5. Ethiktag | Assistierter Suizid

| Datum: Freitag, den 07.11.2025 10:00 - 15:00 Uhr | Ort: Flemmingstraße 4 | Haus A | 3. Etage | Festsaal

Liebe Kolleg*innen, liebe Mitarbeiter*innen,

hiermit laden wir Sie herzlich zum Ethiktag 2025 am Klinikum Chemnitz ein. In diesem Jahr widmen wir uns dem komplexen Thema „Assistierter Suizid“. Wir möchten das Thema sowohl aus ethischer als auch aus rechtlicher Perspektive beleuchten und gemeinsam mit Ihnen diskutieren.

Nachdem das Bundesverfassungsgericht das Verbot der sogenannten geschäftsmäßigen Sterbehilfe im Jahr 2020 gekippt hat, wird die Frage nach einer Neuregelung des assistierten Suizids immer wieder intensiv diskutiert. Zahlreiche Gesetzesvorschläge fanden 2023 jedoch keine Mehrheit im Bundestag, sodass das Thema weiterhin im Raum steht, öffentlich diskutiert wird und eine zufriedenstellende Lösung für die Betroffenen immer noch ausbleibt.

Bei unserem Ethiktag möchten wir sowohl eine Bestandsaufnahme durchführen als auch das Thema für die Zukunft weiterdenken. Wir wollen klären: Was ist aktuell erlaubt, was verboten? Und diskutieren: Wo ziehen wir die Grenze zwischen Autonomie und fürsorglichem Schutz? In der Praxis begegnen uns regelmäßig Patient*innen, die Sterbewünsche äußern. Die Beweggründe dafür sind vielfältig. Besonders bei Menschen mit lebenszeitbegrenzenden Erkrankungen, die nicht aus einer akuten Suizidalität heraus sprechen, sondern den Wunsch nach einem selbstbestimmten Tod formulieren, geraten viele von uns als Behandelnde in ein ethisches Dilemma. Auf der einen Seite steht der Wunsch nach Selbstbestimmung – auf der anderen Seite die medizinische Verantwortung, Leiden zu lindern und Lebensqualität zu erhalten.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wie weit kann Selbstbestimmung gehen? Wo finden wir den Raum für den respektvollen Umgang mit dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Lebensende und wo überschreitet dieser Wunsch vielleicht die Grenzen des moralisch Vertretbaren? Was ist unsere Verantwortung als medizinisches Fachpersonal? Können wir den Wunsch nach einem selbstbestimmten Tod
in Einklang bringen mit unserer Verantwortung, Menschen in schweren Lebensphasen zu begleiten? Und wie gehen wir mit den ethischen Konflikten um, die sich dadurch ergeben? Gibt es eine „Pflicht zu leben“?

Diese Fragen werden wir beim Ethiktag gemeinsam untersuchen und diskutieren. Zusätzlich werfen wir einen Blick auf die spezielle Rolle von professionell Pflegenden und An- und Zugehörigen beim Thema.
Wir freuen uns auf Ihre wertvollen Perspektiven und auf eine anregende Auseinandersetzung mit diesem herausfordernden Thema.

Ethikkomitee des Klinikum Chemnitz

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