telefon: 0371 333-307- 23/28 (Klinikkoordination)

Eine Überweisung ist nicht erforderlich.

Adipositaschirurgie

Adipositas, also starkes Übergewicht ist kein Lifestyle-Problem, sondern eine chronische Erkrankung, die unbehandelt schwere Folgeerkrankungen nach sich zieht. Es kommt zu einem Verschleiß der Gelenke, das Herz-Kreislaufsystem wird überlastet, dies zieht hohen Blutdruck und Gefäßerkrankungen nach sich. Der  erhöhte Insulinverbrauch kann einen Diabetes mit allen Folgen auslösen. Es ist erwiesen dass das Krebsrisiko steigt. Unabhängig vom Krankheitsaspekt ist die Lebensqualität stark eingeschränkt.

Mit unserem fachübergreifendem Therapiekonzept wollen wir Ihnen bei der Reduktion des krankhaften Übergewichtes helfen und Folgeschäden vermindern. In einem kurzen stationären Aufenthalt in unserer Klinik für Innere Medizin können hormonelle Ursachen untersucht und Begleiterkrankungen abgeklärt werden. Sollte eine operative Unterstützung zur Gewichtsreduktion erforderlich sein bereiten wir diese gemeinsam mit Ihnen vor und führen diese in unserer zum vom Freistaat Sachsen anerkannten Adipositaszentrum gehörenden Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie durch. Die erforderliche dauerhafte postoperative Nachsorge wird ebenfalls von uns durchgeführt.

Informationsblatt Adipositaschirurgie

Informationsblatt Adipositaszentrum

Robert Luck
Geschäftsführender Oberarzt, Facharzt für Viszeralchirurgie, Lehrkoordinator der Klinik

Rekonstruktive diabetische Fußchirurgie, Amputationschirurgie und Weichteilchirurgie

Rekonstruktive diabetische Fußchirurgie und Amputationschirurgie

Zur Erkrankung des diabetischen Fußes gehören Verletzungen am Fuß eines Patienten mit Diabetes mellitus, die bei verzögerter oder ineffektiver Behandlung den Verlust des gesamten Beines zur Folge haben können. Es ist eine Hauptkomplikation der Patienten mit Diabetes mellitus.
Die Ursache ist eine Schädigung der Gefäße (Angiopathie) und der Nerven (Neuropathie).
Die Folgen des diabetischen Fußes sind Ulzerationen (Geschwüre), Amputationen und der Charcot-Fuß.
In Deutschland werden jedes Jahr rund 170000 Patienten wegen Diabetes mellitus stationär behandelt (etwa 13500 in Sachsen, davon rund 4500 mit Diabetes mellitus Typ 2 mit multiplen Komplikationen).
Die häufigsten Operationen unter den Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sind die Amputation des Fußes sowie die chirurgische Wundtoilette.        
 
In unserer Klinik werden folgende Leistungen und Operation angeboten:

  • Einleitung einer Röntgendiagnostik zur Abklärung des diabetischen Fußes
  • Überprüfung des aktuellen Gefäßstatus in Kooperation mit dem Gefäßzentrum des Klinikum Chemnitz
  • konservative Therapie des diabetischen Fußes mit einer stadiengerechten Wundbehandlung ggf. unter dem Einsatz einer Elektro- oder Vakuumtherapie
  • Teilentfernung von Fußteilen oder Amputationen
  • innere Amputation von Knochenteilen mit einer kosmetisch weitestgehenden Erhaltung des Fußes
  • Eingriffe in minimal-invasiver Technik am Fuß
  • Fußrekonstruktion mit Fixateur externe (äußerer Festhalter)
  • Fußrekonstruktion mit winkelstabilen Plattensystemen

Das Ziel ist eine Amputation zu verhindern oder wenn eine Amputation unumgänglich ist, einen
patientengerechten Stumpf zu schaffen und das Amputationsausmaß möglichst klein zu halten.

 
Für die Behandlungsplanung, die Befundbesprechung und die Nachsorge werden unsere Patienten an die Sprechstunde des diabetischen Fußzentrums angebunden.

Weichteilchirurgie bei Dekubitus mit plastischer Deckung

Die Vermeidung von Druckbelastungen, die zu lokalen Durchblutungsstörungen im Gewebe führen, steht im Mittelpunkt der Dekubitus-Therapie bei länger bettlägerigen Patienten. Nur durch Reduktion des Auflagedrucks mittels spezieller Matratzensysteme, Konditionierung der Wunde und eventueller plastischer Deckung kann ein Dekubitus zur Abheilung gebracht werden.
 
In unserer Klinik werden folgende Leistungen und Operation angeboten:

  • stadiengerechten Wundbehandlung mit chirurgischer Wundtoilette, ergänzt durch den Einsatz einer Elektro- oder Vakuumtherapie
  • Haut- und Muskellappenplastiken des Rückens, des Gesäßes und der Hinterseite des Oberschenkels zur Deckung chronischer Druckgeschwüre
Torsten Mehlhorn
Oberarzt, FA für Chirurgie und Viszeralchirurgie, Zusatzweiterbildung spezielle Viszeralchirurgie

Intensivmedizin

Unsere Klinik verfügt über eine operative Intensivstation mit 14 Betten mit Beatmungsmöglichkeit.
Zum Spektrum der komplexen Intensivtherapie gehören alle modernen Behandlungsmethoden, wie beispielsweise:

  • Möglichkeit der Hämodialyse
  • andere Organersatztherapien
  • Anlage von Punktionstracheotomien (Luftröhrenschnitt)
  • Invasive und nicht-invasive Formen der maschinellen Beatmung
  • Durchführung invasiver Messmethoden über arterielle und venöse Katheter. 

Eine hohe technische Ausstattung und qualifiziertes medizinisches Personal bilden die Grundlage dafür, den Patienten und deren Angehörigen den Aufenthalt auf der Intensivstation so angenehm wie möglich zu gestalten.
 
Es liegt die Weiterbildungsbefugnis für 24 Monate Chirurgische Intensivmedizin vor.

Stefan Götze
Oberarzt der chirurgischen ITS N031, FA für Viszeralchirurgie, Zusatzweiterbildung spezielle Viszeralchirurgie und Inten­­si­v­­me­­di­­zin
Dipl.-Med. Thomas Mehlhorn
Oberarzt der Chirurgischen Intensivstation N031 (ITS III) / FA für Anästhesiologie, Notfallmedizin, FA für Sportmedizin

Bauchwandbrüche (Hernien)

Hernienoperationen gehören zu den häufigsten Eingriffen in der Allgemeinchirurgie. In unserer Klinik werden alle Formen von Hernien (Brüchen) versorgt. Dazu gehören:
 

  • Leisten- und Schenkelhernien
  • Nabel- und Bauchwandhernien
  • Narbenhernien
  • Zwerchfellhernien

Außerdem können alle wiederkehrenden Brüche nach Voroperationen (Rezidive) versorgt werden. Bei der Hernienversorgung kommen resorbierbare oder nicht resorbierbare Netze zur Gewebsverstärkung zum Einsatz. Dabei kommen sowohl offen chirurgische als auch minimal-invasive Verfahren zur Anwendung. Ob ein minimal-invasives Verfahren möglich und sinnvoll ist, wird gemeinsam mit dem Patienten bei Aufnahme entschieden.

Informationsblatt Hernienchirurgie

Semen Ilgeldiev
Oberarzt, Facharzt für Viszeralchirurgie, Zusatzweiterbildung Notfallmedizin und spezielle Viszeralchirurgie

Proktologie

Ein Schwerpunkt in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ist die Behandlung von Erkrankungen des Dick- und Enddarms. Dazu gehören:

  • Analfisteln
  • Hämorrhoidalleiden
  • Analfissur
  • Stuhlinkontinenz
  • Beratung von Patienten mit künstlichen Bauchafter (Stoma)
  • Vorfälle des Anus und des Mastdarmes
  • Abszesse
  • Chirurgische Intervention bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
  • Pilonidalsinus
  • Tumore des Anus und Mastdarmes
  • Kondylome
  • Entleerungsstörungen mit chronischer Verstopfung
  • Akne inversa
  • Anale Schmerzen
  • Ekzeme

Als besondere Behandlungsverfahren die in unserer Abteilung durchgeführt werden,
sind zu nennen:  

  • HAL-RAR (die "schonende" Hämorrhoiden-OP) 
  • MuRAL mit HemorPex System® Plus (HPS Plus) (eine Variante der HAL-RAR-Methode)
  • Sakrale Neuro-Modulation ("Schrittmacher" bei u.a. Stuhlinkontinenz)
  • Pit-Picking bei Pilonidalsinus (Steißbeinfistel)
  • Minimalinvasive Operationstechniken bei Mastdarmvorfall (laparoskopische ventrale Rektopexie)
  • Transanale endoskopische Mikrochirurgie (TEM) bei Wucherungen im Mastdarm
  • Verschiedene Schließmuskel-schonende Verfahren der Fistelchirurgie: L.I.F.T., OTSC-Proctology ("Fistelkralle")

In der proktologischen Ermächtigungssprechstunde erfolgt die Diagnosestellung und anschließend wird gemeinsam mit dem Patienten die weitere Behandlung festgelegt.
Die Behandlung kann stationär und in ausgewählten Fällen auch ambulant erfolgen.
 

Dr. med. (Univ. Budapest) Khaled Diab
Funktionsoberarzt, Facharzt für Viszeralchirurgie, Zusatzweiterbildung Proktologie
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