Spezialisierte Schlaganfallmedizin rettet Patientin vor schweren Folgeschäden

| Datum: Freitag, den 08.05.2026 um 10:48 Uhr

Bei einem akuten Schlaganfall entscheidet jede Minute über das Ausmaß bleibender Schäden oder das Überleben der Betroffenen. Wie entscheidend eine medizinische Versorgung in einem extrem kurzen Zeitintervall und in spezialisierten Behandlungsstrukturen ist, verdeutlicht der Fall einer Patientin aus Chemnitz. Nachdem die Frau am frühen Abend noch unauffällig mit ihren Angehörigen telefoniert hatte, reagierte sie wenig später nicht mehr auf Kontaktversuche. Die daraufhin durch den alarmierten Rettungsdienst eingeleitete Untersuchung ergab deutliche neurologische Defizite. Die Patientin wies eine linksseitige Lähmung sowie eine schwere Sprechstörung und eine Blickwendung nach rechts auf. Diese Symptomatik deutete unmittelbar auf den Verschluss eines großen Hirngefäßes durch ein Blutgerinnsel hin.

Nach der Einlieferung in die Zentrale Notaufnahme des Klinikums Chemnitz erfolgte innerhalb weniger Minuten die Diagnostik mittels Computertomographie. Die Aufnahmen zeigten einen Verschluss der rechten mittleren Hirnarterie. Das neurologische und neuroradiologische Team entschied sich aufgrund des Befundes für eine sofortige mechanische Thrombektomie. Bei diesem präzisen Eingriff wurde ein Mikrokatheter über die Leiste bis in das betroffene Hirngefäß vorgeführt und das Blutgerinnsel vollständig abgesaugt. „Durch die Behandlung konnte das Gefäß wieder eröffnet und die Durchblutung des Gehirns vollständig wieder hergestellt werden. Die Patientin konnte so vor einer dauerhaften Lähmung bewahrt werden. Sie ist heute beschwerdefrei“, erklärt PD Dr. med. Donald Lobsien, Chefarzt des Instituts für Neuroradiologie.

Dass eine medizinische Versorgung auf diesem Niveau möglich ist, liegt an der spezialisierten Aufstellung des Klinikums Chemnitz als überregionales Zentrum. Mit einer Stroke Unit und 16 Überwachungsbetten ist eine lückenlose Betreuung der Patienten garantiert. Zudem ist die Neuroradiologie an jedem Tag im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit, um sofortige Bildgebungen und Eingriffe vorzunehmen. Mit jährlich etwa 1.600 stationär behandelten Schlaganfallpatienten und rund 260 mechanischen Thrombektomien verfügt die Klinik über eine außerordentlich hohe Expertise.

Dr. med. Jens Schwarze, kommissarischer Chefarzt der Klinik für Neurologie, betont in diesem Zusammenhang die Relevanz der funktionierenden Rettungskette: „Bei einem Schlaganfall sterben pro Minute knapp zwei Millionen Nervenzellen. Je früher die Behandlung beginnt, desto größer die Chance auf vollständige Erholung. Der Fall zeige exemplarisch, wie entscheidend das Ineinandergreifen von der schnellen Reaktion der Angehörigen und den etablierten klinischen Strukturen für den Behandlungserfolg sei. Die leistungsfähige Schlaganfallversorgung am Standort ist das Ergebnis einer jahrelangen gezielten strukturellen Entwicklung.“

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