Traumziel Island: Klinikum Chemnitz unterstützt engagierten Schüler
| Datum: Sonntag, den 04.01.2026 um 09:00 Uhr
Der Traum, die einzigartige Natur Islands intensiv kennenzulernen und wissenschaftlich zu erkunden, wird für den 15-jährigen Jonah Männl wahr. Im April 2026 steht dem Zehntklässler aus Burgstädt eine spannende, einwöchige Forschungsexpedition bevor. Diese außergewöhnliche Reise, die sein Interesse an den MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) vertiefen soll, ist kostenintensiv. Hier kommt das Klinikum Chemnitz ins Spiel: Es ist Jonahs einziger Sponsor und unterstützt sein persönliches Engagement mit 650 Euro.
„Gern helfen wir jungen Menschen bei der Berufsorientierung und persönlichen Weiterentwicklung“, erklärt Martin Jonas, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums. „Da Herr Männl schon mehrfach als Praktikant bei uns tätig war und vielleicht eines Tages eine medizinische Laufbahn einschlägt, war es uns eine besondere Freude, ihn bei seiner Forschungsreise zu unterstützen.“
Der 15-Jährige nimmt am renommierten „Master MINT“-Programm der Institut für Jugendmanagement Stiftung Heidelberg teil. Das 2008 unter dem Motto „Wissen ist Zukunft, die Spaß macht!“ ins Leben gerufene Programm ist heute ein umfassendes Bildungsprogramm. Die Jugendlichen finanzieren ihre Teilnahme mit Unterstützung ihres Umfeldes oder externer Sponsoren.
Für den Schüler war die Teilnahme kein Selbstläufer. Am Gymnasium wurde ihm das Programm vorgestellt, und sein Interesse war schnell geweckt. Zunächst musste er umfangreiche Unterlagen einreichen, darunter ein Motivationsschreiben und eine Schulempfehlung. Trotz der geringen Auswahl von nur 36 Plätzen erhielt er schnell eine Zusage.
Jonah Männl hat sich bewusst für die nordische Insel entschieden, obwohl verschiedene Expeditionen, wie eine Wirtschaftsexpedition ins Silicon Valley oder eine Reise zum Nordkap, zur Auswahl standen: „Ich habe mich letztlich für Island entschieden, weil mich die Natur dort einfach am meisten fasziniert. Ich möchte durch die Expedition einen intensiven Einblick in die recht seltene Natur Islands gewinnen und mich sowohl fachlich als auch persönlich weiterentwickeln. Besonders reizt mich die Kombination aus Naturwissenschaft, Reisen und praktischer Forschung.“
Während der Reise wird er verschiedene Regionen der Insel erkunden, darunter Reykjavík und Egilsstaoir. Die anderen Teilnehmenden lernt er erst kurz vor der Abreise kennen.
Beruflich schwankt der 15-Jährige aktuell zwischen seinem Kindheitstraum, Pilot zu werden, und dem medizinischen Bereich. Er hat bereits mehrfach Praktika auf Stationen des Klinikums Chemnitz absolviert: Nach einem ersten schulischen Pflichtpraktikum kehrte er in seinen Ferien freiwillig für weitere, unbezahlte Praktika zurück, um das Team auf Station zu unterstützen und zusätzliche Einblicke in den Klinikalltag zu gewinnen. Auch 2026 plant er, einen Teil seiner Ferien im Klinikum zu verbringen.
„Für diese großzügige Förderung bin ich dem Klinikum Chemnitz sehr dankbar“, betont der Burgstädter. Er hofft, dass ihm die Expedition dabei hilft, seine Interessen klarer einzuordnen, neue Kompetenzen aufzubauen und Verantwortung in neuen Situationen zu übernehmen. „Für mich ist es eine große Chance, neue Perspektiven für meine Zukunft zu entdecken. Zudem erhoffe ich mir, viele neue, langfristige Kontakte zu knüpfen und natürlich neues Wissen über Island und seine Besonderheiten zu erlangen.“ Ein bisschen Respekt hat er vor der Menge an Input, die in der kurzen Zeit auf ihn zukommen wird: „Aber genau das macht die Reise ja spannend.“
Nach seiner Rückkehr wird der Schüler in insgesamt drei verpflichtenden Vorträgen in der Schule von seiner Reise berichten. Zudem überlegt er, die Eindrücke seiner Expedition in einem eigenen Projekt, zum Beispiel in Form eines Vlogs oder einer anderen digitalen Dokumentation, festzuhalten.
„Wir wünschen ihm viel Spaß und eine lehrreiche Zeit“, sagt Martin Jonas abschließend.