Stammzellspende

In die Räume der Tagesklinik Stammzelltransplantation (KT35) unserer Klinik für Innere Medizin III ist eine ständige Einrichtung der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) integriert. Hier besteht die Möglichkeit einer Typisierung, die für die Registrierung in der Datei als potentieller Spender notwendig ist.

Die KT35 befindet sich in der Bürgerstraße 2, Haus 35. Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter 0371/333-44545.

DKMS
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Wie kann ich mich typisieren lassen?

Zur Typisierung müssen die Gewebemerkmale des Spenders bestimmt werden, wozu es lediglich von Nöten ist, eine geringe Menge Blut zu entnehmen oder einen Wangenschleimhautabstrich mit einem Wattestäbchen.

Wie werden Stammzellen gespendet?

Die lebenswichtigen Stammzellen sind in hoher Anzahl im Knochenmark (nicht Rückenmark) des Beckenkamms angesiedelt. Stellt sich nach einer medizinischen Untersuchung die Eignung des Spenders heraus, gibt es zwei Entnahmearten:

1. Die periphere Stammzellentnahme

  1. Dem Spender wird über fünf Tage ein körpereigener, hormonähnlicher Stoff (Wachstumsfaktor G-CSF) verabreicht. Dieses Medikament regt die Produktion der Stammzellen an, die dann über ein spezielles Verfahren direkt aus dem Blut gewonnen werden.
  2. Dieses Verfahren wird bei der DKMS seit 1996 angewandt. Langzeitnebenwirkungen sind nach dem heutigen Forschungsstand nicht belegt.
  3. Während der Einnahme des Medikaments können grippeähnliche Symptome auftreten.
  4. Es ist kein stationärer Aufenthalt notwendig.

2. Die Knochenmarkentnahme

  1. Unter Vollnarkose wird dem Spender aus dem Beckenkamm ca. 5 % seines Knochenmarks entnommen.
  2. Innerhalb von zwei Wochen regeneriert sich das Knochenmark beim Spender vollständig.
  3. Zur Knochenmarkentnahme bleibt der Spender für zwei bis drei Tage im Krankenhaus.
  4. Nach der Entnahme kann für wenige Tage ein lokaler Wundschmwerz entstehen - ähnlich dem einer Prellung.

Die Entscheidung, welches der Verfahren zur Stammzellgewinnung beim Spender angewandt wird, richtet sich nach den Belangen des Leukämiepatienten.
Nach Möglichlichkeit wird auf die Wünsche des Spenders Rücksicht genommen. Bei beiden Verfahren werden die anfallenden Kosten sowie der Verdienstausfall des Spenders von der Krankenkasse des Patienten übernommen und über die DKMS abgerechnet.

Wer kommt als Spender in Frage?

Spender werden kann jeder gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 55 Jahren. Sollten Sie unter einer chronischen Erkrankung oder einer anderen schweren Erkrankung leiden oder gelitten haben oder regelmäßig Medikamente einnehmen, halten Sie bitte Rücksprache mit der DKMS.

Die wichtigsten Ausschlusskriterien:

  1. Erkrankungen des Herzens (z. B. Herzinfarkt, Koronare Herzkrankheit)
  2. Erkrankungen der Lunge (z. B. schweres Asthma bronchiale)
  3. Erkrankungen des blutbildenden Systems
  4. Thrombosen
  5. schwere Erkrankungen des zentralen Nervensystems
  6. Krebserkrankungen
  7. Diabetes
  8. Rheuma
  9. infektiöse Gelbsucht (Hepatitis B, C)
  10. starkes Übergewicht, d. h. Body-Mass-Index (BMI) > 40
    (Berechnung: BMI = Gewicht/Körpergröße²)
  11. Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe

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