Unsere Behandlungsangebote

Unsere Klinik bietet eine abgestufte psychosomatische Versorgung, die sich an der individuellen Situation und dem aktuellen Bedarf orientiert. Einen Einblick in die einzelnen Behandlungsabteilungen finden Sie weiter unten. 

In der Regel beginnt der Behandlungsweg in unserer Ambulanz. Dort klären wir gemeinsam Beschwerden, entwickeln ein individuelles Krankheitsverständnis und besprechen passende Behandlungsoptionen.

Oft sind mehrere aufeinander abgestimmte Behandlungsschritte sinnvoll – beispielsweise von einer ambulanten Vorbehandlung über eine intensivere tagesklinische Therapie bis hin zu einer stabilisierenden Nachsorge, die den Übergang in den häuslichen Alltag und die Weiterbehandlung im ambulanten Bereich unterstützt.

Gemeinsam planen wir diese Schritte so, dass sie kurz- und langfristig zur jeweiligen Lebenssituation passen.

Die tagesklinische Behandlung ermöglicht dabei eine intensive therapeutische Begleitung, während der Alltag im gewohnten Lebensumfeld weiterhin aufrechterhalten wird. So können neue Erfahrungen und Veränderungen unmittelbar im Alltag erprobt und gefestigt werden.

Perspektivisch  wird das Angebot durch eine stationäre Behandlung ergänzt, um auch bei komplexeren Krankheitsverläufen umfassend begleiten zu können – insbesondere dann, wenn eine intensivere Behandlung in einem strukturierten und geschützten Rahmen sowie eine vorübergehende Distanz zum Alltag für nachhaltige Veränderungen erforderlich sind.

Ambulanz

In den meisten Fällen ist unsere Ambulanz Ihr erster Ansprechpartner auf dem Weg zur Diagnostik, zur Behandlung innerhalb unserer Klinik oder zur interdisziplinären Behandlungsplanung mit anderen medizinischen Fachbereichen. Sie werden von einem multiprofessionellen Team aus Ärztinnen und Ärzten, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Pflegefachpersonen, dem Sozialdienst sowie Spezialtherapeutinnen und -therapeuten begleitet.

Diagnostik und Behandlungsplanung

Am Anfang jeder Behandlung steht eine sorgfältige Diagnostik. In einem oder mehreren Gesprächen haben Sie Raum, Ihre aktuellen Beschwerden, Ihre persönliche Lebenssituation sowie belastende und stärkende Erfahrungen aus Ihrer Lebensgeschichte zu schildern.

Gemeinsam besprechen wir:

  • mögliche Diagnosen 
  • den Zusammenhang zwischen körperlichen und seelischen Belastungen (individuelles Krankheitsmodell) 
  • passende Behandlungsoptionen und nächste Schritte 

Bitte bringen Sie zu Ihrem Termin – neben einer Überweisung – möglichst folgende Unterlagen mit:

  • relevante Befunde zu psychischen und körperlichen Erkrankungen (z. B. Arztbriefe/Epikrisen früherer Behandlungen, aktuelles EKG, Laborbefunde) 
  • einen aktuellen Medikamentenplan 
  • wenn möglich eine aktuelle Epikrise oder kurze Beschwerdeschilderung aus Ihrer ärztlichen und/oder psychotherapeutischen Behandlung 

Diese Informationen helfen uns, Ihre Situation einzuschätzen und körperliche, psychische und soziale Faktoren in ihrem Zusammenwirken zu betrachten.

Ambulante Behandlung

Die Behandlungsangebote im Rahmen einer PIA (Psychiatrischen Institutsambulanz) kommen insbesondere dann infrage, wenn aufgrund akuter Beschwerden, der Komplexität oder Schwere der Erkrankung vorübergehend eine kliniknahe Anbindung und multiprofessionelle Behandlung erforderlich ist.
Insbesondere bei neu aufgetretenen Erkrankungen besteht häufig ein erhöhter Bedarf an Unterstützung, um die eigene Situation besser zu verstehen, geeignete Behandlungsangebote zu überblicken und eine passende ambulante Weiterbehandlung zu finden.
Einzeltherapeutische Gespräche sowie der Austausch mit anderen Betroffenen in Gruppen können hierbei erste überbrückende Unterstützung bieten und zur Stabilisierung, Neuorientierung und Wiedergewinnung von Handlungsfähigkeit beitragen.

Zugang zu (teil-)stationärer Therapie

Wenn Sie sich für unsere teilstationären Angebote interessieren oder in unsere Tagesklinik überwiesen wurden, teilen Sie uns dies gerne bereits bei der Terminvereinbarung in unserer Ambulanz mit. Auch in diesem Fall findet ein diagnostisches Gespräch zur Indikationsprüfung statt. Gemeinsam prüfen wir, ob das jeweilige Behandlungsangebot zu Ihrer Erkrankung und Lebenssituation passt, welche Ziele Sie mit der Therapie verfolgen und was gegebenenfalls vor Beginn vorzubereiten ist.
 

EMPOWER Tagesklinik

Transdiagnostisch-verhaltenstherapeutische Therapie zur Förderung von Selbstwirksamkeit und Beziehungskompetenz

Unsere Behandlung beginnt im September 2026.
Melden Sie sich gerne vorab zur Indikationsprüfung und individuellen Behandlungsplanung in unserer Ambulanz.

Die Behandlung erfolgt in einem strukturierten, multimodalen Setting mit enger therapeutischer Begleitung und gruppenbasierten Angeboten.

Behandlungsansatz

Die EMPOWER Tagesklinik richtet sich an Menschen mit einem gemischten psychosomatischen und psychischen Störungsspektrum. Dazu zählen insbesondere Angst-, Zwangs- und depressive Störungen sowie selbstunsichere, ängstlich-vermeidende oder zwanghafte Persönlichkeitsprägungen. Im Vordergrund stehen Schwierigkeiten wie ängstliche Vermeidung, Selbstunsicherheit, Rigidität oder Perfektionismus, die die Alltagsbewältigung und Beziehungen beeinträchtigen.
Trotz der Vielfalt der Diagnosen sind die zugrunde liegenden Herausforderungen häufig ähnlich: übersteigerte Ängste, gehemmte expansive Impulse, Schwierigkeiten im Ausdruck eigener Bedürfnisse und beim Setzen von Grenzen, bremsende Selbstzweifel, Konfliktvermeidung und ein eingeschränktes Selbstwertgefühl. Diese Schwierigkeiten verstehen wir störungsübergreifend als Ausdruck zugrunde liegender Prozesse, die sich in unterschiedlichen Symptomen zeigen können.
Die Therapie unterstützt dabei, Hemmungen zu überwinden, Gefühle und Bedürfnisse klarer auszudrücken und die Fähigkeit zu Selbstfürsorge, Selbstbehauptung sowie zu einem ausgewogenen Umgang mit eigenen und fremden Interessen zu stärken. In der therapeutischen Gruppe können neue Erfahrungen entstehen, die dazu ermutigen, sich – begleitet und unterstützt – auch schwierigen Gefühlen, Ängsten und neuen Herausforderungen zu stellen. Dabei werden individuelle Entwicklungsziele gezielt gefördert, etwa die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soziale Teilhabe und die Alltagsbewältigung im privaten und familiären Bereich.
In einem multiprofessionellen, verhaltenstherapeutisch orientierten Setting arbeiten wir störungsübergreifend und ressourcenorientiert, um ein integratives Krankheitsverständnis zu entwickeln, Zusammenhänge zu reflektieren und die Selbstwirksamkeit im Alltag nachhaltig zu stärken.

Behandlungsspektrum (indikationsbezogen)

Unsere Therapie ist störungsübergreifend ausgerichtet. Für die Zuweisung ist daher nicht primär die Diagnose entscheidend, sondern die zugrunde liegenden Störungsmechanismen und die Passung zum Behandlungskonzept.

  • Angststörungen 
  • Zwangsstörungen 
  • Depressive Störungen 
  • Persönlichkeitsstörungen/-akzentuierungen: anankastische (zwanghafte), ängstlich-vermeidende, dependente Persönlichkeitsstörung
  • Essstörungen 
  • Traumafolgestörungen und andere Persönlichkeitsstörungen, sofern im Einzelfall eine Passung zum Behandlungsfokus besteht

PSOMA Tagesklinik

Psychodynamisch-integrative Therapie für Körper & Psyche

Unsere Behandlung beginnt im Januar 2027.
Melden Sie sich gerne vorab zur Indikationsprüfung und individuellen Behandlungsplanung in unserer Ambulanz.

Die Behandlung erfolgt in einem strukturierten, multimodalen Setting mit enger therapeutischer Begleitung und gruppenbasierten Angeboten.
 

Behandlungsansatz

Psychische und körperliche Prozesse sind untrennbar miteinander verbunden und stehen in einer wechselseitigen Beziehung. Bei unterschiedlichen Erkrankungen kann dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht geraten. In der PSOMA Tagesklinik behandeln wir psychosomatische und somatopsychische Erkrankungen mit einem integrativen, psychodynamisch orientierten Therapieansatz.
Das Leiden an körperlichen Symptomen verstehen wir dabei nicht isoliert, sondern als Ausdruck emotionaler innerer Prozesse und als bedeutsamen Bestandteil individueller Krankheits- und Lebenszusammenhänge. Im Vordergrund stehen Erkrankungen, bei denen Körperbeschwerden eine zentrale Rolle spielen. Dazu zählen psychosomatische Erkrankungen wie die somatische Belastungsstörung (ehemals somatoforme Störungen) sowie dissoziative Bewegungs- oder Sensibilitätsstörungen. Ebenso behandeln wir somatopsychische Erkrankungen, bei denen eine primär körperliche Erkrankung zu psychisch belastenden Lebensveränderungen geführt hat, beispielsweise nach einem Herzinfarkt oder im Rahmen fortschreitender körperlicher Erkrankungen.
Die tagesklinische Behandlung unterstützt dabei, ein psychosomatisches Krankheitsverständnis zu entwickeln und ihre Krankheitsbewältigung aktiv und nachhaltig zu gestalten. Symptomreduktion ist dabei nur ein Teilaspekt. Vielmehr geht es darum, das eigene Leben zufriedener, aktiver und selbstwirksamer zu gestalten und wichtige Ressourcen wie Beziehungen, Freundschaften und Arbeit bewusst zu nutzen.
In einem multiprofessionellen therapeutischen Setting unterstützen wir Sie dabei, innere Zusammenhänge zu erkennen, neue Perspektiven zu entwickeln und einen bewussteren Umgang mit sich selbst und dem eigenen Körper zu finden.
 

Behandlungsspektrum (indikationsbezogen)

Unsere Therapie richtet sich an Patient:innen, bei denen körperliche Beschwerden eine zentrale Rolle im Erleben und in der Krankheitsbewältigung spielen.

  • Somatische Belastungsstörung (inkl. somatoformer Symptome, z. B. Schwindel, chronische Schmerzen, Magen-Darm-Beschwerden) 
  • Krankheitsängste und hypochondrische Störungen 
  • Dissoziative Bewegungs- und Sensibilitätsstörungen 
  • Somatopsychische Erkrankungen (psychische Belastungen infolge körperlicher Erkrankungen oder Wechselwirkungen zwischen körperlichen und psychischen Faktoren) 
     

Stationäre Behandlung (in Planung)

Die stationäre Behandlung in unserer Klinik befindet sich derzeit im Aufbau und ist ab Mitte 2027 vorgesehen. 

Über den weiteren Aufbau und den Behandlungsbeginn halten wir Sie hier auf dem Laufenden.

Mit der Erweiterung unseres Angebots entsteht ein weiterer Baustein in der abgestuften Versorgung, der eine noch engere Verzahnung von ambulanter, tagesklinischer und stationärer Behandlung ermöglicht.

Geplant ist eine Station für ein gemischt-psychosomatisches Störungsspektrum mit differenzierten therapeutischen Schwerpunkten.
Die störungsübergreifende Zuordnung zu den jeweiligen Behandlungsschwerpunkten orientiert sich unter anderem an der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik.

So können Patientinnen und Patienten entsprechend ihrer zentralen Problembereiche in stärker struktur- oder konfliktorientierten Behandlungsansätzen individuell begleitet werden – eingebettet in ein intensives multimodales Setting und eine abteilungsübergreifende Stationsgemeinschaft, die durch gemeinsamen Austausch und Gruppenangebote zusätzlich Halt gibt.

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