COVID-19: Steigende Patientenzahl trifft auf große Zahl an ausfallenden Mitarbeitern

| Datum: Freitag, den 25.03.2022 um 11:15 Uhr

Die Zahl der SARS-CoV-2-Neuinfektionen steigt in immer neue Höhen, die Wocheninzidenz in Chemnitz liegt bei mehr als 2.200. Auch die Zahl der hospitalisierten Patienten steigt jetzt kräftig an. Um die Situation am Klinikum und unser Handeln in der aktuellen Zeit transparent zu machen, geben wir regelmäßig unsere Corona-Presseinformationen heraus.

Statistik vom 25. März (immer Stand 9 Uhr des Tages, inklusive Verdachtsfälle)
Belegungszahlen COVID-19-Patienten (KC; ausgewählt)


Datum       Normalstation       ITS

19.03.         114                              13
20.03.         121                              15
21.03.         125                              15
22.03.         139                              18
23.03.         138                              14
24.03.         144                              14
25.03.         142                              15

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Steigende Zahl hospitalisierter Patienten trifft auf große Zahl an Ausfällen bei Mitarbeitern des Klinikums Chemnitz

Die Omikron-Welle trifft Südwestsachsen und die Krankenhäuser im Cluster mit voller Wucht. Auch wenn bei dieser Virus-Variante die Wahrscheinlichkeit, schwer zu erkranken, geringer ist, steigt nun auch die Zahl der hospitalisierten Patienten aufgrund der schieren Menge an Infizierten deutlich an. In Sachsen sind knapp 2.000 Betten mit Patienten mit SARS-CoV-2-Infektion belegt, davon rund 1.600 Normalstationsbetten. Das ist deutlich über der Warnstufe (kritischer Belastungswert) von 1.300 Betten. Bei COVID-19-Patienten auf Intensivstation ist die Lage weniger kritisch. Der sogenannte Bettenindikator wurde zur zweiten Pandemie-Welle in Sachsen eingeführt, um rechtzeitig die Überlastung der Krankenhäuser zu erkennen und gegensteuern zu können.

„Obwohl wir in vorherigen Wellen bei uns weit mehr Patienten behandeln konnten und behandelt haben, ist die Lage im Klinikum Chemnitz derzeit kritisch“, sagt Dr. med. Thomas Grünewald, Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin. Denn es kommt – neben der üblichen Krankheitsquote – auch bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums zu eigenen Infektionen oder sie müssen als Kontaktperson von Kindern oder Angehörigen in Quarantäne. Dem Haus fehlt derzeit allein im Bereich Pflege eine hohe Zahl an Mitarbeitern für die Dienstplanung. Insgesamt ist daher der Krankenstand im Klinikum in allen Bereich sehr hoch und weit über dem Jahresdurchschnitt.

Die Notfallversorgung sowie die Versorgung medizinisch dringlicher Bedarfe erfolgen jedoch uneingeschränkt. „Zugleich ist es unsere Aufgabe, die verbleibenden Mitarbeiter so gut wie möglich zu schützen“, sagt Prof. Dr. Ralf Steinmeier, kommissarischer Ärztlicher Direktor des Klinikums. Beides ist nur möglich, indem die Zahl der betreibbaren Betten sowie die OP-Kapazitäten reduziert werden. Das OP-Geschäft beispielsweise wurde auf etwa 50 Prozent heruntergefahren. Zudem werden vermehrt Mitarbeiter im Urlaub angefragt, ob sie in der aktuellen Situation ihren Urlaub unterbrechen und bei Engpässen einspringen.

Nach Aussage von Dr. Grünewald ist der Höhepunkt bei den Hospitalisierungen noch nicht erreicht. Mit steigenden Zahlen müsse noch in den nächsten zwei bis drei Wochen gerechnet werden. Deshalb warnt der Infektiologe davor, nun alle Schutzmaßnahmen sein zu lassen, auch wenn diese derzeit gelockert sind oder werden: „Auch wenn nicht mehr so viele schwer erkranken: Auch diejenigen mit milden Erkrankungen müssen in Quarantäne und können dann ihre Berufe nicht ausüben, was unter anderem in allen Bereichen der der sogenannten kritischen Infrastruktur, zu der neben Krankenhäusern die Wasser- und Energieversorgung, Abfallentsorgung, Feuerwehr und Polizei gehören, zu Belastungen und Ausfällen führen kann.“ Es sei deshalb dringend anzuraten, weiterhin in Innenräumen und bei Menschenansammlungen FFP2-Maske zu tragen, die Hände regelmäßig zu desinfizieren und Abstand zu halten.

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