COVID-19: Trotz Abebben der zweiten Welle ist noch kein Normalbetrieb möglich

| Datum: Donnerstag, den 25.02.2021 um 14:00 Uhr

Die Corona-Infektions- und Patientenzahlen sind deutlich gesunken. Die zweite Welle der Infektionen mit SARS-CoV-2 ist abgeebbt. Doch nun machen die Virusvarianten mit Mutationen allen zu schaffen. Um unser Handeln während der Pandemie transparent zu machen, geben wir regelmäßig unsere Corona-Presseinformationen heraus.

Statistik vom 25. Februar (immer Stand 9 Uhr des jeweiligen Tages; inklusive Verdachtsfälle)

Belegungszahlen COVID-19-Patienten (KC; ausgewählt)
Datum    Normalstation    ITS

19.2.             54                   13
20.2.             45                   13
21.2.             47                   12
22.2.             49                   14
23.2.             56                   14
24.2.             57                   14
25.2.             57                   14

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Hochfahren wird limitiert durch zunehmendes Auftreten neuer Virusvarianten

Die Zahl der hospitalisierten COVID-19-Patienten sowohl auf Normalstation als auch auf der Intensivstation ist in den vergangenen Wochen gesunken, die Lage im gesamten Klinikum Chemnitz entspannt sich. „Doch vom Normalbetrieb sind wir noch weit entfernt“, sagt der Kaufmännische Geschäftsführer Dirk Balster. Allerdings endet am 28. Februar die Zahlung der Freihalteprämie für die Krankenhäuser. „Ab kommendem Montag sind wir also wieder auf uns gestellt.“ Das bedeute, dass der normale Stationsbetrieb so weit wie möglich wieder hochgefahren werden muss, um über die Behandlung von Erkrankungen jenseits von COVID-19 wieder ausreichend, das heißt kostendeckende, Einnahmen zu erzielen.

Das Wiederhochfahren vor allem im operativen Bereich wird jedoch von zwei entscheidenden Faktoren limitiert: Zum einen binden vor allem die verbliebenen ITS-Patienten mit COVID-19 aufgrund des erhöhten Pflege- und Hygieneaufwands immer noch mehr Personalressourcen. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen den Intensivstationen in der OP-Nachsorge nicht zur Verfügung. Beim OP-Geschehen liegt das Klinikum Chemnitz derzeit bei 80 Prozent gegenüber normalen Zeiten. Erweiterungen sind hier aktuell nur in kleinen Schritten möglich. Die Situation wird kontinuierlich geprüft und das Vorgehen angepasst.

Der zweite Faktor, der die Rückkehr zum Normalbetrieb bremst, ist die Ausbreitung besonders der britischen Mutation des SARS-CoV-2. „Die Infektionszahlen steigen in Sachsen wieder leicht, das sieht man vor allem an den noch hohen Inzidenzwerten im Vogtland oder in Nordsachsen“, sagt Dr. med. Thomas Grünewald, Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin. Die neue britische Virusvariante (B.1.1.7) mache in Sachsen bereits einen Anteil von fast einem Viertel aller SARS-CoV-2-Infektionen aus, Tendenz steigend. Im April, so schätzt Dr. Grünewald, werde bei der bisherigen Dynamik der Ausbreitung von B.1.1.7 bereits der überwiegende Teil der Infektionen auf diese Variante zurückgehen. Da dieser Virusstamm deutlich ansteckender ist als die bislang vorherrschenden, könnten die Infektionszahlen wieder ansteigen. Als Krankenhaus müsse man dann auch wieder mit steigenden Patientenzahlen auf der Normalstation und – zeitverzögert – auf der Intensivstation rechnen.

Um dem entgegenzuwirken, bleibt trotz gesunkener Wocheninzidenz zum einen das strikte Besuchsverbot am Klinikum Chemnitz bestehen – mit den wenigen definierten Ausnahmen. Zum anderen werden sukzessive weitere Mitarbeiter erst- und zweitgeimpft. In den nächsten Wochen ist mit kontinuierlichen Lieferungen von Impfstoff zu rechnen, der teils am Klinikum Chemnitz verimpft wird und teils an andere Häuser im Cluster Südwestsachsen verteilt wird. Nach aktuellem Kenntnisstand schützt die Impfung sicher auch vor der britischen Virusvariante, versichert Grünewald. Der Infektiologe erinnert auch daran, weiterhin die bislang geltenden Regeln einzuhalten: Medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen, Abstand halten, Händehygiene beachten und geschlossene Räume regelmäßig lüften.

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