COVID-19: Einhaltung der Schutzmaßnahmen auch bei sinkenden Zahlen notwendig

| Datum: Donnerstag, den 21.01.2021 um 10:30 Uhr

SARS-CoV-2: Presseinformation vom 21. Januar 2021

Chemnitz – Die Corona-Infektions- und Patientenzahlen sind leicht gesunken. Die zweite Welle der Infektionen mit SARS-CoV-2 scheint abzuebben. Um unser Handeln während der Pandemie transparent zu machen, geben wir regelmäßig unsere Corona-Presseinformationen heraus.
 

Statistik vom 21. Januar (immer Stand 9 Uhr des jeweiligen Tages)

Belegungszahlen COVID-19-Patienten (KC; ausgewählt)
Datum    Normalstation    ITS    Verdacht

15.1.            150                   36
16.1.            150                   33
17.1.            140                   28
18.1.            148                   31
19.1.            135                   31
20.1.            125                   32
21.1.            113                   29
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Gesamtzahl der COVID-19-Patienten sinkt – Mediziner warnen vor Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Schutzmaßnahmen

Viele Wochen haben wir mit wachsender Sorge auf die erst stetig steigenden, dann permanent hohen Infektionszahlen geschaut. In einer solchen, noch nie dagewesenen, Situation die Versorgung von COVID-19-Patienten und Notfall-Patienten aufrecht zu erhalten, ist auch für ein großes Krankenhaus der Maximalversorgung wie dem Klinikum Chemnitz eine außergewöhnliche Herausforderung, die nur gemeinsam mit engagierten Partnern gemeistert werden kann.

Allmählich zeichnet sich eine leichte Entspannung der Lage ab. Vor allem die Zahl der Infektionen und in deren Gefolge auch die Zahl der hospitalisierten Patienten mit COVID-19 auf der Normalstation sinken langsam. Das stimmt den Infektiologen Dr. med. Thomas Grünewald vorsichtig optimistisch: „Was wir jetzt sehen, sind die Auswirkungen der verschärften Kontakt- und Hygieneregeln ab Mitte Dezember vergangenen Jahres. Damit wird klar, dass sie helfen.“ Die sinkenden Zahlen sollten uns aber nicht leichtsinnig machen, so Dr. Grünewald, die Regeln müssten weiter unvermindert beachtet werden. „Die Corona-Pandemie ist noch längst nicht vorbei“, stellt der Infektiologe fest. Vermutlich würden sich die vermehrten Kontakte der Menschen untereinander über Weihnachten und den Jahreswechsel in den Infektionszahlen wiederfinden. Wegen der zeitlichen Verzögerung durch die Inkubationszeit und der Entwicklung schwerer Verläufe seien die Folgen aber erst in den kommenden Tagen sichtbar.

Leichte Entspannung gibt es auch auf den Intensivstationen. „Es ist ein wenig mehr Spielraum, um COVID-19-Patienten von Normalstationen, deren Zustand sich oft unvermittelt verschlechtert, sofort auf die ITS zu übernehmen“, sagt Prof. Dr. med. habil. Stefan Hammerschmidt, Chefarzt der Klinik für Pneumologie und damit für die intensivpflichtigen und beatmeten COVID-19-Patienten zuständig. Doch mit weiterhin rund 30 Corona-Patienten in der Intensivpflege, die meisten davon beatmet, ist die Belastung der Teams nach wie vor sehr hoch. „Diese Patienten sind schwer erkrankt, ihre Behandlung ist in allen Belangen sehr aufwändig und bindet viele Ressourcen“, sagt Prof. Hammerschmidt. Diese Ressourcen können dann anderswo fehlen. Vor allem das OP-Programm ist teilweise von freien ITS-Betten abhängig und kann limitiert werden.

Die Personalsituation ist derzeit noch angespannt. Doch erkrankte Mitarbeiter kommen nach und nach zurück, so dass bis Ende des Monats mehr Spielraum für Stationsbetrieb zu erwarten ist.


SARS-CoV-2-Impfungen: Die Runde der Zweitimpfungen hat begonnen

Ein wichtiger Faktor zur Stabilisierung der Personalsituation sind die SARS-CoV-2-Impfungen: Diese sind im Klinikum Chemnitz sehr gut angelaufen. 1.500 Mitarbeiter wurden im hauseigenen Impfzentrum geimpft. Wenn neuer Impfstoff im Haus eingetroffen ist, werden die nächsten Mitarbeiter erstgeimpft. Am Montag haben die Zweitimpfungen begonnen. Dr. Grünewald, Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin, der Abteilung für Krankenhaus- und Umwelthygiene und der Sächsischen Impfkommission, appelliert an alle, den zweiten Impftermin unbedingt wahrzunehmen. „Hat man nach der ersten Impfung etwa 50-prozentigen Schutz erreicht, steigt dieser nach der zweiten Impfung auf mehr als 90 Prozent“, erklärt der Infektiologe.

Dr. Grünewald beantwortet zahlreiche Fragen zur SARS-CoV-2-Impfung in einem YouTube-Video.

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