Universitätsklinikum Dresden und Klinikum Chemnitz als Zentrum für Zell- und Immuntherapie akkreditiert

| Datum: Montag, den 23.03.2026 um 09:30 Uhr

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und das Klinikum Chemnitz sind als gemeinsames Zentrum für Zell- und Immuntherapie (CCI-CD) durch das Joint Accreditation Committee ISCT and EBMT (JACIE) erfolgreich akkreditiert worden. Die Akkreditierung durch das europäische Expertengremium bescheinigt dem CCI-CD mit dem Doppelstandort Dresden-Chemnitz eine ausgezeichnete medizinische Qualität – von der Stammzellgewinnung über die spezialisierte Laboraufbereitung bis hin zur hochkomplexen Behandlung und Nachsorge der Patientinnen und Patienten. Mit der engen fachlichen Verzahnung nimmt der Zentrumsverbund eine Vorreiterrolle in der deutschen Krankenhauslandschaft ein.

„Die erfolgreiche JACIE-Akkreditierung unserer beiden Standorte als gemeinsames Zentrum ist weit mehr als ein formaler Qualitätsbeweis. Sie ist das Ergebnis einer strategischen Kooperation auf höchstem medizinischem Niveau. Indem wir die universitäre Expertise des bereits seit 2012 akkreditierten Standorts in Dresden mit der qualitativ hochwertigen Versorgung in Chemnitz zu einer Einheit verknüpfen, garantieren wir unseren Patientinnen und Patienten an beiden Standorten höchste Therapiestandards nach strengen internationalen Vorgaben. Diese Zusammenarbeit hat Referenzcharakter für die moderne Zelltherapie in Deutschland“, sagt Prof. Martin Bornhäuser, Direktor der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Dresden.

„Unser Ziel ist es, nicht nur die besten medizinischen Behandlungen anzubieten, sondern die Patientinnen und Patienten auf ihrem gesamten Weg von der Diagnose bis zur Nachsorge individuell zu begleiten. Diese Auszeichnung bestätigt, dass sich dieses Engagement auszahlt“, sagt Prof. Uwe Platzbecker, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden.

Prof. Mathias Hänel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin III des Klinikums Chemnitz, betont die besondere Stellung des Maximalversorgers als eines der wenigen akkreditierten nicht-universitären Häuser bundesweit: „Die JACIE-Akkreditierung nach europäischen Standards ist eine herausragende Bestätigung unserer gemeinsamen Arbeit. Sie belegt, dass unsere Klinik für Hämatologie, Onkologie und Zelltherapie – als eines der bundesweit größten Zentren ihrer Art – Spitzenmedizin erbringt. In der seit über 30 Jahren bestehenden Kooperation mit dem Universitätsklinikum Dresden bündeln wir unsere Stärken und realisieren eine hochspezialisierte Patientenversorgung, die üblicherweise sonst nur von Universitätskliniken vorgehalten wird. Diese Akkreditierung untermauert unsere medizinische Exzellenz für die Region Südwestsachsen.“

„Die erfolgreiche Akkreditierung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Aufbau einer gemeinsamen onkologischen Versorgungsstruktur unserer beiden Zentren in Sachsen. Basierend auf unserem Letter of Intent (LOI) aus dem Jahr 2024 legen wir damit das Fundament für ein gemeinsames Comprehensive Cancer Center (CCC). Unser Ziel für die nächsten Jahre ist es, durch dieses Zwei-Standort-Modell die onkologische Spitzenmedizin und Forschung in der Region nachhaltig zu institutionalisieren und eine flächendeckende Präzisionsonkologie auf höchstem internationalem Niveau zu etablieren“, erklärt Prof. Martin Wolz, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz.

Die JACIE-Akkreditierung markiert den höchsten internationalen Standard für die hämatopoetische Zelltransplantation und Zelltherapie. Hinter dem gemeinsamen Erfolg steht ein mehrjähriger, intensiver Prüfprozess nach strengsten Kriterien, der eine lückenlose Qualitätssicherung aller klinischen und labortechnischen Abläufe erforderte. Nach einer umfassenden Vorbereitung an beiden Standorten sowie einer detaillierten Prüfung von Dokumenten folgte eine mehrtägige Inspektion durch eine unabhängige, internationale Expertenkommission. Dabei wurden sämtliche Behandlungsschritte auditiert – von der Spenderauswahl über die hochkomplexe Zellaufbereitung bis hin zur stationären Behandlung und Nachsorge. Im Gegensatz zu einer reinen Zertifizierung von Managementprozessen bestätigt die Akkreditierung durch die offizielle europäische Zertifizierungsstelle JACIE explizit die fachliche Kompetenz und medizinische Expertise. Für die Patientinnen und Patienten garantiert dieses für vier Jahre gültige Zertifikat eine Versorgungsqualität auf dem Niveau weltweit führender Zentren und untermauert die hohe Reputation des Doppelstandorts in medizinischen Fachkreisen.

Mit jährlich rund 325 Stammzelltransplantationen und Zelltherapien zählt das gemeinsame Zentrum zu den leistungsstärksten Einrichtungen Deutschlands. Das Behandlungsspektrum umfasst an beiden Standorten eine große Bandbreite der Zell- und Immuntherapien wie die autologe (Eigenspende) und allogene (verwandte/unverwandte Spender) Stammzelltransplantation sowie die CAR-T-Zell-Therapie. Therapiert werden insbesondere Patientinnen und Patienten mit schweren Blut- und Knochenmarkerkrankungen wie Leukämie, Lymphdrüsenkrebs oder dem Multiplen Myelom. Das Universitätsklinikum Dresden zählt seit über 20 Jahren zu den größten Transplantationsstandorten in Deutschland. In Dresden können auch krebskranke Kinder transplantiert werden und auch CAR-T-Zellen erhalten. Dresden ist einer der führenden Studienstandorte im Bereich Zelltherapie.

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