Operationstechniken

Für die operative Behandlung von Erkrankungen der Schädelbasis, insbesondere von Hypophysentumoren, kommt heute überwiegend die endoskopisch endonasale Technik zum Einsatz. Dieses minimalinvasive Verfahren über die Nase ermöglicht einen direkten Zugang zur Hypophyse, ohne äußere Schnitte oder eine Eröffnung des Schädels.

Das Endoskop bietet eine hochaufgelöste, helle Panoramasicht des Operationsgebiets. Durch unterschiedliche Blickwinkel (z. B. 0°- und 30°-Optiken) können auch seitliche oder nach oben reichende Tumoranteile besser eingesehen und gezielt entfernt werden. Dies stellt einen wesentlichen Vorteil gegenüber der klassischen mikroskopischen Technik dar, bei der die Sicht auf eine gerade Blickachse begrenzt ist.

Studien zeigen, dass die endoskopische Hypophysenchirurgie bei geeigneter Tumorlage mindestens gleichwertige, in bestimmten Situationen auch vorteilhafte Ergebnisse hinsichtlich Tumorentfernung und Erholung der Sehfunktion erzielen kann. Voraussetzung hierfür ist eine entsprechende spezialisierte Erfahrung des Operationsteams.

Die mikrochirurgische Technik mit dem Operationsmikroskop bleibt weiterhin ein bewährtes Verfahren und wird in ausgewählten Fällen eingesetzt. Welche Operationsmethode im individuellen Fall am besten geeignet ist, wird anhand der MRT-Befunde, der Tumorausdehnung und der hormonellen Situation entschieden – in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Funktionelle Neuronavigation

Die Neuronavigation wird vor chirurgischen Eingriffen zur Operationsplanung genutzt. Während der Operation hilft sie dem Operateur die Gewebestrukturen übersichtlicher nachzuvollziehen und erhöht damit die Patientensicherheit.
Bei vielen Kopfoperationen ist dieses Verfahren seit vielen Jahren Standard. Die Entwicklungen der letzten Jahre erreichten Fortschritte in der Genauigkeit und der multimodalen Darstellung. Mit letzterem ist die Einbindungen und Überlagerung verschiedener Bilddaten gemeint. Das beginnt mit der Computertomografie (CT) und wird durch die Magnetresonanztomografie (MRT) mit Nervenbahndarstellung, die Positronen-Emisionstomografie (PET) und den Ultraschall ergänzt.

Warum wird dieser hohe Untersuchungsaufwand betrieben?

Der Operateur orientiert sich während des Eingriffs hauptsächlich an den knöchernen Strukturen. Diese wiederum sind in der CT gut sichtbar. Sie sind gewissermaßen konstante, feste Strukturen, während die Tumore weich sind und sich durch Eingriff selbst verändern. Allerdings sind Tumore in der MRT deutlicher zu erkennen, denn hier werden Weichteile mit hoher Auflösung dargestellt. Durch eine Fusion am Computer können beide Bildmodalitäten übereinander gelegt und mit weiteren Modalitäten (PET, Ultraschall etc.) ergänzt werden.

Radiochirurgie

Nicht alle Tumore müssen vollständig entfernt werden, denn mit einer vollständigen Entfernung steigt auch das Komplikationsrisiko. Unter Schonung der umliegenden Strukturen, insbesondere der Hirnnerven, ist eine Teilentfernung mit anschließender Präzisionsbestrahlung eine alternative Behandlungsstrategie.

Wir kooperieren mit dem Cyberknife-Centrum Mitteldeutschland in Erfurt. Sprechen Sie uns hierzu in der Sprechstunde an, wir vermitteln Ihnen gern einen Beratungstermin.

Cyberknife, Roboter & Linearbeschleuniger

Psychologische Betreuung

Der Psychoonkologische Dienst bietet Ihnen und Ihren Angehörigen während der Behandlungszeit im Klinikum Chemnitz Beratung und Begleitung an.

Ein vertrauensvolles Gespräch kann dazu beitragen, wieder Hoffnung zu schöpfen, die Erkrankung und alle damit einhergehenden Belastungen besser zu bewältigen und das seelische Gleichgewicht wiederzufinden.
Wichtig ist uns, gemeinsam mit Ihnen zu überlegen, wie Sie dabei Ihre vorhandenen Stärken und Fähigkeiten nutzen und erweitern können.

Wir können Sie auf Ihrem Weg Schritt für Schritt begleiten und so zum Erfolg der medizinischen Behandlung beitragen.

Unsere Angebote der psychologischen Beratung und Begleitung:

  • Unterstützung bei der Bewältigung der Diagnose, der Behandlung und dem Krankheitsverlauf
  • Umgang mit Angst, depressiven Verstimmungen, Aggressionen und Trauer
  • Vermittlung von Methoden zur Stabilisierung und Entspannung
  • Informationen und Patientenbroschüren Entlastung in akuten Krisensituationen
  • Beratung und unterstützende Gespräche für Angehörige
  • bei Bedarf psychotherapeutische Hilfen Vermittlung weiterführender Hilfen wie bspw. Sozialdienst, Selbsthilfegruppen oder Nachsorge
Babygalerie

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