Prof. Dr. med. habil. Andreas Sendler übernimmt ärztliche Koordination des OCC

| Datum: Sonntag, den 01.02.2026 um 09:00 Uhr

Prof. Dr. med. habil. Andreas Sendler ist der neue ärztliche Koordinator des Onkologischen Centrums Chemnitz (OCC) sowie Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums. Zu diesem gehören die Zentren für Darm-, Leber-, Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Der renommierte Tumorchirurg arbeitet bereits seit dem 1. Juli 2024 im Klinikum Chemnitz, wo er zuvor als Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie tätig war. Durch die Einrichtung der Position des ärztlichen Koordinators sollen die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit regionalen Partnern gestärkt, Prozesse optimiert und das Krebszentrum zukunftssicher aufgestellt werden.

„Als einziger Maximalversorger in Südwestsachsen mit einem großen, zertifizierten onkologischen Zentrum haben wir einen besonderen Versorgungsauftrag“, erklärt Prof. Sendler. Angesichts knapper Ressourcen und einer alternden Bevölkerung sei es das Ziel, eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau flächendeckend sicherzustellen. „Unser Fokus liegt auf einer partnerschaftlichen Kooperation mit anderen Krankenhäusern und Praxen. Auf die Vernetzung mit den Kolleginnen und Kollegen in der Region freue ich mich besonders“, betont der 66-Jährige, der durch seine familiäre Geschichte einen persönlichen Bezug zu Sachsen hat.

Der gebürtige Berliner ist Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie mit Zusatzqualifikationen in spezieller Viszeralchirurgie und Intensivmedizin. Nach seinem Studium in Hamburg und einer Tätigkeit als Schiffsarzt begann er seine Ausbildung zum chirurgischen Facharzt in München. Seine Zeit in der Grundlagenforschung absolvierte er zuvor in der Strahlenbiologie. 1998 wurde er Oberarzt am Klinikum rechts der Isar in München und wirkte am Aufbau des dortigen Tumorboards und Tumortherapiezentrums mit. Zudem betreute er die Chemotherapiestation der chirurgischen Klinik. Nach seiner Habilitation über das Magenkarzinom und leitenden Funktionen an der TU München folgte im Jahr 2005 der Ruf als Universitätsprofessor an die Ruhr-Universität Bochum. Ab 2018 leitete er Kliniken in Thüringen, bevor er nach Chemnitz wechselte.

Die herausragende Qualität des OCC wurde Ende des vergangenen Jahres erneut durch die OnkoZert-Zertifizierung bestätigt. In den neun spezialisierten Organkrebszentren des OCC wird eine Versorgung nach neuesten wissenschaftlichen Standards garantiert. Ein zentraler Erfolgsfaktor für die nachweislich besseren Behandlungsergebnisse in zertifizierten Krebszentren ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit: In regelmäßigen Tumorkonferenzen entwickeln Experten verschiedener Fachrichtungen individuelle Behandlungskonzepte unter Berücksichtigung aktueller Leitlinien und prüfen die Teilnahme an aktuellen klinischen Studien, um somit für jeden Patienten den Zugang zu innovativen Therapien zu ermöglichen.

In enger Abstimmung zwischen dem Geschäftsführenden Direktorium und dem Koordinator des Onkologischen Centrums Chemnitz (OCC) soll diese Exzellenz durch strategische Partnerschaften weiter gestärkt werden: Die Kooperation mit der Hochschulmedizin Dresden – bestehend aus dem Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden – verbindet klinische Forschung mit patientennaher Therapie. Dafür wurde im Jahr 2024 eine Absichtserklärung zur engen Zusammenarbeit des OCC mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) und dem Universitäts-Krebszentrum (UCC) in einem Zwei-Standort-Modell unterzeichnet. Zudem ist das OCC zunehmend mit dem Onkologischen Zentrum Zwickau (OZZ) vernetzt, um gemäß dem Sächsischen Krankenhausplan gemeinsame Zentrumsstrukturen für die Region Südwestsachsen zu betreiben.

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