Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
weitere Informationen unter: bereitschaftspraxen.116117.de
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Die medizinische Versorgung von Krebspatienten in der Region ist in den vergangenen Monaten durch eine intensivierte Kooperation zwischen dem Klinikum Chemnitz und dem Erzgebirgsklinikum gestärkt worden. Diese Zusammenarbeit wird durch Dr. med. Elke Möbius, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin II des Erzgebirgsklinikums (mit seinen Standorten Annaberg, Stollberg, Zschopau und Olbernhau), in der Funktion als ärztliche Koordinatorin für die Onkologie in der Gesundheitsregion Südwestsachsen gestaltet und weiterentwickelt. Gemeinsam mit Prof. Dr. med. habil. Andreas Sendler, der seit dem 1. Februar als ärztlicher Koordinator des Onkologischen Centrums Chemnitz (OCC) tätig ist, wurden bereits gemeinsame Strukturen etabliert, von denen Patienten in ganz Südwestsachsen unmittelbar profitieren. Ziel ist es, die onkologische Versorgung innerhalb der Gesundheitsregion sektorenübergreifend zu stärken, Versorgungsstrukturen weiter zu vernetzen und eine qualitativ hochwertige, leitliniengerechte und patientenorientierte Behandlung sicherzustellen.
Ein Kernstück dieser Zusammenarbeit ist das seit 2024 bestehende gemeinsame Tumorboard. Hier entscheiden Experten beider Kliniken aus verschiedenen Fachdisziplinen wie der Gastroenterologie, Viszeralchirurgie, Hämatologie/Onkologie und Strahlentherapie einmal wöchentlich für rund 20 Krebspatienten über die optimalen Behandlungswege. Auf diese Weise werden jährlich für etwa 800 bis 900 onkologische Patienten individuelle Therapieentscheidungen auf höchstem Niveau getroffen. Die Zertifizierung dieser Konferenzen durch die Sächsische Landesärztekammer unterstreicht den hohen Qualitätsanspruch der Kooperation, welche den Patienten eine spezialisierte und zugleich wohnortnahe Versorgung direkt in ihrer Region ermöglicht.
Ein Schwerpunkt der ersten Monate lag für Dr. Möbius in der Sicherstellung definierter Qualitätsstandards und der Begleitung von Zertifizierungsprozessen onkologischer Zentren. Ein weiterer zentraler Aufgabenbereich ist das Netzwerkmanagement. Dies umfasst die Koordination und den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Kliniken, niedergelassenen Ärzten, onkologischen Schwerpunktpraxen, Pflegeeinrichtungen, Psychoonkologen sowie weiteren Partnern. Im Bereich der Prozessoptimierung arbeitet die ärztliche Koordinatorin an der Weiterentwicklung und Vereinheitlichung onkologischer Leistungen. Ziel ist es, Transparenz, Qualitätssicherung und die Erfüllung regulatorischer Anforderungen sicherzustellen. Nicht zuletzt unterstützt Dr. Möbius die strukturierte Patientensteuerung, um eine koordinierte, zeitgerechte und bedarfsgerechte Versorgung der Patienten innerhalb der Gesundheitsregion zu ermöglichen. „Ich freue mich, mit meiner Arbeit die regionale Krebsversorgung nachhaltig zu stärken und die Vernetzung der Partner voranzutreiben“, sagt Dr. Möbius. Die Zusammenarbeit läuft eng mit Prof. Sendler und dient der Optimierung der Prozesse in der Tumorbehandlung zwischen dem Klinikum Chemnitz, dem Erzgebirgsklinikum und aller Krankenhäuser, die Tumorpatienten betreuen. Mit der Übernahme dieser Funktion bringt Dr. Möbius ihre umfassende onkologische Expertise und langjährige Erfahrung in die Weiterentwicklung der regionalen Versorgung ein.
Neben dem Erzgebirgsklinikum sind an den Tumorkonferenzen des OCC zahlreiche weitere Mitglieder der Gesundheitsregion Südwestsachsen beteiligt. Benötigen Patienten eine spezialisiertere medizinische Versorgung, wird diese im Rahmen der regionalen Kooperation standortübergreifend sichergestellt. Gleichzeitig wird beispielsweise auch der Zugang zu klinischen Studien ermöglicht. Vor diesem Hintergrund haben das Klinikum Chemnitz und das Erzgebirgsklinikum damit begonnen, die klinische Studienlandschaft zu harmonisieren. Dafür wird das Zentrum Klinische Studien (ZKS) am Klinikum Chemnitz, welches pro Jahr an rund 130 klinischen Studien beteiligt ist, eng in die Kooperation eingebunden. OCC und ZKS fungieren damit als Serviceeinrichtungen für die gesamte Region und halten Strukturen vor, von denen alle Patienten profitieren. Darüber hinaus steht das OCC in einem kontinuierlichen klinischen und wissenschaftlichen Austausch mit dem Onkologischen Zentrum Zwickau (OZZ). Beide Zentren haben den Auftrag des Freistaates Sachsen, die medizinische Versorgung von Krebspatienten in der Region Südwestsachsen sicherzustellen.
„Tumorpatienten haben oft komplexe Krankheitsbilder und benötigen eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau, die wir ihnen bieten können. Unser gemeinsames Ziel ist es, genau diese komplexen onkologischen Fälle in der Region zu halten und die Spitzenmedizin zu den Patienten nach Südwestsachsen zu bringen“, sagt Prof. Sendler. In die krankenhausübergreifende Zusammenarbeit fließen zudem innovative Projekte des Klinikums Chemnitz ein, um die medizinische Versorgung der Zukunft aktiv zu gestalten – ganz im Sinne des C:HUB – Health Cluster Südwestsachsen. Als „Betriebssystem der Region“ bildet das C:HUB einen Lösungsraum für Pilotierung, angewandte Forschung sowie den Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Versorgung. Die gemeinsam von der Technischen Universität Chemnitz und dem Klinikum Chemnitz entwickelte Initiative unterstützt gezielt die Transformation der Region zu einem leistungsfähigen Gesundheits- und Wirtschaftsstandort durch Innovation, Kooperation und Wissensvernetzung.