Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
weitere Informationen unter: bereitschaftspraxen.116117.de
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Die autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD) ist die häufigste genetisch bedingte Nierenerkrankung. Oft bleibt sie über Jahrzehnte hinweg unbemerkt. Da das verbleibende gesunde Nierengewebe den fortschreitenden Funktionsverlust durch die wachsenden Zysten bis zum 30. Lebensjahr meist kompensieren kann, bemerken Betroffene die Veränderung ihres Körpers häufig erst spät. Mit der Zeit nehmen Zahl und Größe der Zysten massiv zu. Dies führt nicht nur zu einer drastischen Steigerung des Organvolumens, sondern auch zu belastenden Symptomen wie Rückenschmerzen und Völlegefühl. Während eine gesunde Niere etwa faustgroß ist und 120 bis 200 Gramm wiegt, kann eine Zystenniere die Größe eines Fußballs erreichen. Dabei sind Gewichte von 10 bis 15 Kilogramm keine Seltenheit, was dem 50- bis 75-fachen des Normalgewichts entspricht. Bei aggressiven Verläufen wachsen die betroffenen Organe jährlich um fünf bis sieben Prozent.
Dieses enorme Wachstum beeinträchtigt die Lebensqualität massiv und führt im fortgeschrittenen Stadium zu einer sinkenden Organleistung. Fällt diese unter 15 Prozent, kann die lebenswichtige Entgiftungsfunktion des Körpers kaum noch aufrechterhalten werden. Diese Niereninsuffizienz kann zu Wassereinlagerungen, Atemnot, Übelkeit und Juckreiz sowie zu wiederkehrenden Entzündungen und ständigen Infektionen führen. Die Auswirkungen der Krankheit sind so gravierend, dass über 60 Prozent der Betroffenen im weiteren Verlauf ein endgültiges Nierenversagen entwickeln. Da aktuell noch keine Heilungsmethode für Zystennieren bekannt ist, bleiben in diesem fortgeschrittenen Stadium oft nur noch die Dialyse oder eine Nierentransplantation als lebensnotwendige Therapieoptionen.
Um betroffenen Patienten künftig noch besser helfen zu können, beteiligt sich das Klinikum Chemnitz an klinischen Studien zur medizinischen Forschung. Im Rahmen der bundesweiten STOP-PKD-Studie wird untersucht, ob das Medikament Dapagliflozin den Krankheitsverlauf bei Zystennieren positiv beeinflussen kann. Unser Haus ist eines von 26 Zentren in Europa, die diese von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Studie unterstützen. Ziel ist es, die Sicherheit und Wirksamkeit dieses Behandlungsansatzes speziell für ADPKD-Betroffene erstmals wissenschaftlich zu belegen.
Du möchtest einen Termin in unserer Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen vereinbaren oder an der Studie teilnehmen? Kontaktiere uns gern telefonisch unter 0371 333-42525/-42523 oder per E-Mail unter KIMV(at)skc.de.