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Die Klinikum Chemnitz gGmbH

Das Gesundheitszentrum für Stadt und Großraum Chemnitz

Klinikum Chemnitz | Klinikkomplex Flemmingstraße 2


Die Klinikum Chemnitz gGmbH ist mit einer Kapazität von 1765 Betten an drei Standorten in Chemnitz sowie in Schneeberg das größte Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft in Ostdeutschland. Im Konzern Klinikum Chemnitz gGmbH mit seinen 11 Tochtergesellschaften sowie Beteiligungen sind gegenwärtig rund 5980 Mitarbeiter beschäftigt, damit ist das Unternehmen - nach VW Sachsen - der zweitgrößte Firmenarbeitgeber im sächsischen Direktionsbezirk Chemnitz. Am Klinikum Chemnitz wird gegenwärtig eine maximale Versorgung in den meisten medizinischen Fachrichtungen angeboten, in der landesüblichen Einordnung zählt es zu den Krankenhäusern der Maximalversorgung.

Die Klinikum Chemnitz gGmbH ging aus den damaligen Städtischen Kliniken hervor, deren historische Wurzeln in den mittelalterlichen Hospitälern Vor dem Tore und St. Georg liegen, die im 14. Jahrhundert die Chemnitzer Bürgerschaft gründeten. Durch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert stieg die Bevölkerung von Chemnitz in Größenordnungen, für die neue, größere Krankenhausbauten erforderlich wurden. Von diesen baulichen Investitionen in den Jahrzehnten zwischen 1850 und 1927 sind - nach umfangreichen Sanierungen und Erweiterungen seit Beginn der 90er Jahre bis zur Gegenwart - bis heute die Standorte Dresdner Straße, Küchwald und der Gebäudekomplex Flemmingstraße 4 in Betrieb.

Nach einer längeren Phase der Stagnation erfuhren die Städtischen Kliniken mit dem Bau des Bezirkskrankenhauses - heute Standort Flemmingstraße 2 -, der Anfang der 80er Jahre eröffnet wurde und die drittgrößte Einzelinvestition des DDR-Gesundheitswesen war, eine wesentliche Erweiterung auch in ihren medizinischen Kapazitäten. Am schlechten Zustand der Altbauten änderte dieser moderne Komplex mit großzügigen Funktionsräumen und Patientenzimmern wenig.

Die politische Wende 1989 setzte eine Zäsur, die eine offene Neubewertung des ostdeutschen Gesundheitswesens erforderlich machte. Die Bestandsaufnahmen waren auch in Chemnitz in vielerlei Hinsicht ernüchternd. Auch die enorm hohen Bettenzahlen, die aufgrund des Mangels von Pflegeheimplätzen seinerzeit unverzichtbar blieben, konnten ab diesem Zeitpunkt nicht mehr refinanziert werden. Neben den historischen Gebäuden, die partiell über 90 Jahre alt waren, zeigte selbst der sogenannte Neubau des Bezirkskrankenhauses von 1983 erhebliche Abnutzungserscheinungen. Dass den Städtischen Kliniken Chemnitz dennoch gute Perspektiven eingeräumt wurden, lag in erster Linie am hervorragend ausgebildeten Personal.

Mit der Neuordnung der Krankenhauslandschaft in den 90ern wurde der Bereich Zeisigwaldstraße an einen freien Träger übergeben. Das ehemalige Bezirkskrankenhaus bildete schließlich den Nukleus für einen räumlichen Zusammenschluss der historischen Standorte im Nordwesten der Stadt Chemnitz. Mit der Umwandlung des städtischen Eigenbetriebes in eine gemeinnützige GmbH mit einem paritätisch besetzten Aufsichtsrat im Jahr 1994 wurde der Grundstein für eine stetige Weiterentwicklung des Klinikums unter kommunaler Regie gelegt und damit die über Jahrhunderte gewachsene Verantwortung der Stadt Chemnitz in der stationären medizinischen Versorgung ihrer Bürger fortgeführt.

Das einstige Bezirkskrankenhaus konnte in den zurückliegenden Jahren umfassend saniert werden und fand mit der Errichtung eines modernen Anbau (Eröffnung 2008) eine zeitgemäße Erweiterung. Neben neuen Patientenzimmern höchsten Standards sind dort ein freundlicher Empfangsbereich, Cafeteria, Serviceeinrichtungen, Bibliothek und Internetbereich eingerichtet. Mit der Inbetriebnahme der Zentralen Notaufnahme, der abgeschlossenen Fassadensanierung sowie dem Verbindungsgang zu den Häusern der Flemmingstraße 4 wird der Standort allen zukünftigen Anforderungen an ein Großkrankenhaus gerecht.

Im Klinikum Chemnitz stehen unseren Patienten 19 Kliniken, 7 diagnostische Institute und Abteilungen sowie 20 Behandlungszentren, in denen die Kliniken und Institute zur fachübergreifenden Kooperation verbunden sind, zur Verfügung. Gemeinsam mit den Tochtergesellschaften werden am Klinikum Chemnitz umfassende stationäre, vor- sowie nachstationäre, teilstationäre und ambulante Versorgungsangebote vorgehalten. Wesentlich für eine Absicherung Rund-um-die-Uhr mit maximaler Notfallversorgung ist die neue Zentrale Notaufnahme, die im Jahr 2012 eröffnet wurde.

Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig und der Technischen Universität Dresden eröffnet das Klinikum durch seine Leistungsbreite optimale Möglichkeiten für die Ausbildung von Studenten im Praktischen Jahr und im Anschluss für Weiterbildungsassistenten. Neben nachhaltigen Kooperationen zu den niedergelassenen Medizinern der Region bestehen auch zu deutschen Universitäten sowie zu Universitäten im Ausland, darunter zur Karls-Universität Prag, enge Beziehungen.

Im Jahr 2000 konnte die Klinikum Chemnitz gGmbH als erstes Krankenhaus in Deutschland eine Zertifizierung nach den Standards von Joint Commission International (USA; JCI) erreichen. Im Jahr 2013 wurde die vierte Rezertifizierung nach JCI erfolgreich erreicht. Diesen Status haben vor dem Klinikum Chemnitz bislang nur drei Krankenhäuser weltweit erlangen können. Ende 2013 wurde das Klinikum Chemnitz vom Schwerpunktversorger zum Krankenhaus der Maximalversorgung hochgestuft. Damit ist das Klinikum Chemnitz zugleich der erste nichtuniversitäre Maximalversorger, die die höchste Versorgungsstufe bei Krankenhäusern darstellen, in Sachsen.

Mit der permanenten Erweiterung der Behandlungs- und Diagnostikangebote in unseren Kliniken und Instituten wird die Klinikum Chemnitz gGmbH auch unter den aktuell schwierigen Finanzierungsbedingungen ihre Versorgungskapazitäten entwickeln. Vom Ausbau wissenschaftlicher Kooperationen, insbesondere zur Technischen Universität Chemnitz, und der Implementierung neuartiger Lösungen werden die Bürger der Kommune Chemnitz profitieren. So wurden in der Kooperation mit der TU Chemnitz mit Medical Engineering und Biomedizinische Technik neue Studiengänge aufgelegt sowie ein wissenschaftliches Bewegungslabor aufgebaut.
 

 
 
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