Interdisziplinäre Präzision bei unvorhergesehenen Krisen: Hand in Hand für die Kleinsten

| Datum: Donnerstag, den 26.02.2026 um 10:43 Uhr

Unmittelbar nach der Geburt zeigten sich beim kleinen Sallahudin schwere Anpassungsstörungen. Was zunächst wie eine vorübergehende Startschwierigkeit wirkte, entwickelte sich rasant zu einer lebensbedrohlichen Krise. Als die erste Atemhilfe nicht ausreichte, reagierte das Team der Neonatologie um Oberarzt Martin Tietz sofort und leitete die Intubation ein. Erst ein zügig durchgeführtes Röntgenbild brachte die Gewissheit, dass sich Organe aus dem Bauchraum durch eine bis dahin unerkannte Zwerchfellhernie in den Brustkorb verlagert und die Lunge massiv verdrängt hatten.

Unverzüglich nach der Diagnose dieses sogenannten Enterothorax wurde das kinderchirurgische Team hinzugezogen. Ein solcher Eingriff stellt höchste Anforderungen an das gesamte OP-Team. In einer präzisen Operation mussten die Organe, darunter die Milz, behutsam in den Bauchraum zurückverlagert und der etwa 3x5 cm große Defekt im Zwerchfell mit einem speziellen Patch verschlossen werden.

Auch nach der Operation blieb die Lage ernst und forderte das gesamte Spektrum der modernen Intensivmedizin. In dieser kritischen Phase arbeiten die Kliniken eng verzahnt zusammen. Leitender Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie und -urologie Jörg Neser unterstreicht die Bedeutung dieses Teamworks: „Tägliche gemeinsame Visiten und die fachübergreifende Abstimmung bei jeder Therapieentscheidung stellten sicher, dass die chirurgische Wundheilung und die hochkomplexe medikamentöse Stabilisierung der Lungenfunktion perfekt ineinandergriffen. Nur durch dieses Hand-in-Hand-Agieren erreichen wir für unsere kleinsten Patienten das bestmögliche Ergebnis.“

Dank der gebündelten Expertise stabilisierte sich Sallahudins Zustand zusehends. Heute ist er in bester Verfassung zu Hause bei seiner Familie. Sallahudins Geschichte ist ein Beispiel für die interdisziplinäre Leistungsfähigkeit unseres Perinatalzentrums Level 1. Vom Team der Erstversorgung über die chirurgische Präzision bis hin zur empathischen Nachsorge ermöglichte erst das nahtlose Ineinandergreifen aller Fachbereiche dem kleinen Jungen diesen Weg. Auch in Zukunft bleibt Sallahudin durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen in der engen Obhut des eingespielten Behandlungsteams.

Wir wünschen ihm und seiner Familie von Herzen alles Gute für die gemeinsame Zukunft.

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