Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
weitere Informationen unter: bereitschaftspraxen.116117.de
Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
weitere Informationen unter: bereitschaftspraxen.116117.de
Als Chefarzt hat er den Staffelstab schon weitergegeben. Jetzt wurde Dr. med. Jens-Uwe Straßburger bei einer Feier offiziell von der Geschäftsführung und vom Team der nunmehr umbenannten Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie und -urologie verabschiedet.
Der gebürtige Karl-Marx-Städter, Jahrgang 1959, wollte eigentlich Tierarzt werden. Entschied sich dann doch für Humanmedizin und studierte von 1980 bis 1986 zuerst in Berlin, später in Dresden. Nachdem er bereits das Vorpraktikum (heute Pflegepraktikum) im Bezirkskrankenhaus Karl-Marx-Stadt absolvierte, kehrte er Ende der 1980er Jahre für die Facharztausbildung an das Haus zurück. „Ich hatte Glück, das Bezirkskrankenhaus war neu und es wurden Ärzte gebraucht. So konnte ich zurück in meine Heimatstadt“, erinnert sich Dr. Straßburger. Doch sein Wunsch, Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde zu werden, ging nicht in Erfüllung. „Ich wurde zur Pädiatrie gelenkt“, sagt er. Also Pflichtassistent in der Kinder- und Jugendmedizin ab 1986. Währenddessen traf Jens-Uwe Straßburger jemanden, der lieber Pädiater werden wollte statt Kinderchirurg. Das wiederum habe er sich jedoch gut vorstellen können. „Mit vielen Umwegen und viel Aufwand haben wir schließlich tauschen können.“ Nach der Promotion 1988 zum Thema „Langzeitprognose der Hepatitis NonA/NonB – eine prospektive Studie“ wurde Dr. Straßburger 1990 Stationsarzt und bereits drei Jahre später zum Leitenden Oberarzt der Klinik für Kinderchirurgie am Klinikum Chemnitz ernannt. Seit 2005 hatte er die kommissarische Leitung und wurde 2018 schließlich zum Chefarzt ernannt.
Die Kinderchirurgie des Klinikums Chemnitz ist – neben den Unikliniken Leipzig und Dresden – eine der drei großen kinderchirurgischen Kliniken in Sachsen. Auch das Spektrum entspricht dem der Universitätskliniken und umfasst die allgemeine Kinderchirurgie, Früh- und Neugeborenen-Chirurgie, Urologie, Uro-genital-Chirurgie, Traumatologie, Lungen- und Thoraxchirurgie, plastische Chirurgie, Neurochirurgie, Tumorchirurgie und Handchirurgie. Vor allem mit den Kinderchirurgie-Subspezialisierungen Urologie und Traumatologie – vertreten durch Oberarzt Dipl.-Mediziner Jörg Neser und den neuen Chefarzt PD Dr. med. habil. Jurek Schultz – ist die Chemnitzer Kinderchirurgie eine der wenigen Kliniken in Deutschland, die dies überhaupt vorhalten. Die Klinik hat 29 Planbetten, davon neun Intensivüberwachungsbetten (IMC) sowie interdisziplinäre Betten auf der pädiatrischen Intensivstation, und betreut bis zu zehn Betten im Bereich Kinder-HNO. Das aktuell weiterwachsende Team umfasst heute 14 Ärzte, 30 Mitarbeitende in der Pflege, eine Erzieherin, Therapeuten sowie studentische Hilfskräfte und Physician Assistants.
Dr. Straßburger hat nach umfangreichen Fortbildungen Mitte der 1990er Jahre die minimalinvasive Chirurgie im Kindesalter am Klinikum Chemnitz eingeführt. Er war Mitglied der Facharztprüfungskommission der Sächsischen Landesärztekammer (SLÄK). Von den zehn Fachärzten, die in seiner Chefarzt-Zeit in der Kinderchirurgie ausgebildet wurden und die er geprüft hat, sind fünf immer noch am Klinikum Chemnitz beschäftigt. Und in Kürze kommen noch zwei hinzu. Alle hatten sich während der Zeit des Praktischen Jahres für die Kinderchirurgie und „seine“ Klinik entschieden. Jens-Uwe Straßburger war Mitglied in der Widerspruchskommission und Gutachter bei der SLÄK und viele Jahre Mitglied in der Kammerversammlung. Er hat Vorlesungen im Studiengang medical engineering an der Technischen Universität Chemnitz gehalten und war in die MEDiC-Ausbildung involviert.
„Wir danken Dr. Straßburger herzlich für sein langjähriges Engagement in der Kinderchirurgie und die Entwicklung der Klinik und wünschen ihm für den Ruhestand alles Gute und für seine Pläne viel Kraft“, sagte der Medizinische Geschäftsführer Prof. Dr. Martin Wolz zur Verabschiedung. Die Klinik heißt jetzt Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie und -urologie und wird seit 1. September 2025 von PD Dr. Jurek Schultz geleitet.
„Team und Klinik sind hervorragend aufgestellt“, sagt der neue Chefarzt. „Wir haben uns schnell aufeinander eingespielt und konnten bereits einige Entwicklungen anschieben. So haben wir zum Beispiel das operative Spektrum der Klinik erweitert und dabei unter anderem einen Schwerpunkt auf die rekonstruktive Kniebinnenchirurgie im Kindes- und Jugendalter gelegt. Dafür konnten wir modernstes endoskopisches Equipment anschaffen. Weiterhin können wir nun die ganze Palette der kinderurologischen Diagnostik inklusive der Urodynamik und der Miktionsurosonografie (Methode des kontrastverstärkten Ultraschalls) anbieten.“ Die Klinik ist seit kurzem eine der wenigen Kliniken deutschlandweit mit zertifizierter Kindertraumatologie. Daneben wird aktuell die kinderchirurgische Notfallversorgung in die Zentrale Notaufnahme integriert, sämtliche ärztliche Dokumentation wurde digitalisiert, die ersten Studien, zum Beispiel zu Interferonsignaturen in Fibroblastenkulturen und zur sonografischen Frakturdiagnostik im Ellenbogenbereich, wurden gestartet und vieles mehr. „Ich danke meinem Kollegen Herrn Dr. Straßburger für seine Arbeit für und in unserer Klinik und besonders für die gemeinsame Zeit während der Klinik-Übergabe und wünsche ihm viel Freude in seinem neuen Lebensabschnitt!“