Patienteninformation

Ablauf einer Strahlentherapie

Liebe Patientin, lieber Patient, 

im Folgenden erhalten Sie einen kurzen Überblick über den Ablauf einer Strahlentherapie bzw. Radiochemotherapie, insbesondere über die einzelnen Schritte, die wir mit Ihnen oder "hinter den Kulissen" für Sie durchführen. 

Erstvorstellungstermin

Bei diesem Termin sichten wir mit Ihnen zusammen alle Ihre bisherigen Behandlungsunterlagen. Hierzu zählen insbesondere, frühere Operationsberichte, Histologien, Befunde und Daten von bildgebenden Verfahren, wie zum Beispiel Röntgen, Computertomographien, Kernspintomographien oder Sonographien. In diesem Gespräch werden wir uns ein komplettes Bild über Sie, bezogen auf Ihre aktuelle Erkrankung und Ihre vorhergehenden Erkrankungen und Begleiterkrankungen, machen. Anschließend werden die Therapieoptionen mit Ihnen besprochen und die Indikation zur Bestrahlung oder zur Radiochemotherapie wird gestellt. Hierbei ist es hilfreich, wenn Sie eine mögliche Bildgebung auf CD oder Befunde in Kopie mitbringen könnten sowie Ihre aktuelle Medikation. Am Ende dieses Aufklärungsgespräches erhalten Sie eine Kopie des unterschriebenen Aufklärungsbogens und weitere Termine. Diese können sich auf weitere notwendige Untersuchungen beziehen sowie auf das für die Bestrahlung essentiell notwendige Planungs-CT gegebenenfalls mit Kontrastmittel. Gerne können Sie hierzu Angehörige mitbringen und sich Fragen zurechtlegen.

Planungs-CT

Bei diesem Planungs-CT werden Sie in der entsprechenden Bestrahlungsposition mit möglichen Lagerungshilfen, wie zum Beispiel einem Vakuumkissen oder einer Maske, positioniert und durch ein normales CT, gewöhnlich mit Kontrastmittel, gefahren. Nach der Kontrastmitteluntersuchung bitten wir Sie, noch etwa eine halbe Stunde zu warten. Anschließend können Sie in der Regel wieder nach Hause gehen.

Medizinische Bestrahlungsplanung

Für die medizinische Bestrahlungsplanung wird in jedem CT-Schnitt das zu bestrahlende Volumen eingemalt (konturiert). Ebenso werden für die entsprechende Region sogenannte Risikoorgane markiert. Das sind Bereiche, die wir besonders vor der Strahlendosis schonen möchten.

Physikalische Bestrahlungsplanung

Nach Abschluss der medizinischen Bestrahlungsplanung wird der Datensatz an den Medizinphysikexperten weitergeleitet. Dieser entwirft einen Vorschlag eines Bestrahlungsplanes mit der Maßgabe, das Tumorvolumen optimal zu erfassen und das gesunde Gewebe optimal zu schonen. Hier kann es durchaus sein, dass auch eine einfache Bestrahlungstechnik eine optimale Dosisverteilung darstellen kann (3D-Technik). Gegebenenfalls wird aber eine sogenannte intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) von Nöten sein. Im Anschluss daran betrachten Medizinphysikexperte und Facharzt die Pläne gemeinsam und modifizieren diese bei Bedarf.

Qualitätssicherung

Haben sich Arzt und Medizinphysikexperte für einen Plan, individuell für Sie erstellt, entschieden, wird dieser Plan, zu Ihrer Sicherheit, an einem weiteren Planungssystem verifiziert. Das heißt, am entsprechenden Bestrahlungsgerät wird an einem Dummy mit entsprechenden Messkammern der Plan "abgestrahlt" und die gemessene Dosisverteilung mit der errechneten Dosisverteilung verglichen. Erst dann wird dieser Plan für Sie zugelassen.

Ablauf der Bestrahlungsserie

Im Vorfeld wurde mit Ihnen besprochen, ob bei Ihnen eine alleinige Bestrahlung oder eine Radiochemotherapie durchgeführt werden soll und ob diese ambulant oder stationär beginnen soll. Sie erhalten von unserem Casemanagement oder unserer Planungs-MTRA einen Anruf zur stationären Aufnahme oder zum ambulanten Beginn der Bestrahlung. In der Regel erfolgt die Bestrahlung einmal am Tag, 5-mal die Woche. Bei der ersten Bestrahlung werden bestimmte Lagerungen und Einstellungen überprüft, sodass hierfür mehr Zeit eingeplant werden sollte. Alle Einstellungen werden mindestens einmal, bei manchen Techniken auch täglich kontrolliert. Im Laufe der Behandlungsserie werden Sie regelmäßig von Ihrem behandelten Arzt nach Ihrem Befinden befragt, und es werden regelmäßig Blutbild- und Laborkontrollen durchgeführt.

Bestrahlungsende

Am Ende der Bestrahlung wird ein Abschlussgespräch mit Ihnen durchgeführt. Hier wird die bisherige Verträglichkeit der Strahlentherapie nochmals erfragt, und Ihnen werden gegebenenfalls Pflegehinweise gegeben. Außerdem bekommen Sie weitere Termine für Ihre möglicherweise weiterführende Behandlung sowie den ersten Nachsorgetermin in unserer Einrichtung nach 6 bis 8 Wochen.

Ihre Meinung

Ihre Meinung ist uns wichtig und wird auch von uns ernst genommen. Es ist unser Ziel, Sie medizinisch und menschlich optimal zu behandeln und Sie in Ihrer Therapie zu begleiten. 

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns anhand des unten zum Herunterladen bereitgestellten Bewertungsbogens oder in Form eines freien Textes positive, aber auch negative Rückmeldung geben könnten. Nur so sind wir in der Lage, uns und unseren Anspruch zu überprüfen und können gegebenenfalls unsere Leistungen für kommende Patienten verbessern. Für Ihre Unterstützung möchten wir uns im Voraus herzlich bei Ihnen bedanken.

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