Gemeinsame Presse-Erklärung des Oberbürgermeisters der Stadt Chemnitz sowie der Geschäftsführung der Klinikum Chemnitz gGmbH

| Datum: Donnerstag, den 06.05.2021 um 15:43 Uhr

Chemnitz – Sven Schulze, Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz und Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum Chemnitz gGmbH sowie die Geschäftsführung der Klinikum Chemnitz gGmbH, Dr. Thomas Jendges und Dirk Balster, haben heute zur Situation in der Corona-Pandemie beraten.

Die zweite und die aktuelle dritte Welle der Pandemie haben die Kliniken des Freistaats und in besonderem Maße die Südwestsachsens schwer getroffen. Dank der sachsenweiten Cluster-Organisation mit den koordinierenden Maximalversorgern Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Universitätsklinikum Leipzig und Klinikum Chemnitz konnte eine unkontrollierbare Überlastung sowie die Notwendigkeit zur Triage von COVID-19-Patienten in einzelnen Krankenhäusern bis heute vermieden werden. Neben der Etablierung von Transparenz- und Prognose-Instrumenten sind durch gemeinsame Abstimmung Vorgehensweisen verabredet worden, die für die Kliniken Südwestsachsens auch Verlegungsmöglichkeiten insbesondere für Intensivpatienten beinhalten. Hiervon hat das Cluster Chemnitz/Südwestsachsen als am schwersten betroffene Region besonders profitiert. Rund 70 Patienten konnten seit November 2020 aus dem Cluster verlegt werden.

Ohne diese Verlegungen in die Cluster Leipzig und Dresden wäre eine Überlastungssituation nicht nur um die Weihnachtszeit, sondern auch aktuell in den letzten Wochen eingetreten. Diese deutschlandweit einmalige Organisationsform ist neben der herausragenden Leistung aller beteiligten Mitarbeiter in den Krankenhäusern insoweit der Garant für die medizinische Stabilität in Südwestsachsen.

Die durchgängig hohe Belastung mit COVID-19-Patienten im Cluster Chemnitz führt gleichzeitig aber auch dazu, dass die Versorgungsaufträge für andere Fachbereiche über lange Wochen eingeschränkt werden mussten und noch eingeschränkt sind. Handlungsleitfäden für diese herausfordernde Situation sind im Zusammenspiel der Cluster gemeinsam mit der Staatsregierung zu reflektieren. Dazu gehört auch die Betrachtung der Patientenwege, insbesondere im Rettungsfall sowie bei Verlegungen. So bedarf es der kurzfristigen Etablierung, des Betriebs und der Finanzierung eines Intensivtransportwagens (ITW) und mittelfristig der Realisierung eines zweiten Rettungshubschrauber Standorts am Maximalversorger Klinikum Chemnitz.

Oberbürgermeister Schulze: „Wir sind sehr froh über die vorbildliche Zusammenarbeit der drei Cluster-Koordinatoren, durch die Schlimmeres in unserer Region verhindert werden konnte. Für den Umgang mit den eingeschränkten Versorgungsbereichen ist es nun wichtig, dass gemeinsam mit der Staatsregierung Lösungsansätze entwickelt werden. Ziel muss es sein, den medizinischen Versorgungsauftrag unter den gegebenen Rahmenbedingungen in allen Regierungsbezirken bestmöglich zu gewährleisten. Mit der Verbesserung der Rettungslogistik wollen wir dabei einen ersten Schritt gehen.“

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