Kardiologisches Zentrum am Klinikum feierlich eröffnet

| Datum: Donnerstag, den 29.01.2026 um 13:15 Uhr

Heute wurde das Kardiologische Zentrum am Standort Küchwald des Klinikums Chemnitz feierlich eröffnet. Der Neubau mit 160 Betten ging schrittweise bereits seit November 2025 in Betrieb und setzt neue Maßstäbe in der regionalen Herzmedizin.

Krankheitslast und Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland nach wie vor hoch und nehmen sogar noch zu. Jährlich werden am Klinikum Chemnitz sowie von der Poliklinik gGmbH Chemnitz mehrere Tausend Herzpatientinnen und -patienten stationär wie ambulant behandelt. Mit dem Neubau des Kardiologischen Zentrums sichert das Klinikum Chemnitz als Maximalversorger im Freistaat Sachsen die Patientenbetreuung in der Region Südwestsachsen langfristig auch in Zeiten des demografischen Wandels und dem daraus folgenden medizinischen Versorgungsbedarf bei zugleich knapper werdenden Ressourcen.

War die kardiologische Versorgung am Klinikum bisher dezentral aufgestellt, wird die komplizierte Logistik für Patienten und Mitarbeiter mit einer Zentralisierung von Medizintechnik, Räumen und Personal zugunsten kurzer Wege und effizienter Abläufe abgelöst. Im neuen Kardiologischen Zentrum wird fortan eine noch engere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung stattfinden. Durch eine Verbindung beider Sektoren unter einem Dach profitieren Herzerkrankte von schnelleren Terminvergaben innovativer Diagnostik und effizienten Behandlungsstrukturen.

Das Gebäude ist in seiner Ausstattung wegweisend: Es verfügt über eine eigene Kardiologische Notfalleinheit, die sogenannte Chest Pain Unit für Patienten mit unklaren Brustschmerzen oder Herzrhythmusstörungen und wird durch insgesamt sechs neue Herzkatheterlabore inklusive Elektrophysiologischer Säle, MRT- und weitere hochmoderne Diagnosetechniken komplettiert. Damit sind nun sektorenübergreifend alle kardiologischen Abteilungen unter einem Dach zusammengeführt, was ein flexibles Zusammenarbeiten und den schnellen Austausch zwischen den Fachrichtungen erleichtert.

Das Kardiologische Zentrum mit insgesamt sechs Ebenen im Neubau und Bestandsflächen im benachbarten Haus 6 bündelt auf rund 7.000 Quadratmetern Nutzfläche die Akutversorgung sowie die ambulante und die stationäre Versorgung von kardiologischen Patienten. Dazu gehören die Chest Pain Unit als kardiologische Notfalleinheit, ein Eingriffszentrum mit insgesamt sechs Räumen für Interventionen und entsprechender Infrastruktur, eine funktionsdiagnostische Abteilung, Ambulanzstrukturen, ein kardiologisches telemedizinisches Zentrum, eine Intensivstation mit angegliederter Überwachungsstation und vier Normalstationen mit entsprechenden Ver- und Entsorgungsstrukturen. Der Neubau, Haus 7, wird zudem auf verschiedenen Ebenen durch einen Verbindungsgang mit angelagerten Raumstrukturen mit dem Haus 6 verbunden.

Insgesamt rund 70 Millionen Euro Investitionsvolumen sind in das Vorhaben geflossen, an dem sich der Freistaat Sachsen mit rund 47,3 Millionen Euro beteiligte. Der Neubau ist das zweite abgeschlossene Großprojekt der vergangenen Jahrzehnte nach der Eröffnung des Gottfried-O.-H.-Naumann-Hauses im August 2024 am Standort Flemmingstraße, der die Kliniken für Augenheilkunde, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie sowie ein OP-Zentrum umfasst.

„Erstklassige Herzmedizin für die Region Südwestsachsen bedeutet nicht nur exzellente Fachkompetenz, sondern auch verlässliche Erreichbarkeit, interdisziplinäre und sektorenübergreifende Zusammenarbeit und damit frühzeitige Hilfe im Ernstfall“, so Alexander Dierks, Präsident des Sächsischen Landtages.

„Gesundheit ist keine abstrakte Größe – sie entscheidet im Ernstfall über Leben und Tod. Mit dem neuen Kardiologischen Zentrum geben wir den Menschen in Südwestsachsen die Sicherheit, im Notfall schnell und auf höchstem medizinischem Niveau versorgt zu werden. Kurze Wege, modernste Technik und ein starker Standort in Chemnitz schaffen Vertrauen – und retten Leben. Der Freistaat Sachsen steht zu seiner Verantwortung. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben wir dieses Projekt mit rund 47,3 Millionen Euro unterstützt, weil für uns klar ist: Eine gute medizinische Versorgung darf keine Frage des Wohnortes sein. Mein Dank gilt allen, die dieses Projekt möglich gemacht haben – insbesondere den Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften und Mitarbeitenden, die jeden Tag Verantwortung übernehmen und Herausragendes leisten“, so Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen.

„Mit dem Kardiologischen Zentrum am Klinikum Chemnitz ist ein hochmodernes Gebäude entstanden. Die Menschen zwischen Vogtland und Mittelsachsen profitieren fortan von einer Behandlungsqualität auf Universitätsniveau“, so Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Unser erklärtes Ziel ist die bestmögliche Gesundheitsversorgung für die Menschen in Chemnitz und Südwestsachsen. Mit der heutigen Eröffnung des Kardiologischen Zentrums am Klinikum Chemnitz schaffen wir zugleich neue Möglichkeiten für Fortbildung, Forschung und digitale Vernetzung“, so Sven Schulze, Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz.

„Das Kardiologische Zentrum steht für Präzision, Zuwendung und Zusammenarbeit. Es vereint erstklassige Fachkompetenz mit fortschrittlicher Technik in einem interdisziplinären Team, das gemeinsam daran arbeitet, Herzkrankheiten früh zu erkennen, innovativ zu behandeln und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten in der Gesundheitsregion Südwestsachsen nachhaltig zu verbessern“, so Martin Jonas, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz. „Der Neubau markiert einen weiteren Meilenstein in der Umsetzung unserer medizinstrategischen Masterplanung: Hier arbeiten fortan Kardiologen, Elektrophysiologen, Radiologen, Pflegekräfte und Therapeuten unter einem Dach Hand in Hand für eine bestmögliche Patientenversorgung“, so Prof. Dr. Martin Wolz, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz.

„Mit dem Kardiologischen Zentrum wird die Versorgung von Herzpatientinnen und -patienten auf ein Niveau gebracht, wie man es sonst nur an Universitätskliniken findet. Mit den neuen Strukturen gewährleisten wir schnelle Terminvergaben, kurze Verweildauern und eine nahtlose medizinische Versorgung“, so Prof. Dr. Karim Ibrahim, Chefarzt der Kardiologie am Klinikum Chemnitz. „In diesem Zentrum mit hochspezialisiertem Personal, modernster Diagnostik, innovativen Therapieverfahren und einer kontinuierlichen Versorgungskoordination über stationäre und ambulante Sektorengrenzen hinweg leisten wir einen entscheidenden Beitrag für die Versorgung von Menschen mit Herzerkrankungen in Südwestsachsen“, so Dr. Jan Ernstberger, Medizinischer Geschäftsführer der Poliklinik gGmbH Chemnitz.

Hinweis für Medienvertreter und Redaktionen: Das dieser Pressemitteilung beigefügte Bild zeigt (von links): Oberbürgermeister Sven Schulze; Medizinischer Geschäftsführer Klinikum Chemnitz Prof. Dr. Martin Wolz; Landtagspräsident Alexander Dierks; Staatsministerin Petra Köpping; Ministerpräsident Michael Kretschmer; Kaufmännischer Geschäftsführer Klinikum Chemnitz Martin Jonas; Medizinischer Geschäftsführer Poliklinik Dr. Jan Ernstberger und Kardiologie-Chefarzt Prof. Dr. Karim Ibrahim. Es kann im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung und dem Bildnachweis Foto: Klinikum Chemnitz kostenfrei verwendet werden.

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