Leistungsbereiche

Robotische und minimalinvasive Chirurgie

Robotische und minimalinvasive Chirurgie

Robotische Chirurgie:

Als erstes Krankenhaus in Deutschland hat das Klinikum Chemnitz im Februar 2021 den innovativen Operationsroboter Versisus in Betrieb genommen. Bis zur Jahreshälfte 2024 wurden bereits über 800 Operationen mit dem Robotersystem durchgeführt. Das chirurgische Spektrum wurde dabei kontinuierlich erweitert.

Zur Verbesserung der Qualität werden die Eingriffe wissenschaftlich begleitet. Eine erste Veröffentlichung ist im nachfolgenden Link zu finden: https://link.springer.com/article/10.1007/s00464-022-09526-x

 

Minimalinvasive Chirurgie:

Die minimalinvasive Chirurgie ist eine schonende Form der Chirurgie. Über wenige kleine Schnitte können auch komplexe Eingriffe sicher durchgeführt werden. 

Dadurch ist im Vergleich zu offenen Methoden der Heilungsverlauf begünstigt: weniger Schmerzen, weniger Wundheilungsstörungen und Narbenbrüche.

Auch bei onkologischen Eingriffen ist die Gleichwertigkeit der laparoskopischen Technik gesichert, so dass sie auch bei ausgewählten Tumoren durchgeführt wird.

Bei den folgenden Krankheitsbildern kommen in unserer Klinik minimalinvasive Verfahren zum Einsatz:

  • Gallenblasenoperationen (Cholecystektomie)
  • Bauchhöhlenspiegelung zur Diagnostik
  • Bauchhöhlenverwachsungen (Adhäsiolyse)
  • Blinddarmentfernung
  • Eingriffe bei bestimmten Mastdarmtumoren (TEM)
  • Eingriffe am Dickdarm und Mastdarm
  • Bruchoperationen (Leistenbrüche, Nabel-, Narben, Zwerchfellbrüche und Bauchwandbrüche)
  • Eingriffe an den Nebennieren (Adrenalektomie)
  • Eingriffe am Magen
  • Eingriffe am Dünndarm
  • Anti-Reflux-Chirurgie (Fundoplikatio)
  • Tumoreingriffe an der Leber

Die Abteilung verfügt über eine hochmoderne 3D-Laparoskopie-Einheit und eine laparoskopische Ultraschall-Sonde für die intraoperative Anwendung.

Ob und in welchem Umfang ein minimal-invasives Vorgehen möglich und sinnvoll ist, wird in Abhängigkeit vom Krankheitsbild sowie den vorliegenden Nebenerkrankungen gemeinsam mit dem Patienten entschieden.

 

Nebennieren-, Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie (endokrine Chirurgie)

Die endokrine Chirurgie umfasst Eingriffe an Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Halslymphknoten, Nebenniere und neuroendokrinen Tumoren.

Zum Spektrum der Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie gehören folgende Krankheitsbilder:

  • Knotenstruma (auch Überfunktionsstruma)
  • Mb. Basedow
  • alle Karzinome der Schilddrüse und Nebenschilddrüse mit Lymphknotenentfernungen am Hals
  • Zweiteingriffe an der Schilddrüse (Rezidivstruma)
  • Strumen im Brustkorb
  • Entzündliche Schilddrüsenerkrankungen
  • Nebenschilddrüsenadenome

Durch den Einsatz des intraoperativen Neuromonitorings (bei jedem Eingriff!) und die Verwendung einer Lupenbrille ist die Gefahr der Verletzung des Stimmbandnervens sehr gering.
Alle Operationen an Nebenschilddrüsen erfolgen mit intraoperativer Parathormonbestimmung.
Im Bedarfsfall sind jederzeit intraoperative Schnellschnittuntersuchungen möglich.
 
Nebennierentumore und Tumoren des neuroendokrinen Systems werden durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Klinik für Innere Medizin II (Endokrinologie, Gastroenterologie) und der Klinik für Nuklearmedizin diagnostiziert und zur OP vorbereitet. Ebenso geschieht die postoperative Betreuung und Kontrolle in genannter Kooperation. Standdardmäßig werden Nebennieren in minimalinvasiver Technik operiert (retroperitoneoskopisch oder laparoskopisch).
 
Anhand klinischer Studien werden die laufenden Therapiekonzepte überprüft und angepasst.
 

Chirurgie des oberen Verdauungstraktes (Speiseröhre, Magen und Zwerchfellbrüche)

Unser Speiseröhrenzentrum ist ein spezialisiertes Zentrum für Erkrankungen der Speiseröhre und arbeitet nach den Qualitätskriterien der Fachgesellschaften (zertifiziert durch DKG/OnkoZert). In unserer Klinik behandeln wir Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens und Zwerchfellbrüche mit modernen, überwiegend schonenden Schlüsselloch- und roboterassistierten Operationsverfahren. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern, die Lebensqualität zu verbessern und bei Krebserkrankungen eine bestmögliche Tumorkontrolle zu erreichen.

 

1. Unsere Behandlungsschwerpunkte und Behandlungsverfahren

In unserem Zentrum behandeln wir das gesamte Spektrum gutartiger und bösartiger Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der modernen Funktionsdiagnostik der Speiseröhre sowie der minimalinvasiven und roboterassistierten Chirurgie komplexer Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltraktes.

 

Präzise Funktionsdiagnostik:

Eine exakte Diagnosestellung bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie. Zur Abklärung von Refluxerkrankungen und Motilitätsstörungen der Speiseröhre führen wir spezialisierte Funktionsuntersuchungen durch, darunter die 24-h-pH-Metrie, die hochauflösende Ösophagusmanometrie (HRIM) sowie radiologische Breischluckuntersuchungen. Auf dieser Basis entwickeln wir für jede Patientin und jeden Patienten ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept.

 

Chirurgie der Speiseröhre:

Ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Klinik liegt in der operativen Behandlung von Erkrankungen der Speiseröhre. Dazu gehören minimalinvasive und roboterassistierte Eingriffe  bei:

  • chronischem Sodbrennen (Refluxbeschwerden) und Zwerchfellbruch (Hiatushernie) in Schlüsselloch- oder roboterassistierter Technik, inklusive Korrektureingriffe nach Voroperationen.
  • Behandlung gutartiger Erkrankungen (Motilitätssttörung) der Speiseröhre wie Achalasie und Speiseröhrendivertikel.
  • Entfernung (Explantation) von EndoStim-Systemen.
  • Speiseröhrenentfernungen (Ösophagusresektionen) bei bösartigen und ausgewählten gutartigen Erkrankungen - offen, laparoskopisch und roboterassistiert.

 

Chirurgie des Magens:

Im Bereich der Magenchirurgie bieten wir das gesamte Spektrum operativer Verfahren bei gutartigen und bösartigen Erkrankungen an. Dazu gehören:

  • Operationen bei gutartigen Magentumoren.
  • Magenresektionen (Teil- oder vollständige Entfernung des Magens) mit offener, laparoskopischer oder roboterassistierter Technik.
  • Weitere Eingriffe wie Pyloroplastik und Duodenotomie bei speziellen Erkrankungen des Magenausgangs und Zwölffingerdarms.

 

2. Unsere Sprechstunde

In unserer Ösophagus- und Reflux-Sprechstunde beraten wir Sie zu Beschwerden wie Sodbrennen, Schluckstörungen, Zwerchfellbrüchen und Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens.
Ihre Ansprechpartner sind PD Dr. med. habil. Yusef Moulla, FEBS (UGI), und Frau C. Deutschmann.

 

  • Wann: montags von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr (Deutschmann/PD Dr.med. Moulla)
  • Wo: Klinikum Chemnitz, Haus 3, Ebene -1, Flemmingstraße 2, 09116 Chemnitz​
  • Telefon: 0371 333-307- 23/26/28 (Klinikkoordination)

 

Bitte bringen Sie, wenn möglich, vorhandene Arztbriefe, Befunde und Bildgebung (Endoskopie, CT, MRT) zu Ihrem Termin mit.

 

PD Dr. med. habil. Yusef Moulla, FEBS
Kommissarischer Chefarzt, FA für Viszeralchirurgie, Zusatzweiterbildung spezielle Viszeralchirurgie, FA für Thoraxchirurgie
Caroline Deutschmann
Stationsärztin, Ärztin in Weiterbildung

Chirurgie der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

In unserer Klinik behandeln wir das gesamte Spektrum gut- und bösartiger Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) - von Entzündungen über Zysten bis hin zu Tumorerkrankungen. Das Pankreaskrebszentrum am Klinikum Chemnitz ist ein von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) im OnkoZert-Verfahren zertifiziertes Organkrebszentrum und bildet gemeinsam mit dem Darmkrebszentrum, dem Speiseröhrenkrebszentrum und dem Leberkrebszentrum das Viszeralonkologische Zentrum am Onkologischen Centrum Chemnitz (OCC).

 

1. Unsere Behandlungsschwerpunkte

In unserem Pankreaszentrum behandeln wir Patientinnen und Patienten mit dem gesamten Spektrum gutartiger und bösartiger Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Die Therapie erfolgt nach aktuellen medizinischen Leitlinien und in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den Fachbereichen Gastroenterologie, Onkologie, Radiologie und Pathologie.

 

Tumoren der Bauchspeicheldrüse

  • Behandlung gutartiger, bösartiger und hormonell aktiver (endokriner) Tumoren – von frühen Stadien bis hin zu fortgeschrittenen Erkrankungen. Die Therapie erfolgt individuell abgestimmt und häufig im Rahmen eines interdisziplinären Tumorboards.

 

Zysten der Bauchspeicheldrüse

  • Abklärung und Behandlung von Pankreaszysten. Wir beurteilen sorgfältig, ob ein erhöhtes Risiko für eine bösartige Entwicklung besteht und ob eine Operation notwendig ist oder eine regelmäßige Kontrolle ausreicht.

 

Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

  • Behandlung der akuten und chronischen Pankreatitis in enger Zusammenarbeit mit der Inneren Medizin und Gastroenterologie. Gemeinsam entscheiden wir, ob eine konservative Therapie ausreichend ist oder ein operativer Eingriff sinnvoll wird.

 

Multimodale Therapie bei Pankreaskarzinom

  • Die Behandlung des Pankreaskarzinoms erfolgt nach einem modernen multimodalen Therapiekonzept. Abhängig vom Tumorstadium werden operative Verfahren mit Chemotherapie und gegebenenfalls Strahlentherapie kombiniert. Ziel ist es, für jede Patientin und jeden Patienten die bestmögliche onkologische Therapie zu gewährleisten.

 

2. Unsere Behandlungsverfahren

Abhängig von Art und Ausbreitung der Erkrankung kommen verschiedene operative Verfahren zum Einsatz. Alle größeren Eingriffe werden in einem erfahrenen, interdisziplinären Team geplant. Welche Therapie für Sie geeignet ist, hängt von Art und Ausbreitung der Erkrankung ab. Alle größeren Eingriffe werden in einem erfahrenen, interdisziplinären Team geplant.

 

  • Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes

    „Whipple-Operation“ bzw. pyloruserhaltende partielle Duodenopankreatektomie – PPPD, Hierbei wird der vordere Teil der Bauchspeicheldrüse entfernt, meist zusammen mit dem Zwölffingerdarm und den Gallengängen.
  • Entfernung des Bauchspeicheldrüsenschwanzes (Pankreaslinksresektion)

  • Entfernung der gesamten Bauchspeicheldrüse (Pankreatektomie)

  • Minimalinvasive und robotische Chirurgie:

    Wenn medizinisch sinnvoll, führen wir Eingriffe minimalinvasiv oder roboterassistiert durch. Diese modernen Operationsverfahren ermöglichen häufig kleinere Hautschnitte, eine geringere postoperative Belastung sowie eine schnellere Erholung. Zu den minimalinvasiven Verfahren gehören insbesondere:
    • minimalinvasive Pankreaslinksresektionen
    • parenchymsparende Resektionen bei gutartigen oder zystischen Läsionen der Bauchspeicheldrüse
  • Operationen bei chronischer Pankreatitis

    Je nach Befund kommen Drainage- oder Resektionsverfahren zum Einsatz, um Schmerzen zu lindern und Komplikationen zu vermeiden.
  • Palliative Verfahren

    Wenn eine vollständige Tumorentfernung nicht möglich ist, führen wir bei Bedarf entlastende (palliative) Eingriffe durch, um Beschwerden zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern.

 

3. Unsere Sprechstunde

Spezialsprechstunde für Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, der Leber und der Gallenwege: Hier beraten wir Sie gerne zu allen Fragen rund um Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, der Leber und der Gallenwege - von unklaren Befunden über chronische Entzündungen bis hin zu Tumorerkrankungen.

  • Verantwortlicher: E. Heinze / PD Dr.med. Moulla
  • Wann: jeden Freitag von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr
  • Wo: Klinikum Chemnitz, Haus 3, Ebene -1, Flemmingstraße 2, 09116 Chemnitz
  • Telefon: 0371 333-307- 23/26/28 (Klinikkoordination)

 

Bitte bringen Sie zu Ihrem Termin vorhandene Arztbriefe, Laborwerte und Bildgebung (z. B. Ultraschall, CT, MRT) mit.

Website des Viszeralonkologischen Zentrums Chemnitz/Pankreaskarzinomzentrums
Erik Heinze
Funktionsoberarzt, Facharzt für Viszeralchirurgie
PD Dr. med. habil. Yusef Moulla, FEBS
Kommissarischer Chefarzt, FA für Viszeralchirurgie, Zusatzweiterbildung spezielle Viszeralchirurgie, FA für Thoraxchirurgie

Chirurgie der Leber und der Gallenwege (hepatobiliär)

In unserer Klinik behandeln wir das gesamte Spektrum an Erkrankungen der Leber, der Gallenwege und der Gallenblase. Von gutartigen Veränderungen wie Zysten und Gallensteinen über Entzündungen bis hin zu gut- und bösartigen Tumoren. Die onkologische Behandlung findet im Rahmen unseres Leberkrebszentrums statt. Das Leberkrebszentrum am Klinikum Chemnitz wurde 2022 erstmals von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) über das Institut OnkoZert als zertifiziertes Organkrebszentrum ausgezeichnet. Zusammen mit dem Darmkrebszentrum, dem Bauchspeicheldrüsenkrebszentrum und dem Speiseröhrenkrebszentrum bildet es das Viszeralonkologische Zentrum des Onkologischen Centrums Chemnitz (OCC).

 

1. Unsere Behandlungsschwerpunkte

Wir behandeln u. a. folgende Erkrankungen:

  • Gut- und bösartige Tumoren der Leber: Dazu zählen Tumoren, die direkt in der Leber entstehen (z. B. Leberkrebs oder gutartige Wucherungen).
  • Absiedlungen (Metastasen) in der Leber: Tochtergeschwülste anderer Krebserkrankungen, die sich in der Leber angesiedelt haben (z. B. bei Darm- oder Brustkrebs).
  • Zysten der Leber: Flüssigkeitsgefüllte Hohlräume in der Leber, die in manchen Fällen Beschwerden verursachen und daher behandelt werden müssen.
  • Gut- und bösartige Tumoren der Gallenwege und der Gallenblase: Neubildungen im Bereich der Gallenwege oder der Gallenblase.
  • Entzündungen der Gallenwege und der Gallenblase: Akute oder wiederkehrende Entzündungen, die häufig mit Schmerzen im Oberbauch und Fieber einhergehen.
  • Gallensteine: Steinbildung in der Gallenblase oder den Gallenwegen, die zu Koliken, Entzündungen oder Aufstau der Galle führen kann.

 

2. Unsere Behandlungsverfahren

Je nach Art und Ausdehnung der Erkrankung setzen wir moderne operative und minimalinvasive (Schlüsselloch-)Verfahren ein. Ziel ist es, die Erkrankung sicher zu behandeln und dabei möglichst viel gesundes Lebergewebe zu erhalten.

 

Präzise Operationsplanung mit LiMAx-Test

Vor größeren Leberoperationen prüfen wir die Leistungsfähigkeit Ihrer Leber mit dem sogenannten LiMAx-Test. Dabei erhalten Sie ein gut verträgliches Medikament über eine Vene. Anschließend wird über Ihre Atemluft gemessen, wie gut Ihre Leber arbeitet.

Die Ergebnisse helfen uns, das Ausmaß der Operation individuell anzupassen und das Risiko für ein postoperatives Leberversagen deutlich zu reduzieren.

 

Moderne Leberchirurgie:

Leberteilresektionen (parenchymsparend)

Wann immer möglich führen wir parenchymsparende Leberresektionen durch. Mithilfe des intraoperativen Ultraschalls können Tumoren und andere Veränderungen während der Operation präzise lokalisiert werden. Dadurch entfernen wir gezielt nur den erkrankten Anteil der Leber und erhalten möglichst viel gesundes Gewebe.

Diese Technik ist besonders wichtig bei:

  • Lebermetastasen
  • primären Lebertumoren
  • komplexen Mehrsegmentresektionen

Entfernung eines Leberlappens

Bei größeren oder ungünstig gelegenen Tumoren kann die Entfernung eines ganzen Leberlappens notwendig sein. Auch hier wird vorab die verbleibende Leberfunktion sorgfältig geprüft.

Behandlung von Leberzysten

Große oder symptomatische Zysten werden minimalinvasiv „entdacht“, sodass die Flüssigkeit abfließen kann und Beschwerden dauerhaft gelindert werden.

Operationen an den Gallenwegen

Bei Tumoren oder schweren Erkrankungen können Teile der Gallenwege entfernt und neu mit dem Darm verbunden werden.

Entfernung der Gallenblase

Die Entfernung der Gallenblase zählt zu den häufigsten Operationen und wird meist minimalinvasiv durchgeführt – insbesondere bei Gallensteinen oder wiederkehrenden Entzündungen.

Ergänzende nicht-operative Therapien

In unserem Leberkrebszentrum stehen zusätzlich moderne nicht-chirurgische Verfahren zur Verfügung, darunter:

  • Mikrowellenablation (gezielte Hitzeverödung von Tumoren)
  • Chemoembolisation
  • Strahlentherapie

Diese Verfahren können ergänzend oder alternativ zur Operation eingesetzt werden – abhängig von Tumorart, Größe und individueller Situation

 

3. Unsere Sprechstunde

Spezialsprechstunde für Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, der Leber und der Gallenwege: Hier beraten wir Sie gerne zu allen Fragen rund um Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, der Leber und der Gallenwege - von unklaren Befunden über chronische Entzündungen bis hin zu Tumorerkrankungen.

  • Verantwortlicher: E. Heinze/ PD Dr.med. Yusef Moulla
  • Wann: jeden Freitag von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr
  • Wo: Klinikum Chemnitz, Haus 3, Ebene -1, Flemmingstraße 2, 09116 Chemnitz
  • Telefon: 0371 333-307- 23/26/28 (Klinikkoordination)

Bitte bringen Sie zu Ihrem Termin vorhandene Arztbriefe, Laborwerte und Bildgebung (z. B. Ultraschall, CT, MRT) mit.

Erik Heinze
Funktionsoberarzt, Facharzt für Viszeralchirurgie
PD Dr. med. habil. Yusef Moulla, FEBS
Kommissarischer Chefarzt, FA für Viszeralchirurgie, Zusatzweiterbildung spezielle Viszeralchirurgie, FA für Thoraxchirurgie

Darm- und Enddarmchirurgie (Kolorektal) sowie Chronisch-Entzündliche-Darmerkrankungen (CED)

Im Darmkrebszentrum am Klinikum Chemnitz sind alle an der Behandlung von Darmkrebs beteiligten Fachdisziplinen vertreten. Seit 2011 ist das Darmkrebszentrum nach den Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. zertifiziert. Im Jahr 2017 erfolgte die Erweiterung zum Viszeralonkologischen Zentrum. Über den folgenden Link erhalten Sie weitere Informationen zum Thema Darmkrebs sowie zum Behandlungsspektrum und den Partnern des Darmkrebszentrums am Klinikum Chemnitz.

Informationen des Viszeralonkologischen Zentrums Chemnitz/Darmkrebszentrums

Patientengeschichte Darmkrebs: „Ich motiviere alle meine Freunde, regelmäßig zur Darmkrebsvorsorge zu gehen“

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Chirurgie von bösartigen Weichteiltumoren (Sarkome)

Chirurgie von bösartigen Weichteiltumoren (Sarkome)

HIPAC/PIPAC

HIPEC und PIPAC – Spezialisierte Therapien bei Bauchfellkrebs am Klinikum Chemnitz

Das Klinikum Chemnitz bietet mit HIPEC und PIPAC zwei hochspezialisierte Verfahren zur Behandlung von Peritonealkarzinose (Bauchfellkrebs) an. Diese innovativen Therapien sind fester Bestandteil unseres onkologischen Behandlungsspektrums und bieten Patientinnen und Patienten mit Tumorbefall des Bauchfells wichtige Behandlungsperspektiven.​

 


HIPEC – Hypertherme Intraperitoneale Chemotherapie

Die HIPEC ist ein umfassendes Verfahren, das bei bestimmten Krebsarten mit Bauchfellbefall das Ziel hat, eine Heilung (kurativer Ansatz) zu erreichen (Beckert, 2013). Bei ausgewählten Tumoren kann dieses Verfahren sehr hohe Langzeit-Überlebensraten ermöglichen (Eftimie, 2023).

Wie funktioniert die HIPEC?

  1. Operation (Zytoreduktive Chirurgie): Zuerst werden alle sichtbaren Tumore und befallenen Teile des Bauchfells so vollständig wie möglich entfernt.
  2. Warme Chemotherapie: Unmittelbar danach wird der Bauchraum mit einer erwärmten Chemotherapie-Lösung gespült. Die HIPEC kombiniert somit die chirurgische Entfernung mit einer hyperthermen (erwärmten) Chemotherapie (Beckert, 2013).

Was sind die Vorteile?

  • Doppelte Wirkung: Die erhöhte Temperatur schädigt Krebszellen und verbessert die Wirksamkeit der Chemotherapie.
  • Hohe lokale Konzentration: Die Verabreichung der Chemotherapeutika direkt in die Bauchhöhle ermöglicht eine hohe lokale Wirkstoffkonzentration (Osminin, 2023).
  • Geringere Belastung: Durch die lokale Anwendung können schwere systemische Nebenwirkungen vermieden werden (Osminin, 2023).

Die HIPEC wird bei primären peritonealen Tumoren (z. B. Peritoneales Mesotheliom, Pseudomyxoma peritonei) sowie bei metastatischem Befall durch Tumoren des Dickdarms, des Magens oder des Eierstocks eingesetzt (Beckert, 2013) (Eftimie, 2023).

 

PIPAC – Pressurized Intraperitoneal Aerosol Chemotherapy

Die PIPAC ist ein minimal-invasives Verfahren, das vorwiegend als palliativer Ansatz eingesetzt wird, um Symptome zu kontrollieren und die Lebensqualität von Patienten mit fortgeschrittenem Bauchfellkrebs zu erhalten (Jansen-Winkeln, 2022) (Eftimie, 2023). Es eignet sich auch für Patienten, die aufgrund einer hohen Krankheitslast keine Kandidaten für eine HIPEC-Operation sind (Daniel, 2023).

Wie funktioniert die PIPAC?

  1. Schlüsselloch-Technik: Die Methode wird minimal-invasiv mittels Laparoskopie (Schlüsselloch-Technik) durchgeführt (Solass, 2013) (Hübner, 2015).
  2. Chemotherapie als Nebel: Das Chemotherapeutikum wird als feines Aerosol (Nebel) unter Druck in die Bauchhöhle eingebracht (Hübner, 2015).

Was sind die Vorteile?

  • Gleichmäßige Verteilung: Die Anwendung als Aerosol unter Druck optimiert die Homogenität der Wirkstoffverteilung im gesamten Bauchraum (Nadiradze, 2019).
  • Tiefe Wirkung: Die Verteilung und Gewebepenetration der Chemotherapie durch PIPAC sind im Vergleich zur HIPEC überlegen (Hübner, 2015) (Nadiradze, 2019).
  • Sehr geringe Dosis: Es wird nur etwa 10 % einer üblichen systemischen Dosis verwendet (Solass, 2013). Dies führt zu einer geringen systemischen Exposition und wenigen systemischen Nebenwirkungen (Eveno, 2017) (Solass, 2013).
  • Schonend und wiederholbar: Das Verfahren ist sehr schonend, ermöglicht eine frühe Entlassung (z. B. nach 2 bis 5 Tagen) (Solass, 2013) und kann wiederholt angewendet werden (Nadiradze, 2015) (Solass, 2013). Es kann auch als neoadjuvante Therapie eingesetzt werden, um Patienten für eine nachfolgende CRS und HIPEC zu selektieren (Girshally, 2016).

 

Warum sind Sie bei uns in guten Händen?

Am Klinikum Chemnitz verfügen wir über langjährige Erfahrung in der Durchführung dieser hochkomplexen Therapieverfahren. Alle Patientinnen und Patienten werden in unserem interdisziplinären Tumorboard ausführlich besprochen, wo Expertinnen und Experten aus Chirurgie, Onkologie, Anästhesie, Radiologie und Pathologie gemeinsam die optimale Behandlungsstrategie festlegen.​

Unsere spezialisierten Chirurgen verfügen über umfassende Expertise in der onkologischen Chirurgie und regionalen Chemotherapie, die durch zahlreiche erfolgreich durchgeführte Behandlungen kontinuierlich erweitert wurde. Durch die Konzentration aller relevanten Fachdisziplinen am Standort und die Einbindung in das Onkologische Centrum Chemnitz (OCC) profitieren unsere Patientinnen und Patienten von kurzen Wegen, etablierten Behandlungsabläufen und einer optimalen Rundum-Betreuung vor, während und nach der Behandlung.

Bei Fragen zu HIPEC und PIPAC steht Ihnen unser onkologisches Team jederzeit gerne zur Verfügung. Vereinbaren Sie bei Interesse einen Termin in unserer Sprechstunde. Die Kontaktdaten finden Sie unten.

 

  • (Beckert, 2013) Beckert, S et al. (2013). Chirurgische Therapie der peritonealen Metastasierung in Abhängigkeit von Tumorentität, -stadium und -charakteristik(a) Zentralblatt für Chirurgie, 141, 415 - 420. https://doi.org/10.1055/s-0033-1350857
  • (Eftimie, 2023) Eftimie, M et al. (2023). Surgical Options for Peritoneal Surface Metastases from Digestive Malignancies—A Comprehensive Review. Medicina, 59. https://doi.org/10.3390/medicina59020255
  • (Osminin, 2023) Osminin, S et al. (2023). HIPEC and PIPAC for gastric cancer: technique and comparison of efficacy. Literature review. Malignant tumours. https://doi.org/10.18027/2224-5057-2023-13-3-37-45
  • (Jansen-Winkeln, 2022) Jansen-Winkeln, B et al. (2022). Pressurized intraperitoneal aerosol chemotherapy (PIPAC) in patients with peritoneal surface malignancies (PSM): a prospective single-center registry study. Journal of Cancer Research and Clinical Oncology, 149, 1331 - 1341. https://doi.org/10.1007/s00432-022-04517-w
  • (Daniel, 2023) Daniel, S K et al. (2023). PIPAC for Gastrointestinal Malignancies. Journal of Clinical Medicine, 12. https://doi.org/10.3390/jcm12216799
  • (Solass, 2013) Solass, W et al. (2013). Intraperitoneal Chemotherapy of Peritoneal Carcinomatosis Using Pressurized Aerosol as an Alternative to Liquid Solution: First Evidence for Efficacy. Annals of Surgical Oncology, 21, 553 - 559. https://doi.org/10.1245/s10434-013-3213-1
  • (Hübner, 2015) Hübner, M et al. (2015). [PIPAC--Pressurized intraperitoneal aerosol chemotherapy. A novel treatment for peritoneal carcinomatosis]. Revue medicale suisse, 11(479), 1325-30. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26255492
  • (Nadiradze, 2019) Nadiradze, G et al. (2019). Overcoming Drug Resistance by Taking Advantage of Physical Principles: Pressurized Intraperitoneal Aerosol Chemotherapy (PIPAC) Cancers, 12. https://doi.org/10.3390/cancers12010034
  • (Eveno, 2017) Eveno, C et al. (2017). Experimental pharmacokinetics evaluation of chemotherapy delivery by PIPAC for colon cancer: first evidence for efficacy. Pleura and Peritoneum, 2, 103 - 109. https://doi.org/10.1515/pp-2017-0015
  • (Nadiradze, 2015) Nadiradze, G et al. (2015). Pressurized Intraperitoneal Aerosol Chemotherapy (PIPAC) with Low-Dose Cisplatin and Doxorubicin in Gastric Peritoneal Metastasis. Journal of Gastrointestinal Surgery, 20, 367 - 373. https://doi.org/10.1007/s11605-015-2995-9
  • (Girshally, 2016) Girshally, R et al. (2016). Pressurized intraperitoneal aerosol chemotherapy (PIPAC) as a neoadjuvant therapy before cytoreductive surgery and hyperthermic intraperitoneal chemotherapy. World Journal of Surgical Oncology, 14. https://doi.org/10.1186/s12957-016-1008-0
Dr. med. Till Schönherr
Oberarzt, Facharzt für Viszeralchirurgie

Sprechstunde

Flemmingstr. 2, Haus 3, Eingangsebene (-1)
mittwochs  09:00 – 15:00 Uhr

Telefon: 0371 333-307- 23/28 (Klinikkoordination)

Eine Überweisung ist nicht erforderlich.

Adipositaschirurgie

Adipositaschirurgie

Krankhaftes Übergewicht (Adipositas) ist weit mehr als ein kosmetisches Problem. Es kann zahlreiche Folgeerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Schlafapnoe nach sich ziehen und die Lebenserwartung deutlich verringern. Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, bietet die bariatrische Chirurgie eine wirksame Behandlungsmöglichkeit. Unsere Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ist chirurgischer Partner des Adipositas-Zentrums am Klinikum Chemnitz.

 

1. Unsere Abteilung

Das chirurgische Team der Adipositaschirurgie ist eingebettet in das interdisziplinäre Adipositas-Zentrum des Klinikums Chemnitz. Dort arbeiten Endokrinologen, Diabetologen, Gastroenterologen, Psychologen, Ernährungsberater und Physiotherapeuten eng zusammen, um für jeden Patienten einen individuellen Therapieplan zu entwickeln. Die bariatrische Chirurgie kommt als Baustein der Behandlung dann zum Einsatz, wenn ein multimodales Programm aus Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie allein nicht zum gewünschten Erfolg führt.

Weitere Informationen zum gesamten Adipositas-Zentrum und dem interdisziplinären Team (u. a. Endokrinologie/Diabetologie) finden Sie hier: Adipositas-Zentrum am Klinikum Chemnitz

 

2. Unsere Behandlungsschwerpunkte und Behandlungsverfahren

  • Beratung zur bariatrischen Operation: Nach Vorstellung im Adipositas-Zentrum und Abschluss des multimodalen Therapieprogramms beraten wir Sie ausführlich über die für Sie geeignete Operationsmethode.
  • Laparoskopische/ Robotische Sleeve-Gastrektomie (Schlauchmagen): Dabei wird der Magen in Schlüsselloch-Technik verkleinert. Das Hungergefühl wird deutlich reduziert, und die Nahrungsaufnahme ist begrenzt.
  • Laparoskopischer/ Robotischer Magenbypass (Roux-Y Gastric Bypass): Hierbei wird ein kleiner Vormagen gebildet und direkt mit dem Dünndarm verbunden. Dadurch wird die Nahrungsaufnahme verringert, was zu einer effektiven und nachhaltigen Gewichtsreduktion führt.
  • Korrektur- und Umwandlungsoperationen (Re-Do-Eingriffe): Bei unzureichendem Ergebnis oder Komplikationen nach einer früheren bariatrischen Operation führen wir Korrektureingriffe oder Umwandlungen auf ein anderes Verfahren durch.
  • Nachsorge nach bariatrischer Operation: Regelmäßige chirurgische Nachkontrollen sind ein wichtiger Bestandteil des langfristigen Behandlungserfolgs.

 

3. Unsere Sprechstunde

In unserer Sprechstunde beraten wir Sie individuell zu den Möglichkeiten der bariatrischen Chirurgie und begleiten Sie vor und nach dem Eingriff.

Ihre Ansprechpartner: Robert Luck (Facharzt für Viszeralchirurgie) und C. Deutschmann

  • Wann: dienstags von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr
  • Wo: Klinikum Chemnitz, Haus 3, Ebene -1, Flemmingstraße 2, 09116 Chemnitz
  • Telefon: 0371 333-307- 23/26/28 (Klinikkoordination)

 

Bitte bringen Sie zu Ihrem Termin, wenn möglich, vorhandene Arztbriefe, Befunde und die Unterlagen aus dem Adipositas-Zentrum mit.

 

Robert Luck
Geschäftsführender Oberarzt, Facharzt für Viszeralchirurgie, Lehrkoordinator der Klinik

Rekonstruktive diabetische Fußchirurgie, Amputationschirurgie und Weichteilchirurgie

Rekonstruktive diabetische Fußchirurgie und Amputationschirurgie

Zur Erkrankung des diabetischen Fußes gehören Verletzungen am Fuß eines Patienten mit Diabetes mellitus, die bei verzögerter oder ineffektiver Behandlung den Verlust des gesamten Beines zur Folge haben können. Es ist eine Hauptkomplikation der Patienten mit Diabetes mellitus.
Die Ursache ist eine Schädigung der Gefäße (Angiopathie) und der Nerven (Neuropathie).
Die Folgen des diabetischen Fußes sind Ulzerationen (Geschwüre), Amputationen und der Charcot-Fuß.
In Deutschland werden jedes Jahr rund 170000 Patienten wegen Diabetes mellitus stationär behandelt (etwa 13500 in Sachsen, davon rund 4500 mit Diabetes mellitus Typ 2 mit multiplen Komplikationen).
Die häufigsten Operationen unter den Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sind die Amputation des Fußes sowie die chirurgische Wundtoilette.        
 
In unserer Klinik werden folgende Leistungen und Operation angeboten:

  • Einleitung einer Röntgendiagnostik zur Abklärung des diabetischen Fußes
  • Überprüfung des aktuellen Gefäßstatus in Kooperation mit dem Gefäßzentrum des Klinikum Chemnitz
  • konservative Therapie des diabetischen Fußes mit einer stadiengerechten Wundbehandlung ggf. unter dem Einsatz einer Elektro- oder Vakuumtherapie
  • Teilentfernung von Fußteilen oder Amputationen
  • innere Amputation von Knochenteilen mit einer kosmetisch weitestgehenden Erhaltung des Fußes
  • Eingriffe in minimal-invasiver Technik am Fuß
  • Fußrekonstruktion mit Fixateur externe (äußerer Festhalter)
  • Fußrekonstruktion mit winkelstabilen Plattensystemen

Das Ziel ist eine Amputation zu verhindern oder wenn eine Amputation unumgänglich ist, einen
patientengerechten Stumpf zu schaffen und das Amputationsausmaß möglichst klein zu halten.

 
Für die Behandlungsplanung, die Befundbesprechung und die Nachsorge werden unsere Patienten an die Sprechstunde des diabetischen Fußzentrums angebunden.

Weichteilchirurgie bei Dekubitus mit plastischer Deckung

Die Vermeidung von Druckbelastungen, die zu lokalen Durchblutungsstörungen im Gewebe führen, steht im Mittelpunkt der Dekubitus-Therapie bei länger bettlägerigen Patienten. Nur durch Reduktion des Auflagedrucks mittels spezieller Matratzensysteme, Konditionierung der Wunde und eventueller plastischer Deckung kann ein Dekubitus zur Abheilung gebracht werden.
 
In unserer Klinik werden folgende Leistungen und Operation angeboten:

  • stadiengerechten Wundbehandlung mit chirurgischer Wundtoilette, ergänzt durch den Einsatz einer Elektro- oder Vakuumtherapie
  • Haut- und Muskellappenplastiken des Rückens, des Gesäßes und der Hinterseite des Oberschenkels zur Deckung chronischer Druckgeschwüre
Torsten Mehlhorn
Oberarzt, FA für Chirurgie und Viszeralchirurgie, Zusatzweiterbildung spezielle Viszeralchirurgie

Intensivmedizin

Unsere Klinik verfügt über eine operative Intensivstation mit 14 Betten mit Beatmungsmöglichkeit.
Zum Spektrum der komplexen Intensivtherapie gehören alle modernen Behandlungsmethoden, wie beispielsweise:

  • Möglichkeit der Hämodialyse
  • andere Organersatztherapien
  • Anlage von Punktionstracheotomien (Luftröhrenschnitt)
  • Invasive und nicht-invasive Formen der maschinellen Beatmung
  • Durchführung invasiver Messmethoden über arterielle und venöse Katheter. 

Eine hohe technische Ausstattung und qualifiziertes medizinisches Personal bilden die Grundlage dafür, den Patienten und deren Angehörigen den Aufenthalt auf der Intensivstation so angenehm wie möglich zu gestalten.
 
Es liegt die Weiterbildungsbefugnis für 24 Monate Chirurgische Intensivmedizin vor.

Stefan Götze
Oberarzt der chirurgischen ITS N031, FA für Viszeralchirurgie, Zusatzweiterbildung spezielle Viszeralchirurgie und Inten­­si­v­­me­­di­­zin
Dipl.-Med. Thomas Mehlhorn
Oberarzt der Chirurgischen Intensivstation N031 (ITS III) / FA für Anästhesiologie, Notfallmedizin, FA für Sportmedizin

Bauchwandbrüche (Hernien)

Hernienoperationen gehören zu den häufigsten Eingriffen in der Allgemeinchirurgie. In unserer Klinik werden alle Formen von Hernien (Brüchen) versorgt. Dazu gehören:
 

  • Leisten- und Schenkelhernien
  • Nabel- und Bauchwandhernien
  • Narbenhernien
  • Zwerchfellhernien

Außerdem können alle wiederkehrenden Brüche nach Voroperationen (Rezidive) versorgt werden. Bei der Hernienversorgung kommen resorbierbare oder nicht resorbierbare Netze zur Gewebsverstärkung zum Einsatz. Dabei kommen sowohl offen chirurgische als auch minimal-invasive Verfahren zur Anwendung. Ob ein minimal-invasives Verfahren möglich und sinnvoll ist, wird gemeinsam mit dem Patienten bei Aufnahme entschieden.

Semen Ilgeldiev
Oberarzt, Facharzt für Viszeralchirurgie, Zusatzweiterbildung Notfallmedizin und spezielle Viszeralchirurgie

Proktologie

Ein Schwerpunkt in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ist die Behandlung von Erkrankungen des Dick- und Enddarms. Dazu gehören:

  • Analfisteln
  • Hämorrhoidalleiden
  • Analfissur
  • Stuhlinkontinenz
  • Beratung von Patienten mit künstlichen Bauchafter (Stoma)
  • Vorfälle des Anus und des Mastdarmes
  • Abszesse
  • Chirurgische Intervention bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
  • Pilonidalsinus
  • Tumore des Anus und Mastdarmes
  • Kondylome
  • Entleerungsstörungen mit chronischer Verstopfung
  • Akne inversa
  • Anale Schmerzen
  • Ekzeme

Als besondere Behandlungsverfahren die in unserer Abteilung durchgeführt werden,
sind zu nennen:  

  • HAL-RAR (die "schonende" Hämorrhoiden-OP) 
  • MuRAL mit HemorPex System® Plus (HPS Plus) (eine Variante der HAL-RAR-Methode)
  • Sakrale Neuro-Modulation ("Schrittmacher" bei u.a. Stuhlinkontinenz)
  • Pit-Picking bei Pilonidalsinus (Steißbeinfistel)
  • Minimalinvasive Operationstechniken bei Mastdarmvorfall (laparoskopische ventrale Rektopexie)
  • Transanale endoskopische Mikrochirurgie (TEM) bei Wucherungen im Mastdarm
  • Verschiedene Schließmuskel-schonende Verfahren der Fistelchirurgie: L.I.F.T., OTSC-Proctology ("Fistelkralle")

In der proktologischen Ermächtigungssprechstunde erfolgt die Diagnosestellung und anschließend wird gemeinsam mit dem Patienten die weitere Behandlung festgelegt.
Die Behandlung kann stationär und in ausgewählten Fällen auch ambulant erfolgen.
 

Dr. med. (Univ. Budapest) Khaled Diab
Funktionsoberarzt, Facharzt für Viszeralchirurgie, Zusatzweiterbildung Proktologie
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