Vernissage: Wenn junge Menschen Emotionen kreativ zum Ausdruck bringen

| Datum: Montag, den 13.04.2026 um 10:19 Uhr

Vergangene Woche wurde am Standort Dresdner Straße die Ausstellung „Kunst aus der Ecke“ eröffnet. Sie rückt die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den Fokus. Die gezeigten Werke – darunter Zeichnungen, Malerei und Gedichte – sind das Ergebnis intensiver Kreativ-Workshops, die in den vergangenen Monaten in der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters (KJP) stattfanden.

Unter dem Leitmotiv „Von Stärken, Schwächen und Unsicherheiten“ schufen die 9- bis 17-jährigen Patientinnen und Patienten eine Brücke zwischen ihrer inneren Welt und der Öffentlichkeit. Begleitet wurden sie dabei fachkundig von der Kunsttherapeutin Johanna Lehmann, der Künstlerin Ines Scheithauer und der Kinderbuchautorin Effi Winkler.

Das Projekt bietet den Jugendlichen in psychiatrischer Behandlung einen geschützten Raum, um Gefühle, Konflikte und Erfahrungen sichtbar zu machen. Wo Worte oft schwerfallen, ermöglicht die Kunst den entscheidenden Ausdruck. Durch das kreative Gestalten werden Selbstwahrnehmung und Emotionsregulierung gestärkt sowie die Verarbeitung von Angst, Wut oder Trauer unterstützt. Die Eröffnung bot den Gästen neben einer Einführung auch eine berührende Lesung ausgewählter Texte sowie einen gemeinsamen Rundgang. Sindy Irmscher, Pflegebereichsleiterin und Mitglied des Fördervereins der KJP, betonte die therapeutische Relevanz: „Kreativität ist ein mächtiges Werkzeug in der Therapie. Zu sehen wie unsere Patientinnen und Patienten ihre inneren Welten nach außen tragen und dafür Anerkennung finden, ist ein wichtiger Schritt für die Heilung und gegen die Stigmatisierung psychiatrischer Erkrankungen.“

Das vom Förderverein der KJP initiierte Projekt „Kunst aus der Ecke“ verfolgt ein klares Ziel: Anonymen Werken Raum geben, um Vorurteile gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen abzubauen. Dass dieser kreative Freiraum eine heilende Kraft besitzt, wurde in den Gesprächen vor Ort deutlich. Die Ausstellung im Eingangsbereich des Geriatriezentrums bleibt auch nach der Eröffnung zugänglich. Besuchende haben zudem die Möglichkeit, das Projekt durch den Erwerb von Postkarten oder eines Kalenders gegen eine Spende zu unterstützen.

Mehr Informationen zum Förderverein finden Sie hier.

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