Klinikum und Fraunhofer ENAS kooperieren für schnelleren Transfer von Wissen in den klinischen Alltag

| Datum: Montag, den 23.02.2026 um 10:32 Uhr

Der rasche Transfer von Forschungsergebnissen in die klinische Anwendung ist entscheidend, damit Wissen und technologische Innovationen die Patientenversorgung verbessern. Bis aus einer Idee ein marktreifes medizintechnisches Produkt entsteht, das am Krankenbett ankommt, vergehen heute im Durchschnitt mehr als zehn Jahre. Um diese Spanne zu reduzieren, braucht es effektive Strategien, die Wissenschaft und Kliniken näher zusammenbringen. Das Fraunhofer ENAS und das Klinikum Chemnitz gehen zukünftig einen gemeinsamen Weg: Indem sie ihre Stärken bündeln, sollen Forschung und Entwicklung enger verzahnt, konsequent an den Patientenbedürfnissen ausgerichtet und neues Wissen direkt in den klinischen Alltag überführt werden. Ziel ist es, Resultate aus dem Forschungslabor unmittelbar in Behandlungsprozesse zu integrieren und bedarfsgerechte Gesundheitsleistungen zu ermöglichen. Die von beiden Partnern unterzeichnete Absichtserklärung zur Kooperation („Memorandum of Understanding“) sowie das neue „Health Innovation Lab“ des Fraunhofer ENAS markieren wichtige Initialschritte, um diese Vision zu realisieren.

Der Weg von innovativen medizintechnischen Ideen hin zur praxisnahen klinischen Anwendung, in der neue Diagnoseverfahren und Therapieansätze Medizinern und Patienten zur Verfügung stehen, ist lang und häufig mit hohen Kosten verbunden. Diesen zeit- und ressourcenintensiven Translationsweg wollen das Fraunhofer ENAS und das Klinikum Chemnitz durch einen direkten Wissenstransfer verkürzen. Zu diesem Zweck haben die Partner eine Absichtserklärung („Memorandum of Understanding“, MoU) unterzeichnet, die die gemeinsame strategische Ausrichtung und die intensive zukünftige Zusammenarbeit unterstreicht.

Das Fraunhofer ENAS und das Klinikum Chemnitz bringen Forschung, Technologieentwicklung und klinische Anwendung näher zusammen, um eine zukunftsorientierte Versorgungsforschung zum Wohl der Patienten sicherzustellen und den Wissenstransfer vom Labor in die Praxis zu stärken. Dadurch sollen Resultate aus der Forschung effektiver in der Krankenhausroutine und beim Patienten ankommen und zu maximaler Versorgungsqualität im Klinikalltag beitragen.

„Die enge Zusammenarbeit im unmittelbaren klinischen Kontext optimiert die Forschungsarbeit und den Innovationsprozess, so dass die Integrationschancen neuer Technologien erhöht werden“, so Prof. Dr. Martin Wolz, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz. „Die so entstehenden Diagnose- und Therapieverfahren sind praxisorientiert, bedarfsgerecht und nachhaltig. Aber nicht nur das: Unsere Partnerschaft setzt zugleich einen wichtigen Impuls, um Chemnitz als Standort für Gesundheit weiterzuentwickeln und als führendes Zentrum für Gesundheits- und Medizintechnikforschung, das Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheit verbindet, zu stärken“, erklärt Dr. Mario Baum, Leiter der Abteilung „Health Systems“ am Fraunhofer ENAS und Initiator des MoU, die Motivation der Zusammenarbeit.

„Mit unseren bildgestützten Verfahren, KI-basierten Algorithmen und integrierbaren Sensoren stellen wir wichtige technologische Bausteine für moderne Gesundheits-leistungen bereit. Von der klinischen Diagnostik bis zur Therapieentscheidung und -überwachung unterstützen unsere Komponenten und Systemlösungen Mediziner in ihrem klinischen Alltag. Sie machen die Erkennung von Krankheiten verlässlicher, minimalinvasive Eingriffe schonender und Behandlungen wirkungsvoller“, führt Dr. Mario Baum aus.

Den Auftakt der Kooperation bildet die Arbeit an einer neuartigen Sensortechnologie für den Einsatz in der Radiologie. Diese unterstützt die Stabilisierung vor allem mobiler und tragbarer Röntgensysteme, wodurch Bewegungsartefakte bei der Bildaufnahme vermieden werden. Dadurch kann die Strahlendosis für Patienten auf ein Minimum reduziert werden bei gleichzeitig hoher Bildqualität. „Im Rahmen unserer Partnerschaft werden wir uns außerdem gezielt in der Entwicklung von wissenschaftlich engagierten Nachwuchskräften engagieren“, so Prof. Dr. Martin Wolz.

Damit die beiden Partner nicht nur inhaltlich und technologisch, sondern auch räumlich näher zusammenrücken, ist das Fraunhofer ENAS ab sofort mit seinem „Health Innovation Lab“ am Klinikum Chemnitz vertreten. Dr. Mario Baum: „Direkt am Einsatzort unserer Technologien schafft unser Innovationslabor am Klinikum Chemnitz den optimalen Rahmen, um gemeinsam mit Anwendern auch für neue medizinische, wissenschaftliche oder technologische Fragestellungen Ideen zu generieren, an unkonventionellen Ansätzen vor Ort zu forschen, Gesundheitsinnovationen experimentell zu erproben und den synergetischen Austausch mit Ärzten sowie medizinischen Experten zu intensivieren.“

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