Supportive Dienste

Die Diagnose Krebs stellt das gesamte Leben auf den Kopf. Nicht nur die körperlichen Folgen der Erkrankung belasten Betroffene, sondern auch seelische Auswirkungen, finanzielle Sorgen und sozialrechtliche Fragen beschäftigen KrebspatientInnen. Deshalb bietet das Onkologische Centrum Chemnitz (OCC) PatientInnen und Angehörigen umfassende Beratungs- und Betreuungsmöglichkeiten an. Zu den unterstützenden Bereichen des OCC zählen unter anderem der Psychoonkologische Dienst, der Sozialdienst und die Onkologische Fachpflege.

Psychoonkologischer Dienst

Die Diagnose einer Krebserkrankung verändert das eigene Leben grundlegend und stellt Betroffene häufig vor große Herausforderungen. Beratungsgespräche und professionelle Unterstützung können dabei helfen, erkrankungsbedingte Belastungen, Emotionen und Sorgen erfolgreicher zu bewältigen. Zudem kann die psychologische Begleitung die Lebensqualität entscheidend verbessern.

Alle KrebspatientInnen des Klinikums Chemnitz erhalten auf Wunsch psychologische Hilfe. Während der gesamten Behandlungszeit, aber auch darüber hinaus steht Betroffenen und Angehörigen der Psychoonkologische Dienst (POD) zur Verfügung. Die Beratung erfolgt vertraulich und kostenfrei.

PatientInnen, die sich in stationärer Behandlung befinden, können den Kontakt zum Psychoonkologischen Dienst direkt über den behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin im Klinikum Chemnitz herstellen. Ambulanten oder ehemaligen PatientInnen sowie ihren Angehörigen bieten wir die folgende Kontaktmöglichkeit an:

Terminvereinbarung

Telefonische Sprechstunde
Telefon: 0371 333-43043

Montag  08:30 – 09:15 Uhr
Dienstag 11:00 – 12:00 Uhr
(außerhalb ist ein Anrufbeantworter geschaltet)

E-Mail psychoonkologie(at)skc.de

Die ambulante Psychotherapie findet in der Praxis für Psychotherapie im Küchwald bei Dipl.-Psych. Susan Diez oder in der Praxis für Psychotherapie in der Flemmingstraße bei Dr. phil. Ina Dobler statt.

Leiterin Psychoonkologischer Dienst

Dipl.-Psych. Susan Diez
Tel.:
0371 333-43043
Leiterin Psychoonkologischer Dienst
Psychoonkologin, Psychologische Psychotherapeutin, ASV-/OCC-Ambulanz, ambulante Psychotherapie (VT)

Team des Psychoonkologischen Dienstes

Flyer Psychoonkologischer Dienst

Sozialdienst

Die Beratung durch den Sozialdienst wird in allen Phasen der Krebserkrankung benötigt: Bei der Erstdiagnose und -behandlung, in der Nachsorge, beim Fortschreiten der Erkrankung oder in der Palliativphase. Sie richtet sich an alle onkologischen PatientInnen, unabhängig von der Art der Erkrankung, Alter, sozialer Situation und Herkunft. Die Themen der Beratung sind insbesondere:

• Bewältigung der Krankheitsfolgen

• Rehabilitationsmaßnahmen

• Sozialrechtliche Fragen

• Entlassungsmanagement/ pflegerische Nachsorge

• Wirtschaftliche Unterstützungsmaßnahmen

• Arbeitsrechtliche Fragen

Die im OCC eingesetzten MitarbeiterInnen des zentralen Sozialdienstes haben durchweg fachspezifische onkologische Zusatzausbildungen und erbringen ihre Aufgaben auf Basis der fachlichen Vorgaben.

Leitung Sozialdienst

Dipl.-Sozialpäd. (FH) Nicole Nier
Tel.:
0371 333-33890
Fax:
0371 333-33888

Onkologische Fachpflege

Die pflegerische Begleitung von onkologischen PatientInnen stellt eine besondere Herausforderung dar.

Um dieser Herausforderung bestmöglich gerecht zu werden, absolvierten ein Großteil unserer MitarbeiterInnen die Fachweiterbildung für Pflegekräfte in der Onkologie.

Zudem wurde am Klinikum Chemnitz die Arbeitsgruppe Onkologie gegründet.

Aufgaben der Arbeitsgruppe sind u.a. die Weiterentwicklung des Onkologischen Pflegekonzepts sowie die Überwachung der onkologischen Pflegevisiten.

Unser Onkologisches Pflegekonzept finden Sie hier.

Ansprechpartnerin Onkologische Fachpflege

Karina Peters
Tel.:
0371 333-33791
Fax:
0371 333-33664

Bewegung und Krebs

Medizin und Wissenschaft sind sich einig: KrebspatientInnen profitieren in fast jeder Erkrankungssituation erheblich von sportlicher Betätigung oder körperlicher Aktivität. Selbst moderate Bewegung verbessert die Lebensqualität der Betroffenen nachweislich, beschleunigt ihre Genesung und verringert die krebsbedingte Müdigkeit. Deshalb bietet das OCC in enger Zusammenarbeit mit dem Physiotherapeutischen Zentrum der Poliklinik GmbH verschiedene physio- und bewegungstherapeutische Leistungen an, die speziell auf KrebspatientInnen zugeschnitten sind.

Ein einzigartiges Angebot des Klinikums Chemnitz ist die Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie (OTT), die das OCC als erstes sächsisches Krebszentrum eingeführt hat. Die Therapie ist gezielt auf die Bedürfnisse der PatientInnen zugeschnitten und basiert auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das personalisierte Einzeltraining umfasst Kraft-, Ausdauer-, Beweglichkeits- und Koordinationsübungen und eignet sich für alle KrebspatientInnen ab 18 Jahren, die eine medizinische Unbedenklichkeits- oder Sporttauglichkeitsbescheinigung des behandelnden Arztes/ der behandelnden Ärztin vorweisen können. Ursprünglich wurde die OTT von der Uniklinik Köln entwickelt.

Eine weitere Leistung des Physiotherapeutischen Zentrums ist der Onkologische Rehabilitationssport. Dieser ergänzt die medizinische und psychologische Betreuung. Zudem erhöht der Rehasport die Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit der krebskranken PatientInnen.  

Bei Fragen zu den Bewegungs- und Therapiemöglichkeiten steht Ihnen das Team des Physiotherapeutischen Zentrums zur Verfügung.

Ansprechpartner

Eric Schicker

Tel.: 01522/ 2660448
Email: ott(at)poliklinik-chemnitz.de

Patientensprechstunde des OCC zur Onkologischen Trainings- und Bewegungstherapie (OTT)

Die Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie (OTT) wird seit ihrer Einführung am Klinikum Chemnitz im April 2021 von immer mehr Krebspatienten genutzt. Dabei berücksichtigt das Training gegen Krebs die individuelle Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit der Erkrankten. Das Onkologische Centrum Chemnitz (OCC) ist das erste sächsische Krebszentrum mit diesem Angebot.

Ernährungsberatung am Viszeralonkologischen Zentrum

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung beeinflusst die persönliche Lebensqualität und den Krankheitsverlauf vieler TumorpatientInnen positiv. Sie unterstützt die Therapie und verleiht dem Körper neue Kraft und Energie. Grundsätzlich wird empfohlen, vollwertige, abwechslungsreiche Kost zu verzehren und eine ausreichende Menge an Flüssigkeit zuzuführen. Auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) finden Sie weitere Informationen.

Speziell bei viszeralonkologischen Erkrankungen wie Darm-, Bauchspeicheldrüsen-, Leber- oder Speiseröhrenkrebs bietet das OCC ausführliche Beratungsgespräche mit professionellen ErnährungsberaterInnen und DiabetesberaterInnen DDG an. Die Betreuung, welche an die individuellen Bedürfnisse und die spezifische Situation der stationären PatientInnen angepasst ist, erfolgt durch das Beratungsteam der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie des Klinikums Chemnitz.

Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen

Die Diagnose Krebs reißt viele Betroffene aus ihrem täglichen Leben und wirft gleichzeitig unzählige Fragen auf. In dieser Situation kann der freiwillige Erfahrungs- und Gedankenaustausch mit anderen krebskranken Menschen helfen, die die gleichen Sorgen, Ängste und Gefühle teilen. Onkologische Selbsthilfegruppen sowie Beratungsstellen sind deshalb eine wichtige Anlaufstelle für Tumorerkrankte und deren Angehörige. Selbsthilfegruppen bieten nicht nur Unterstützung durch vertrauensvolle Gespräche und hilfreiche Tipps, sondern setzen sich öffentlich für die Interessen der Betroffenen ein, bieten Ablenkung durch gemeinsame Aktivitäten und sind eine wertvolle Ergänzung zur ärztlichen Kompetenz. Durch Selbsthilfegruppen schöpfen Erkrankte Kraft, überwinden ein Gefühl der Isolation und bewältigen Probleme gemeinsam mit Gleichbetroffenen. Das OCC arbeitet unter anderem mit den folgenden Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen zusammen:

Bezirksverband der Kehlkopfoperierten Chemnitz e.V. 

Deutsche ILCO e.V. - Region Sachsen-Mitte (Selbsthilfeverband für StomaträgerInnen)

Elternverein krebskranker Kinder

Frauenselbsthilfe nach Krebs (bei Brustkrebs)

KISS - Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe

• Selbsthilfegruppe Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V. (bei Bauchspeicheldrüsenkrebs)

• Selbsthilfegruppe Hirntumor „Hoffnung“ der KISS - Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe Chemnitz

Selbsthilfegruppe Lichtblick des Vereins Talbrücke e.V. (bei hämatologisch-onkologischen Erkrankungen)

TULPE e.V. - Verein zur Betreuung und Hilfe für Hals, Kopf- und Gesichtsversehrte

Seelsorge

Die Krankenhausseelsorge des Klinikums Chemnitz ist für alle PatientInnen da – unabhängig von ihrer Weltanschauung. Auch KrebspatientInnen erhalten hier die Möglichkeit, offene Gespräche zu führen. Bei Ängsten, Sorgen, Fragen nach der Zukunft oder dem Sinn des Lebens hilft und unterstützt das Seelsorgeteam. Die Seelsorge ermöglicht eine religiöse Begleitung der PatientInnen in schwierigen Zeiten und steht ihnen mit Gebeten und Segnungen zur Seite. Sie ist eine Einrichtung der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens und der römisch-katholischen Kirche im Bistum Dresden-Meißen.

Telefon: 0371 333-42852

Nachrichten auf dem Anrufbeantworter werden mehrmals täglich abgehört - auch an Wochenenden und Feiertagen.

E-Mail: krankenhausseelsorge(at)skc.de

Pfarrer

Markus Manzer
Krankenhausseelsorger (evangelisch)

Gemeindereferent

Benno Saberniak
Krankenhausseelsorger (katholisch)

Schmerztherapie

In Kooperation mit der Abteilung für interdisziplinäre Schmerztherapie des Klinikums Chemnitz betreut das OCC krebskranke PatientInnen mit akuten und chronischen Schmerzen. Das stationär orientierte ganzheitliche Therapiekonzept des erfahrenen Behandlungszentrums umfasst neben schulmedizinischen Verfahren auch komplementärmedizinische Maßnahmen.

Durch eine vorausgehende persönliche Beratung berücksichtigen die SchmerztherapeutInnen körperliche, soziale und psychische Faktoren und stimmen die Therapie gezielt auf die individuellen Bedürfnisse unserer KrebspatientInnen ab. Bei der zuständigen Ansprechpartnerin erhalten Sie weitere Informationen über das Behandlungsspektrum der Abteilung für interdisziplinäre Schmerztherapie.

 

Abteilungsleiterin der interdisziplinären Schmerztherapie

Silke Götze
Tel.:
0371 333-42611
Fachärztin für Anästhesiologie; Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin; Oberärztin Zentrale Notaufnahme / Klinikum Chemnitz gGmbH

Palliativmedizin & Hospizdienste

Die palliativmedizinische Versorgung ist eine ganzheitliche Behandlung und individuelle Pflege von PatientInnen mit einer fortgeschrittenen, nicht heilbaren Erkrankung. Sie trägt entscheidend dazu bei, die Lebensqualität zu verbessern, körperliche Beschwerden zu lindern und das Leben zu verlängern. Die Palliativmedizin bietet nicht nur psychische und soziale Betreuung für Betroffene, sondern unterstützt gleichzeitig die Angehörigen.

Um unseren PatientInnen eine umfassende palliative Versorgung anbieten zu können, arbeitet das OCC eng mit der Palliativstation des Geriatriezentrums des Klinikums Chemnitz zusammen. 

Ansprechpartner Palliativstation

Jörg Hielscher
Oberarzt, FA für Chirurgie / medikamentöse Tumortherapie / Palliativmedizin; ambulante Chemotherapie, ASV-Sprechstunde

Teil der palliativen Versorgung sind auch Hospizdienste, die ebenfalls eine Begleitung schwerstkranker Menschen anbieten. Das OCC kooperiert mit verschiedenen Palliativ- und Hospizdiensten aus der Umgebung. Wichtige Partner sind zum Beispiel:

Ambulanter Hospizdienst DOMUS e.V.

• Hospiz- und Palliativdienst Chemnitz e.V.

• MVZ für Spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin GmbH

Qualität

Qualität steht bei uns an erster Stelle. Erfahren Sie mehr über unsere Qualitätsstandards.

Klinoskop

Lesen Sie online das Klinoskop, die Firmenzeitschrift des Klinikums Chemnitz.

Babygalerie

Wir sind in der Geburtshilfe des Klinikums Chemnitz zur Welt gekommen.